Als Motte der Sehnsucht entgegen
„Ich will keinen Realismus. Ich will Zauber!“ Das kulturkritische Drama von Tennessee Williams, 1949 das erste Mal im Schauspielhaus Zürich in deutscher Sprache uraufgeführt, kommt mit Bastian Kraft zurück ans Haus.
„Ich rede nicht von dem was wahr ist, ich rede von dem was wahr sein sollte.“, brüllt Blanche DuBois ihrem Schwager Stanley Kowalski entgegen. Aus einem alten Adelsgeschlecht entstammend, verkraftet sie nur schwer den finanziellen und gesellschaftlichen Abstieg ihrer Familie. Nachdem sie auch noch ihren Job verliert, flüchtet sie sich zu ihrer Schwester Stella nach New Orleans. Doch auch hier nimmt das Unglück seinen Lauf, denn Stanley versteht sich, als primitiver Mann aus einfachen Verhältnissen, nur schlecht mit seiner Schwägerin. Nachdem Blanche, nicht nur erniedrigt und bloßgestellt, sondern auch noch vergewaltigt wurde, verflüchtigt sich ihr Realitätsempfinden ganz und gar. Die kleine zerbrechliche Motte, die dem Licht wie ihrer eigenen Fantasie hinterherjagt, sieht sich selbst als Schmetterling und wird bald von Gesellschaft und der Öffentlichkeit zerquetscht.
Regie: Bastian Kraft
Bühne: Peter Baur
Kostüme: Sabin Fleck
Musik: Arthur Fussy
Video: Jonas Link
Mit Lena Schwarz, Henrike Johanna Jörissen, Michael Neuenschwander, Klaus Brömmelmeier, Miriam Maertens, Nicolas Rosat
Foto: Toni Suter
Weitere Informationen
- Nach dem Drama von Tennessee Williams
- Premiere 2018
- Inszenierungseinblick am 11. Oktober
- Theaterlabor zu „Endstation Sehnsucht“ am 27. Oktober
- Theater im Gespräch zu „Lenz“ & „Endstation Sehnsucht“ am 29. Oktober
- Theater Campus: Workshop – Vorstellung – Kantine am 20. November
- Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Schauspielhaus Zürich / Pfauen































