Eine Gesellschaft ohne Orientierung, ein Führungsanspruch ohne Mandat und ein ängstlicher Blick in eine beschleunigte Zukunft – da wird das nächstbeste mutige Einschreiten sogleich zur Wundertat erhoben. Es ist der Gralsritter Lohengrin, der zur Hilfe eilt, nachdem Elsas rechtmäßiger Anspruch auf Herrschaft von Ortrud und Telramund in Frage gestellt wurde. Eine wohlkalkulierte Lüge reicht aus, um alle Vereinbarungen zu kippen. Und niemand stellt sich Elsa zur Seite. Lohengrin tritt in die klaffende Lücke und übernimmt Verantwortung. Rückfragen zu seiner Vergangenheit sind jedoch nicht gestattet. Wer ist der Mann, dem man die politische Zukunft anvertraut? Wofür wird er gefeiert? Ist Heldenverehrung blanker Populismus? Und kann ein reibungsloses Funktionieren die Fragen nach dem Wie und Warum ersetzen?
Die Begeisterung über den Heilsbringer ist groß, weil sie Entlastung bedeutet. Als Lohengrin geht, ist die Leerstelle größer denn je zuvor. Hinterlässt die Wunder-Erscheinung zumindest eine
- Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. Auf Deutsch mit Übertiteln
- Musikalische Leitung: André de Ridder
- Regie: Dennis Krauß
- Bühne: Norbert Bisky
- Kostüme: Katharina Pia Schütz
- Licht: Michael Philipp
- Chordirektor: Norbert Kleinschmidt
- Dramaturgie: Heiko Voss
- Regieassistenz und Abendspielleitung: Sebastian Krauß
- Mitarbeit Bühne: Emma Planckaert
- Kostümassistenz: Levi David Böhm
- María José Basantes
- Mit: Opernchor des Theater Freiburg, Extrachor des Theater Freiburg, Philharmonisches Orchester Freiburg
































