Violetta Valéry weiß: Ihre Zeit ist geliehen. Sie ist krank, sie wird sterben. Sie greift noch mal ins volle Leben und will lieben – zum ersten und zum letzten Mal. Für Alfredo setzt sie alles auf eine Karte. Doch in seiner Welt gibt es keinen Platz für eine Frau wie sie. Bevor sie stirbt, gibt sie ihrer eigenen Geschichte den Titel und bestimmt so das Bild, das von ihr bleibt: La traviata, die vom Weg Abgekommene.
Giuseppe Verdi hatte ein Herz für Außenseiterfiguren, denen er gleich seine drei größten Erfolge widmete, die sogenannte „trilogia popolare“: In Rigoletto macht er einen Hofnarren zur Titelfigur, in Il trovatore rückt er den fahrenden Sänger Manrico ins Zentrum. In seinem dritten Volkstheaterklassiker La traviata geht er noch einen Schritt weiter und lässt sich von einer realen Frau inspirieren: der berühmten Pariser Kurtisane Marie Duplessis, die jung an Tuberkulose starb. Nach und nach machten Autoren des 19. Jahrhunderts ihr Leben zur Geschichte
- Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi und Francesco Maria Piave. Auf Italienisch mit Übertiteln
- Musikalische Leitung: Artem Lonhinov
- Regie und Konzept: Victoria Stevens
- Bühne: Basia Binkowska
- Kostüme: Charlotte Werkmeister
- Licht: Dorothee Hoff
- Video: Lukas Carl Eicher
- Dramaturgie: Caroline Scheidegger
- Mit: Maeve Höglund (Violetta Valery), Lila Chrisp (Flora Bervoix), Rachel Ridout (Annina), Sahel Salam (Alfredo Germont), Juan Orozco (Giorgio Germont), Juyoung Mun (Gastone), Jakob Kunath (Barone Douphol), Alexander Dimitrov (Marchese d’Obigny), Jin Seok Lee (Dottore Grenvil), Shalva Nikvashvili (Performer), Opernchor des Theater Freiburg, Philharmonisches Orchester Freiburg
































