Étude pour le Cantique des Cantiques von Aurélie Gandit: Die Liebe durch die Geste begehen
Die neueste Produktion von Aurélie Gandit hat die Form eines Solos im Gleichgewicht zwischen Tanz und bildenden Künsten: Ein echtes Liebeslied an die Geste, sei sie nun choreographisch oder plastisch.
Der Tanz ist ein Echo auf das biblische Hohelied, dieses Fließgedicht, das im Wechsel eine männliche und eine weibliche Stimme zu Wort kommen lässt, und die Naturelemente als Zeugen aufruft. Ein Text von verwirrender Sinnlichkeit und Erotik inmitten einer heiligen Schrift. Der Tanz versucht die vielen Bedeutungen seiner Worte und die Originalität seiner Form aufzudecken, die, genauso wie das Erwachen der Sinne unter dem Deckmantel der spirituellen Exegese, sich in ein feministisches Fanal verwandeln.
Die bildende Künstlerin und Choreografin Lucie Cardinal hat auf der Bühne durch extra für diese Gelegenheit konzipierte plastische Objekte einen gleichzeitig sichtbaren wie unsichtbaren Raum geschaffen. Bei der Musik handelt es sich um das Album von Rodolphe Burger mit Alain Bashung und Chloé Mons, mit seinen betörenden Klängen voller mystischer Liebe und Losgelöstheit.
Praktische Informationen
- Dauer: 50 Minuten
- Ab 15 Jahren
- Weitere Informationen:
- La Filature, Scène nationale de Mulhouse: www.lafilature.org
- Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan: www.carreau-forbach.com
- Die Website der Compagnie: www.cie-labreche.com
Foto: Michel Petit































