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Treten Sie ein und erleben Sie ein Stück Geschichte!

Die französischen CDN haben ihren Ehrentag und feiern ihn mit einem turbulenten Programm. Da kann man nur sagen: Hoch die Vorhänge und auf die nächsten 70! 

 

Sie sind Orte des kreativen Schaffens. Auf ihren Bühnen wird die Welt verworfen, in die Zeit gereist, hinter die Fenster diverser Wohnungen und in die Gesichter der unterschiedlichsten Menschen geblickt. Nun feiern sie Geburtstag. Von wem sprechen wir? Von den Centres dramatiques nationaux (CDN), die heute vor 70 Jahren gegründet wurden.

Die ersten Steine dazu wurden 1947 von Jeanne Laurent gelegt. Als diese nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Bühnenlandschaft Frankreichs blickte, brodelte es in ihr auf. Die Pariser Theaterlandschaft glich Hollywood – ein jeder suchte sich ein Fleckchen in der Hauptstadt und wollte wie ein Stern glänzen. Doch, Paris ist nicht Frankreich!

Unter Kritik und Stirnfalten, eröffnete Jeanne Laurent in Colmar und Saint-Etienne die ersten Centres dramatiques nationaux, und gab diesen Häusern die Aufgabe zu kreieren, und, infolge, ein weitreichendes Publikum in die Theater zu holen. Damit war der Grundstein gelegt. Im selbigen Jahr folgte die Gründung des Festival d’Avignon, daraufhin der Maisons de la Culture, Nationaltheater und Nationalbühnen. Ja, ein Sturm fegte durch das Land, brachte uns dadurch wunderbare Talente hervor, schenkte (und schenkt auch heute noch), tausenden Menschen jeden Abend einen Grund aus-und ins Theater zu gehen.

Von Regisseuren geleitet, kommen nun in Colmar die Leiter der CDN der Großregion zusammen und erarbeiten die Geschichte dieses Stücks der französischen Kultur, und setzen sich darüber hinaus mit ihrer Zukunft, der Gemeinschaft und Träumen auseinander.

In sieben Produktionen, einer Ausstellung, einem Film über die ersten Jahre und einer Gesprächsrunde über die Zukunft dieser Häuser, können wir die Bühnenkunst dieser Region direkt erleben. Sei es nun mit: Tamara von Guy-Pierre Couleau, in welchem er sich mit der Verbindung zwischen einer Schauspielerin und ihrer Rolle auseinandersetzt, einer Koltès-Adaptation von Michel Didym (La nuit juste avant les forêts), dem großartigen Olivier Cadiot und einem Diskus über die zeitgenössische Literatur (Histoire de la littérature récente), einer menschengroßen Marionette von Renaud Herbin (La vie des formes) und den politischen Aufzeichnungen Jack Londons von Stanislas Nordey (Ce que la vie signifie pour moi) vorgetragen.

Na, wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist!


La sélection Szenik :

  • Cancrelat, Vincent Goethals

    Cancrelat, Vincent Goethals

    Am 28.09 um 14H15 und am 29.09 um 10H00 und 19H00 Zählt körperliche Stärke oder der Überlebenswille, um in einer Welt aus Missachtung, Waffen und Neid zu überleben? In diesem Theaterstück geht es um junge Menschen, die sozial gesehen, wie Schaben behandelt werden. Um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen, benutzen sie Fäuste und Beleidigungen. Doch dann bricht Krieg aus, ein jeder bekommt eine Rolle aufgezwungen und muss nun tatsächlich lernen, wie die von Menschen gesteuerte „natürliche Auslese“ ganze Leben auf den Kopf überwältigt.   Foto: André Muller

  • Ma langue pèle, Jean Boillot

    Ma langue pèle, Jean Boillot

    Am 28.09 um 20H30 Auf der Bühne befindet sich ein DJ und eine Schauspielerin. Währenddessen Letztere Auszüge aus Reden diverser Kulturminister wiedergibt, untermalt Ersterer diese Parolen mit Musik. Ton und Wort kommen hier zusammen, hinterfragen den Diskurs und eröffnen somit ein Gespräch. Welche Deklarationen da wohl gemacht werden? 

  • L’Oeil de la pensée – Gesprächsrunde

    L’Oeil de la pensée – Gesprächsrunde

    Am 30.09 um 16H00 70 Jahre, in denen kreiert, ausprobiert, konfrontiert wurde. Und nun? In einer Zeit, in welcher Budgets eine Schlinge um den Hals geworfen und immer mehr privatisiert wird, wie kann da ein Theater überstehen? Mit eingeladenen Gästen aus Frankreich und europäischen Städten wird über die Zukunft dieser so wichtigen Bühnen gesprochen. Nehmen Sie daran teil und reden Sie mit!

  • CDE Story

    CDE Story

    Am 30.09 um 20H00 (Reservierungspflichtig) Wir wären nicht in Frankreich, wenn dieses Wochenende nicht mit einem Abendessen zu Ende gehen würde! Währenddessen geschmaust wird, berichten Schauspieler der Comédie de l’Est von der Geschichte der Dezentralisierung, zeichnen das Bild der ehrwürdigen Personen und lassen uns damit ein aufregendes Kapitel durchleben. Sozusagen ein Hörbuch-Brot. Na dann, guten Appetit!

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