Die italienische Choreografin Sofia Nappi, die vor einigen Jahren mit ihrer Kompanie KOMOCO im Burghof Lörrach als „Artist in Residence“ zu Gast war, kehrt am 7. Oktober, 20 Uhr, als international gefeierter Star des zeitgenössischen Tanzes nach Lörrach zurück. Mit dabei hat sie ihr neuestes Werk CHORA – The void as origin.
Für das Lörracher Publikum und den Burghof ist dieses Gastspiel ein besonderes Wiedersehen: Bereits in der Saison 2023/24 war Sofia Nappi im Rahmen einer Residenz im Burghof Lörrach zu Gast. Damals entwickelte sie gemeinsam mit ihren Tänzer:innen über mehrere Wochen hinweg im Burghof das Erfolgsstück PUPO.
Inhaltlich knüpft CHORA an die Kernthemen von PUPO an und spinnt den roten Faden der „Entstehung des Lebens“ auf faszinierende Weise weiter. Während PUPO inhaltlich auf der Geschichte von Pinoccio basierte, taucht Nappi mit CHORA nun tief in die antike Philosophie ein. Der Titel geht auf ein Konzept von Platon zurück, das den formlosen, empfangenden Raum beschreibt, in dem alles entsteht und Gestalt annimmt.
Auf der Bühne wird dieser philosophische Ansatz in eine tief physische und bildgewaltige Bewegungssprache übersetzt. CHORA besticht durch technische Intensität und eine unvergleichliche energetische Dynamik, die den Akt des Entstehens körperlich spürbar macht.
Mit CHORA stellt sich Sofia Nappi auch der künstlerischen Herausforderung, im Spannungsfeld zwischen ständiger Innovation und der Beibehaltung einer eigenen Handschrift zu navigieren. Das Stück greift dabei ein zentrales Motiv auf, das der Choreografin besonders am Herzen liegt: die ritualisierende Kraft des Tanzes. Für das Ensemble bedeutet das auch die Erforschung eines beinahe mystischen, verbindenden Elements, welches die Relevanz des Tanzes im heutigen gesellschaftlichen Kontext spürbar macht.
































