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Der Internationale Orgelsommer Karlsruhe lädt vom 19. Juli bis 23. August 2026 bereits zum 30. Mal in die Evangelische Stadtkirche am Karlsruher Marktplatz ein. An sechs Konzertabenden präsentieren zum kleinen 30-jährigen Jubiläum des Festivals besonders hochkarätige Künstlerinnen und Künstler aus Italien, England, Kanada, Schweden, Frankreich und Deutschland die beeindruckende Klangvielfalt der beiden außergewöhnlichen Orgeln der Evangelischen Stadtkirche: ein französisch-barockes Instrument der Orgelbaufirma Rémy-Mahler und eine romantische Orgel der Firma Steinmeyer. Gemeinsam eröffnen sie nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für die authentische Interpretation unterschiedlichster musikalischer Stilrichtungen.

Dank einer Videoübertragung auf Großleinwand können die Besucherinnen und Besucher die Kunst der Konzertierenden dabei nicht nur hören, sondern auch aus nächster Nähe verfolgen. Bereits vor jedem Konzert lädt die Gesprächsreihe „Das Blaue Sofa“ jeweils von 19.30 bis 20.00 Uhr dazu ein, die Organistin oder den Organisten des Abends persönlich kennenzulernen und spannende Einblicke in das Programm zu erhalten. „Die 30. Ausgabe des Internationalen Orgelsommers Karlsruhe verspricht ein besonders hochkarätig besetztes Orgel-Festival zu werden.“, so der künstlerische Leiter, Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser. „Facettenreiche Konzertprogramme, welche nicht nur die Herzen von Orgelliebhabern höherschlagen lassen!“

  • Sonntag, Juli 2026, 20.30 Uhr / Paolo Oreni (Mailand)

Werke von Bach, Mozart, Liszt, Raiser sowie Improvisationen

Paolo Oreni begann bereits im Alter von elf Jahren sein Studium in den Fächern Orgel und Orgelkomposition am Musikinstitut „Gaetano Donizetti“ bei Giovanni Walter Zaramella. Dank mehrerer Stipendien setzte er seine Ausbildung ab 2000 am Nationalkonservatorium Luxemburg fort und gewann dort 2002 den ersten Preis des internationalen Wettbewerbs „Prix Interrégional-Diplôme de Concert“.

Prägende künstlerische Impulse erhielt Paolo Oreni unter anderem von Jean-Paul Imbert, Lydia Baldecchi Arcuri und insbesondere Jean Guillou, bei dem er Meisterkurse an bedeutenden Orgeln wie der Tonhalle Zürich und St. Eustache in Paris besuchte.

Die Süddeutsche Zeitung würdigte ihn als außergewöhnlich präzisen und talentierten Organisten. Paolo Oreni gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, darunter 2004 eine besondere Auszeichnung beim Wettbewerb „Ville de Paris“. Er konzertierte mit Musikern des Mailänder Scala-Orchesters sowie mit renommierten Orchestern in Italien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz und ist regelmäßig Gast bedeutender europäischer Festivals.

Internationale Bekanntheit erlangte Paolo Oreni zudem mit seiner selbst entworfenen Konzertorgel

„Wanderer“, der größten transportablen Orgel der Welt. Zahlreiche CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen, unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Seit 2006 gibt er regelmäßig Meisterkurse für Improvisation und Literaturspiel und ist darüber hinaus als Juror bei internationalen Wettbewerben sowie als Orgelsachverständiger bei der Planung moderner Pfeifenorgeln tätig.

  • Sonntag, Juli 2026, 20.30 Uhr / Sonderkonzert mit Anna Lapwood (London)

Werke von Gigout, Einaudi, Rachel Portman und Hans Zimmer

SWR Kultur wird dieses Konzert exklusiv begleiten.

Tickets: 32 € / 25 € ermäßigt – Für dieses Konzert ist der Vorverkauf bereits geschlossen. Noch kann man sich auf eine Warteliste für Restkarten setzen lassen: kantorat@citykirche-karlsruhe.de

Anna Lapwood ist assoziierte Künstlerin der Royal Albert Hall in London und Musikdirektorin am Pembroke College in Cambridge. 2023 wurde sie mit der Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music sowie dem renommierten Gamechanger Award der Royal Philharmonic Society ausgezeichnet.

Sie konzertiert regelmäßig mit führenden Sinfonieorchestern und tritt in Konzerthäusern und Kirchen in Europa und den USA auf. Ihr Debüt in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles gab sie 2024. Zu ihren musikalischen Partnern zählen unter anderem Alison Balsom, Bonobo und Benedict Cumberbatch.

Als Moderatorin feierte Anna Lapwood ihr Debüt bei BBC Young Musician, dessen Juryvorsitz sie 2022 innehatte. Darüber hinaus moderierte sie eine Fernsehübertragung der Proms und ist regelmäßig in den Programmen von BBC Radio 3 und BBC Radio 4 zu hören. Mit mehr als einer Million Followern in den Sozialen Medien erreicht sie zudem ein großes internationales Publikum.

Als erste Frau in der 560-jährigen Geschichte des Magdalen College Oxford erhielt Anna Lapwood das dortige Orgelstipendium. Seit 2022 ist sie Botschafterin des Cathedral Music Trust. Mit dem jährlich stattfindenden Cambridge Organ Experience for Girls engagiert sie sich zudem für die Förderung des musikalischen Nachwuchses.

2022 kuratierte und bearbeitete sie für Stainer & Bell die Anthologie „Gregoriana“ mit zwölf neuen Orgelwerken von Komponistinnen, die von Presto Music als Publikation des Jahres ausgezeichnet wurde. Nach vier erfolgreichen Alben bei Signum Classics wechselte Anna Lapwood 2023 zu SONY Classical und veröffentlichte dort die EP „Midnight Sessions at the Royal Albert Hall“ sowie das Album „LUNA“.

  • Sonntag, August 2026, 20.30 Uhr / Isabelle Demers (Montréal)

Werke von Bach, Brahms und Clara und Robert Schumann

Die für ihr „mitreißendes virtuoses Spiel“ und ihre „furchtlose Außergewöhnlichkeit“ gefeierte Organistin Isabelle Demers begeistert weltweit Publikum und Fachpresse. Konzertreisen führten sie durch Europa, Oman, Australien, Neuseeland, die USA und Kanada. Sie gastierte unter anderem in der Elbphilharmonie Hamburg, der Berliner Philharmonie, der Royal Albert Hall London, bei den BBC Proms, in der Verbotenen Stadt in Peking, der Disney Hall Los Angeles sowie der Maison Symphonique in Montréal.

Als gefragte Interpretin trat Isabelle Demers bei zahlreichen Kongressen der American Guild of Organists, der Organ Historical Society und weiterer internationaler Fachverbände auf. Mehrere CD-Einspielungen erschienen bei Acis und Pro Organo. Aktuell arbeitet sie an einer Doppel-CD mit Werken von Raymond Daveluy und Rachel Laurin.

Die aus Québec stammende Musikerin promovierte an der Juilliard School in New York. Sie ist Associate Professor für Orgel an der McGill University und Organist-in-Residence an der Church of St. Andrew & St. Paul in Montréal. Für die Jahre 2025 bis 2027 wurde Isabelle Demers zudem als Gastprofessorin an die Norwegische Musikakademie in Oslo berufen.

  • Sonntag, August 2026, 20.30 Uhr / Johannes Skoog (Stockholm)

Werke von Bach, Franck, Alain und Nyman

Johannes Skoog zählt zu den herausragenden jungen Organisten Schwedens. 2024 gewann er den Ersten Preis sowie den Bach-Preis beim Canadian International Organ Competition. Darüber hinaus wurde er von Seiner Majestät, dem König von Schweden, zum neuen Hoforganisten ernannt und ausgezeichnet.

Konzertengagements führten Johannes Skoog bereits an bedeutende Spielstätten in ganz Europa, darunter das Bozar in Brüssel, die Kathedrale Notre-Dame in Paris und die Philharmonie de Paris.

Seine Studien absolvierte er an der Königlichen Musikhochschule Stockholm, am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris sowie an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart – jeweils mit höchster Auszeichnung. Als bislang einziger Student in der Geschichte des Pariser Konservatoriums erhielt Johannes Skoog in beiden Jahren seines Masterstudiums die höchste Auszeichnung im Fach Orgelinterpretation.

Zu seinen Lehrern zählen Olivier Latry, Nathan Laube, Louis Robilliard, Michel Bouvard, Thierry Escaich und Mathias Kjellgren. Darüber hinaus war Johannes Skoog Assistenzorganist an den Kathedralen von Västerås und Stockholm sowie an der Hedvig-Eleonora-Kirche. Seit geraumer Zeit ist er königlicher Hoforganist in Stockholm.

  • Sonntag, August 2026, 20.30 Uhr / Vincent Dubois (Paris)

Werke von Bach, Franck, Liszt, Ravel sowie Improvisationen

Vincent Dubois studierte am Conservatoire de Paris bei Olivier Latry und wurde dort vielfach in den Fächern Orgel, Harmonielehre, Kontrapunkt, Fuge und Komposition ausgezeichnet. Bereits 2002 gewann er mit der Calgary International Organ Competition und dem Wettbewerb „Xavier Darasse“ in Toulouse zwei bedeutende internationale Wettbewerbe.

Heute zählt Vincent Dubois zu den weltweit gefragtesten Organisten. Als Solist arbeitete er mit renommierten Orchestern wie der Los Angeles Philharmonic, dem Orchestre National de France und dem Radio-France Philharmonic zusammen. Dabei musizierte er unter Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Myung-Whun Chung und François-Xavier Roth.

Gastspiele führten Vincent Dubois zu bedeutenden Festivals und Konzertsälen Europas, Amerikas und Asiens, darunter die Berliner Philharmonie, das Wiener Konzerthaus, die Elbphilharmonie Hamburg und die Suntory Hall in Tokio.

Neben zahlreichen Rundfunkproduktionen gibt er regelmäßig Meisterkurse an Hochschulen und Universitäten weltweit. Von 2014 bis 2017 war er Artist in Residence an der University of Michigan. Nach leitenden Positionen an den Konservatorien in Reims und Straßburg wurde er Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik Saar. Seit 2016 ist Vincent Dubois Titularorganist der Hauptorgel von Notre-Dame de Paris.

  • Sonntag, August 2026, 20.30 Uhr / Christian-Markus Raiser (Karlsruhe)

Werke von Bach, Mendelssohn, Bartók, Satie und Widor

Seit nunmehr 30 Jahren prägt Christian-Markus Raiser als engagierter Kantor und Organist die Evangelische Stadtkirche Karlsruhe, die Bischofskirche der Evangelischen Landeskirche in Baden. Als künstlerischer Leiter verantwortet er zahlreiche Konzertreihen, darunter auch den Internationalen Orgelsommer Karlsruhe. Er leitet den Bachchor Karlsruhe, den Kammerchor CoroPiccolo Karlsruhe sowie die Singschule Cantus Juvenum Karlsruhe. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Stadtkirche zu einem bedeutenden Zentrum der Kirchenmusik für Karlsruhe und die gesamte Region. 2007 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt, 2022 erhielt er die Staufer-Medaille des Landes Baden-Württemberg für seine Verdienste um Gesellschaft, Kirche und Kultur.

Konzertreisen führten Christian-Markus Raiser zu internationalen Musikfestivals sowie an bedeutende Kirchen und Orgeln im In- und Ausland. Zahlreiche CD-Produktionen sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren seine vielseitige künstlerische Tätigkeit. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Neue Musik: Zahlreiche Werke namhafter Komponistinnen und Komponisten brachte er zur Uraufführung.

Darüber hinaus erweitert er mit eigenen Kompositionen für unterschiedlichste Besetzungen sein künstlerisches Schaffen. Kooperationen mit dem SWR, dem Zentrum für Kunst und Medien, dem Badischen Staatstheater sowie Einladungen zu Festivals wie „ZeitGenuss“, den Internationalen Händelfestspielen, dem Festival de Santander oder den Orgelfestivals in Warschau, Danzig und Gent unterstreichen die Vielfalt seines Wirkens.

citykirche-karlsruhe.de


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