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Tilman Gersch adaptiert Shakespeares Der Sturm

 

Der Sturm gilt als William Shakespeares letztes Stück, und man kann es im positivsten Sinne altersweise nennen. In seiner Allgemeingültigkeit ist es bestechend: Hass, Verhärtung und Bitterkeit, Machthunger und Zynismus sind destruktive Kräfte, die auch unser gegenwärtiges Miteinander prägen.

 

Shakespeare appelliert an die Macht der Liebe und der Vergebung, ohne die Fehlbarkeit eines jeden Menschen zu verkennen. Selbst ein reflektierter Charakter wie Prospero kann sich fragwürdiger Machtinstrumente bedienen, ja sogar rassistisch handeln. Die Utopie, dass es möglich sein könnte, im Wissen um die menschlichen Schwächen zu einer neuen Harmonie zu finden, ist gerade in der jetzigen Zeit außerordentlich tröstlich.


Praktische Informationen

 

 

 

Foto: Alen Ljubic


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