Am Ende bleibt der Glanz
Pascal Rambert setzt uns an das Sterbebett einer glorreichen Schauspielerin und erzählt von ihren Liebsten, ihren Träumen, ihrer Familie. Ein poetisches Theaterstück mit einer wundervollen Marina Hands.
Blumen. Etliche Blumen stehen um ihr Bett. Es scheint, als läge sie auf einem Meer aus Blütenblättern. Eugenie allerdings sieht dem Tod entgegen, steht ihm sogar in ihren Albträumen gegenüber. Es sind ihre letzten Tage. Ihre Familie, ihr Mann, ihre Eltern, ihre Kinder, ihre Schwester (die fabelhafte Audrey Bonnet) kommen zu ihr, zerbrechen an ihren Tränen und versuchen ihre Wut durch angezettelte Streitigkeiten, klingelnde Telefone und Alkohol zu verschleiern. Die große Schauspielerin empfängt jeden von ihnen mit einem Lächeln. Freunde des Theaters kommen sie besuchen; sie unterhalten sich über die Kraft der Bühne (sehr interessante Passagen des Stücks!). Doch dann…schleicht er in das Zimmer. Der Tod. Und man kommt nicht umhin Tränen zu spüren. Spricht diese zerbrechliche Kranke davon, wie die Zeit sich am Ende zerreißt; erklärt ihre Tochter, wie es ist ein freier Mensch zu sein; nimmt sich vor mit einem Lächeln davon zu gehen.
Poesie in Hülle und Fülle, und das Theater, ja, dieses unglaubliche Gebilde, sind in jeder Minute des Stückes vorhanden. So wird daraus eine Geschichte zweier Schwestern, einer Schauspielerin und dem Verlust eines Menschen, der sich anderen preisgab und die Liebe zur Bühne weitergeben konnte.
Mit
Anas Abidar / Nathan Aznar, Elmer Bäck, Luc Bataïni, Audrey Bonnet, Emmanuel Cuchet, Jean Guizerix / Pascal Rambert, Hayat Amiri, Marina Hands, Yuming Hey, Lyna Khoudri, Ruth Nüesch, Jakob Öhrman, Sifan Shao, Rasmus Slätis, Laetitia Somé
Foto: Jean-Louis Fernandez































