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Am Ende eines Lebens

Yngvild Aspeli blickt auf das Leben der radikalen Feministin Valerie Solanas, deren Leben durch psychische Instabilität zu einem Kampf wurde. Mittels Marionetten, Video und Musik taucht die Regisseurin in die letzten Gedanken eines komplexen, tragischen Menschen ein.

Welche Momente unseres Lebens werden uns auf dem Totenbett wohl ins Gedächtnis kommen? Und, wie werden zukünftige Gesellschaften über unsere Handlungen denken? Die norwegische Marionettenspielerin Yngvild Aspeli widmet ihre neue Kreation dem Leben der amerikanischen, radikalen Feministin und Schauspielerin Valerie Solanas. Eine Frau, deren Leben äußerst dramatisch und verzweifelt verlief. Als Autorin des SCUM-Manifesto wurde sie vor allem durch ihren Mordversuch an Andy Warhol im Jahre 1968 bekannt. Diesen klagte sie, unter Wahnvorstellungen leidend, an, ihr Manuskript gestohlen zu haben. Nach mehreren Jahren im Gefängnis, endete sie auf der Straße als Obdachlose.

Das Stück beginnt am Ende; verlassen liegt Valerie auf einem Bett, schaut zurück. Menschen, die sie einst kannte, erscheinen an ihrer Seite. Yngvild Aspeli lässt sie auferstehen und wird dabei musikalisch von Ane Marte Sorlien begleitet. So konstruieren Marionetten, Videoprojektionen und Musik das Leben einer Frau, deren Boden am laufenden Band einbrach. Wut, Angst, Einsamkeit und Krankheit fraßen sie innerlich auf und loschen am Ende sogar das Licht aus.

Eine Geschichte, die uns sehr berührt hat und eine Kreation, auf die wir sehr gespannt sind. Sie auch? Dann treten wir in das komplexe Universum Valeries ein und lassen uns ihr Leben von einer erstaunlichen Geschichtenerzählerin vortragen.


BESETZUNG

Regie Yngvild Aspeli et Paola Rizza

Marionettenspieler*in Yngvild Aspeli

Musikalisch Leitung Ane Marthe Sørlien Holen

Dramaturgie Pauline Thimonnier


Photo : Benoît + Schupp

 


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