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Erzähl mir eine Geschichte

Zum 21. Mal lädt das Festival Actuelles zeitgenössische Autoren, Interpreten, Studenten der Straßburger Universität und der Haute École des Arts du Rhin (HEAR) ein in fünf verschiedene Texte zu tauchen, an ihnen zu arbeiten und sich im Anschluss daran mit dem Publikum auszutauschen.

 

Wie über die Welt sprechen? Oft fällt es uns schwer für aktuelle Geschehnisse Worte zu finden und doch ist ein reger Austausch darüber von Nutzen, um weiterzudenken, Lösungen zu finden. Theater bietet eine solche Möglichkeit.

 

  • Los geht es mit Tangente von Nina Chataigner, die sich mit dem Phänomen verschwindender Menschen auseinandersetzt. Jedes Jahr tauchen 5000 Menschen unter, brechen alle Kontakte ab und sind nicht mehr auffindbar. In Japan handelt es sich sogar um 100.000 Personen. Wie kommt es zu solchen Entscheidungen? Wieso lassen sich Menschen von dem Nichts freiwillig verschlucken? Der Regisseur Serge Lipszyc geht diesem Thema nach. 

 

  • In Des glaçons plein la robe von Unn präsentiert der ehemalige Schüler der École du TNS, Gaël Chaillat, ein altes Ehepaar, welches sich über das eigene Kind und die Welt in einer saloppen, direkten und doch bildhaften Sprache auslässt.

 

  • Am dritten Abend stellt Juliette Steiner den Text Pig Boy 1986-2358 von Gwendoline Soublin vor. In diesem träumt ein Bauer davon ein waschechter Cowboy zu sein; ein Schwein befindet sich in einem medienwirksamen, absurden Prozess und eine Sau macht sich auf die Flucht in einen Wald. Drei Geschichten über Kategorisierung, Regelwerke und Systemdenken.

 

  • Marc-Antoine Cyrs Text Gens du Pays liegt am vierten Abend in den Händen der Schauspielerin Emma Massaux. In diesem verfolgen wir zwei Ereignisse im Leben des Jugendlichen Martin, der zum einen Grenzen überschreitet und sich auf einem Polizeirevier wiederfindet und gleichzeitig an einem Schulprojekt zu den berühmten Persönlichkeiten der französischen Nation arbeitet. Was formt den Menschen? – eine Frage, die sich hier auf der Bühne platziert.

 

  • Am letzten Abend obliegt es der Schauspielerin Aude Koegler sich mit Beziehungen auseinanderzusetzen. In Pauline Peyrades Text Poings erleben wir eine Frau, die versucht einen Schlussstrich unter eine toxische Liebesgeschichte zu setzen. Ob dies so einfach ist? 

 

Menschsein ist nicht einfach – was uns formt und prägt, wo und mit wem wir leben, all die Geschichten, die es zu erzählen gibt… Ach schön wenn es jemanden gibt, der dafür Worte findet und uns diese in einem Bühnenzauber enthüllt.

 

 

Foto: Raoul Gilibert


Etiketten:Festival - TAPS - Theater

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