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Unerwiderte Liebe

Dieses Werk entspricht keinem der gängigen Opernklischees. Man sucht vergeblich nach Heldentenor oder Primadonna. Stattdessen steht das zerrissene Innere der Figuren im Fokus. 

 

Was bedeutet Freundschaft? Was Liebe? Darf der Wankelmut und Rachedurst einer einzigen Person das Leben vieler Menschen zerstören? Die Hauptfigur dieser Oper ist völlig unfähig der Empathie, rücksichtslos gegenüber seinen Mitmenschen, insbesondere jenen, denen er etwas bedeutet, und das alles nur zu seinem eigenen Vergnügen und zum Vertreiben der Langeweile, die sein Leben beherrscht. 

Eugen Onegin und Lenski sind Freunde. Als Onegin jedoch die Liebe Tatjanas von sich weist und stattdessen mit ihrer Schwester und Verlobten Lenskis, Olga, flirtet, fordert Lenski ihn voller Wut zum Duell. Lenski kommt dabei ums Leben. Jahre später treffen Onegin und Tatjana bei einem Ball wieder aufeinander. Tatjana ist nun mit einem Fürsten verheiratet. Onegin entbrennt in Liebe zu ihr, wird jedoch nun seinerseits zurückgewiesen: Tatjana will ihr Eheversprechen nicht brechen. 

Bereits die Vorlage von Alexander Puschkin, ein Versroman, entsprach nicht den klassischen Konventionen. Tschaikowsky verzichtete in seiner Vertonung weitgehend auf die zu der Zeit vorherrschende Effekthascherei in der Oper und konzentrierte sich auf das Innenleben seiner Figuren. Um seinen Kritikern vorzugreifen, bezeichnete Tschaikowsky sein Werk im Untertitel als „lyrische Szenen“ statt als „Oper“ – und schuf damit einen neuen Operntypus.

  

Fabrice Bollon, musikalische Leitung

Peter Carp, Inszenierung

 

Mit Michael Borth, Satik Tumyan, Roberto Gionfriddo, Jin Seok Lee, Joshua Kohl, John Carpenter, Jongsoo Yang, Solen Mainguené, Inga Schäfer, Anja Jung, Yeonjo Choi

 

Statisterie und Chor des Theater Freiburg 

Philharmonisches Orchester Freiburg

 

 

Foto: Tanja Dorendorf

  • Premiere
  • In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Weitere Informationen auf der Seite des Theater Freiburg

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