Musikalisches Schlaraffenland
Was soll ich mir nur anhören? Ja, das wird wohl die am häufigsten gestellte Frage auf diesem Festival sein. „Ohren auf und durch“ ist unser Rat…
Kinder träumen oft davon, in der Spielzeugabteilung eines Warenhauses alleine gelassen zu werden und mitzunehmen, was sie tragen können. Doch bei Erwachsenen? Für die Musikfreudigen ist das Dour-Festival wie ein Abenteuerspielplatz für Große! Fünf Tage lang können sämtliche Musikrichtungen, Neulinge und renommierte Hasen ausprobiert werden. Reggae, Elektro, Metal, Hip-Hop – in Belgien kommen sie aus allen Ecken des Planeten zusammen, um ihre Instrumente und Stimmbänder zum Glühen zu bringen. So kreieren die Veranstalter ihren eigenen Planeten mit diversen Ländern: Jede Bühne präsentiert eine Stilrichtung, die Türen stehen für jeden offen, Harmonie wo man nur hinblickt. Die Programmliste serviert so manchen entdeckerischen Leckerbissen. Vald, Phoenix, Solange, Kate Tempest, Roméo Elvis, Chassol, Superpoze, Roman Flügel – Sie sagen „möchte“, das Programm antwortet mit „vorhanden“. Ist das nicht ein wunderbares Prinzip und der Beginn einer fabelhaften Freundschaft? (J.L.)
La sélection Szenik :
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M.I.A.
Am 12.07., The Last Arena Ihre Lieder sind kleine Kunstwerke. Experimentelle Performances. Traditionelle Klänge und Elektromusik vermischend, nimmt sie sich entflammbare und aktuelle Themen zu Herzen, die sie in ihren Texten deutlich analysiert. Eine Frau, die sich mit ihrer Meinung nicht zurückhält und Öl in jede Wunde gießt. Eine Musikerin, die ihre Stimme erfolgreich einsetzt und allein dafür Ihre Aufmerksamkeit verdient.
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St. Paul & The Broken Bones
Am 13.07, in La petite maison dans la prairie So viel Soul in einer Person scheint auf den ersten Blick wie eine Fata Morgana, doch lässt man diesen wahrgewordenen Traum einmal zu, schmilzt die Musikseele nur so dahin. Perfektion vom Feinsten, ein Schwung, der jeden Hut vom Kopf weht und eine Bühnenpräsenz, die Sie Ihren Lebtag nicht mehr vergessen werden. Packen Sie Ihre Zahnbürste ein, denn dieser Band werden Sie folgen wollen! Foto © David McClister
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Twin Peaks
Am 14.07, in La Caverne Wie stehen Sie eigentlich zu Garagenbands? Diese hier kommt aus Chicago und hat melodische, seicht rockige, freche Lieder in ihren Gitarrenkoffern. Euphorische, frische Energie, zerrende Stimmen, metallische Akkorde – eine sympathische Brise. Und wer von uns braucht nicht hin-und wieder eine Abkühlung? Hingehen, Schultern im Rhythmus wiegen, erfrischen lassen. Foto © Hollie Fernando
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Nadia Rose
Am 16.07, im Le Labo Lassen Sie sich nicht von ihrem süßen Namen in die Irre führen, diese junge Musikerin hat es faustdick hinter ihren Rapperohren! Von null auf hundert erobert sie seit ein paar Monaten die digitale Welt mit ihren Liedern, in denen sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Nadia Rose wandelt durch Londons Straßen, schaut hinter jede Tür und spricht Klartext. Foto © Rosie Matheson































