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Zeitgenössische Theatersprache

Ein kleines Jubiläum: zum 5. Mal geht 2019 augenauf! das festival in Winterthur über die Bühnen der Theaterhäuser. Vom 20. bis 24. Mai zeigen sechs internationale Theaterproduktionen, was Theater für Jugendliche ab 13 Jahren heute kann. Aktuelle Themen verbinden sich mit zeitgenössischer Ästhetik und bringen Schauspiel, Tanz, Figurenspiel und Musiktheater für ein junges Publikum auf den Punkt. Vom Vampirdrama zum Western, vom Mobbing im Netz zur Lust am Bösen, vom Thema Vertrauen zum Ruf der Wildnis: hochkarätiges Theater im Theater Winterthur, dem Theater am Gleis und der Alten Kaserne. Im Vorfeld des Festivals gibt es für die Schülerinnen und Schüler der diesjährigen Partnerschule Sek Stadt ein intensives Workshopangebot. Neu präsentieren zudem drei Schülergruppen dieser Schule unter dem Label „Black Cubes“ selbsterarbeitete Theaterstücke in der Öffentlichkeit.

 

Kriterium für die Auswahl der Theaterproduktionen war neben der Professionalität der Stücke auch der Wunsch, die Vielfältigkeit zeitgenössischer Theatersprachen abzubilden. Die holländisch- schweizer Koproduktion von knpv, Bern und AYA Danstheater Blood Kiss verbindet auf ungewöhnliche Weise Schauspiel, Figurenspiel und Theater und schafft so neue ästhetische Formen. Herr Macbeth oder die Schule des Bösen vom Vorstadttheater Basel besticht durch feinstes Schauspiel, während der Ruf der Wildnis des Landestheater Tübingen mit physischer Präsenz und eindringlicher Körperlichkeit spektakulär auf die Bühne gebracht wird. Das Klassenzimmerstück Don’t feed the troll des Jungen Theater Basel arbeitet wie üblich mit eindrucksvollen jungen Schauspielerinnen, die offiziell „Laien“ sind, auf der Bühne jedoch ihre grossartige Kraft entwickeln und so nicht nur ein jugendliches Publikum mitreissen. Billy de Kid der Winterthurer Theatergruppe Theater Katerland erzählt mit Livemusik einen Fast-Western, während das Theaterkohlenpott aus Essen gleich mit einem gesamten theatralen Konzertformat aufwartet und in Ich bin Jerry von der Auseinandersetzung mit dem Thema Vertrauen erzählt.

 

Foto: Festival


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