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Sehnsüchte und ein Spiel mit dem Tod – so klingt der neue Ballettabend von Roberto Scafati

Ballettdirektor Roberto Scafati lädt mit seinem neuen Ballettabend zu Meisterwerken ein! Bizets entflammende Carmen und Ravels gefürchteter Bolero werden im Theater Trier zum Tanzen gebracht. Möge sich die Bühne in acht nehmen!

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Roberto Scafatis choreographische Interpretation der Carmen zeichnet bewusst eigene Rollenbilder für die Protagonisten. Carmen tanzt vor den Augen der Männer. Don José und der Torero Escamillo platzen beinahe vor Gier nach ihr, während an den Frauen die Eifersucht nagt. Heißblütig trotzt Carmen dem Tod – doch ist ihr Verhängnis vorgezeichnet, ihr Schicksal nimmt seinen Lauf und sie wird von Don José erstochen.

Für den Prolog hat der Choreograph Arvo Pärts Streichorchesterfassung der Fratres ausgewählt. So spielt Scafatis Carmen von Stückbeginn an mit dem Bild des Todes, existentiell archaisch, lustvoll und berauschend.

„Mein Meisterwerk? Der Bolero natürlich. Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält.“

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Carmen basiert auf Bizets berühmter Oper, wobei der Choreograph hier die theatralische Bearbeitung Rodion Schtschedrins nutzt, die der Komponist für seine Frau Maja Plissetskaja, Primaballerina am Bolschoi Theater, zu einer Ballett-Suite verdichtet hat.

Als zweites Stück für diesen Abend, dynamisch kontrapunktisch und extrem spannend, wählt der Choreograph die Komposition des Franzosen Maurice Ravel, geboren 1875, dem Todesjahr von Bizet. In Roberto Scafatis Fassung ist Ravels weltberühmter Bolero eine Choreographie voller Sehnsucht, sich von den Lasten der Welt zu befreien – und das tut das Ballett im Wortsinne – mit jeder Instrumentengruppe, die im Verlauf dieser einmaligen Komposition hinzukommt, lassen die Tänzerinnen und Tänzer Zug um Zug ihre negativen Gefühle hinter sich. Ein choreographischer Befreiungsschlag.

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BESETZUNG

Choreografie & Inszenierung Roberto Scafati
Musikalische Leitung Wouter Padberg

Mit Laura Evangelisti, Anne van Gorp, Giulia Pizzuto & Leonardo Germani


PRAKTISCHE INFORMATIONEN

  • Premiere 2019 / 2020
  • Weitere Informationen auf der Webseite des Theater Trier: www.theater-trier.de

 

Fotos: Theater Trier


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