Sivan Ben Yishai beschäftigt sich mit Popeye und verschwommenen Feminismus
Die Hausautorin des Nationaltheater Mannheim, Sivan Ben Yishai, schaut unter die Muskelmasse der Comicfigur Popeye und erzählt die Geschichte eines mythischen Liebespaares. In einer Inszenierung von Jakob Weiss.

Popeye liebt Spinat, Tätowierungen und Olivia Öl. Das neue Stück der diesjährigen Hausautorin Sivan Ben Yishai macht den Comic-Mythos zur Kulisse eines Beziehungsdramas – und die weibliche Nebenrolle zur Hauptfigur.
Aus ihrer Perspektive erzählt sie die intime Geschichte eines Liebespaares, dessen feministisch aufgeklärtes Weltbild viele blinde Flecken hat. Auf virtuose und höchst komische Weise macht Sivan Ben Yishai das Private zum Politischen. Die beiden Comicfiguren werden zur Reflexionsfläche für Jedermann und Jedefrau.

Zur Autorin
Sivan Ben-Yishai wuchs in Jerusalem auf und studierte szenisches Schreiben und Theaterregie in Tel-Aviv. Sie begann als eine Regisseurin, die manchmal schreibt, und zehn Jahre später, 3000 Km von Jerusalem entfernt, schreibt sie meistens. Seit sieben Jahren lebt sie in Berlin, wird vom Suhrkamp Verlag vertreten, schreibt auf Englisch und wird von ihrer einen und fast einzigen deutschen Stimme ins Deutsche übersetzt: Maren Kames. Schreibt über Krieg im Frieden, Cappuccino und Tränengas, den weiblichen Blick, Papas, deren Zeit vorbei ist, und allgemein über den gemütlichen Mann, und das, wozu er fähig ist. * Webseite der Autorin
BESETZUNG
Regie & Bühne Jakob Weiss
Kostüme Elena Gaus
Licht Björn Klaassen
Dramaturgie Sascha Hargesheimer
Mitarbeit Dramaturgie Ouldooz Pirniya
Mit Tala Al-Deen, Rocco Brück, Almut Henkel, Ragna Pitoll und Sarah Zastrau
PRAKTISCHE INFORMATIONEN
- Uraufführung / Premiere 2019/2020
- Aus dem Englischen von Maren Kames
- Kurzeinführung um 19.30 Uhr im Studio Foyer
- Am 18.10.2019: Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung
- Weitere Informationen auf der Webseite des Nationaltheaters Mannheim: www.nationaltheater-mannheim.de
- Die Webseite von Sivan Ben-Yishai: www.sivanbenyishai.com
- Die Webseite von Jakob Weiss: www.jakobweiss.de
Fotos: Hans Jörg Michel
































