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Ein Meisterduo

Die 29. Ausgabe des Festival International de Colmar steht unter der Leitung zweier hervorragender Dirigenten: Vladimir Spivakov, der bereits seit 1989 die Zügel des Festivals hält, und Michel Plasson, glühender Verehrer des französischen Repertoire, dem sich das Festival in diesem Jahr widmet. 

Indem sie den 83-jährigen Michel Plasson, ein legendärer, französischer Dirigent, eingeladen haben, der seit 30 Jahren das Orchestre du Capitole de Toulouse leitet, war es offensichtlich, dass Vladimir Spivakov ein Programm zusammenstellen würde, das dem Dialog zwischen russischer und französischer Musik den Vorzug gibt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem französischen Repertoire des 19. und 20. Jahrhundert, das Plasson mit Leidenschaft vertritt und dem er im Laufe seiner Karriere auf der ganzen Welt zu neuem Glanz verholfen hat. Es ist also logisch, dass Ravel und Dutilleux das Festival unter der musikalischen Leitung von Plasson eröffnen (mit François René Duchâble am Klavier) und dass ein Konzertabend rund um Tschaikowsky unter der Leitung von Spivakov (mit Clara-Jumi Kang an der Sologeige)es abschließt. Das ganze Programm spiegelt diese Idee des französisch-russischen Dialogs zwischen den beiden Dirigenten und ihren künstlerischen Netzwerken wider, aber auch das Programm mit den bekanntesten Komponisten (Saint-Saëns, Scriabine, Massenet, Bizet, Rachmaninow, etc.) mit besonderem Vermerk auf Berlioz, dessen Damnation de Faust Michel Plasson mit großem Enthusiasmus ein weiteres Mal in konzertanter Form dirigieren wird. Insgesamt gibt es 19 Konzerte, von denen mehrere mit jungen Talenten der Académie international de Musique Française besetzt werden, die in drei symbolträchtigen Bauwerken in Colmar stattfinden, im Koïfhus, in der Chapelle Saint Pierre und in der Église Saint Matthieu. Darüberhinaus gibt es als kleinen Bonus die Konzerte des Off, die alle kostenlos sind und an verschiedenen Orten stattfinden, was eine Möglichkeit eröffnet, diese schöne Stadt durch Musik zu entdecken. (C.I.)


La sélection Szenik :

  • Soirée Dutilleux & Ravel

    Soirée Dutilleux & Ravel

    Am 05.07. um 21:00 Uhr in der Église Saint Matthieu  Für das Eröffnungskonzert des Festivals hat Michel Plasson die berühmte Symphonie Le Double von Dutilleux und den meisterhaften Boléro von Ravel ausgewählt, zwei glückbringende Werke seiner Karriere. Ebenfalls gibt es das Concerto pour la main gauche zu hören, interpretiert von seinem alten Kollegen und Freund, dem Pianisten François-René Duchâble.

  • Soirée Berlioz - La Damnation de Faust

    Soirée Berlioz - La Damnation de Faust

    Am 08.07. um 21:00 Uhr in der Église Saint Matthieu  Fasziniert von Goethes Faust, den er als eines der „prägenden Ereignisse seines Lebens“ ansah, hat Berlioz seiner Damnation de Faust die besondere Form einer dramatischen Legende gegeben, eine Abfolge von Bildern, die ein Gipfelwerk der französischen Musik der Romantik darstellen. Michel Plasson, dem dieses Werk wohlbekannt ist, wird für eine konzertante Version mit dem Mezzosopran Sophie Koch, dem Tenor Marc Laho und dem Bass Nicolas Courjal, am Pult stehen.

  • Soirée Rachmaninow

    Soirée Rachmaninow

    Am 09.07. um 21:00 Uhr in der Église Saint Matthieu  Dieser Abend ist ganz Sergei Rachmaninow gewidmet, dem Lieblingskomponisten von Vladimir Spivakov und dem jungen Pianisten Alexander Romanovsky, der bereits 2010 in Colmar auftrat. Er wurde 1984 in der Ukraine geboren und ist ein Schützling von Spivakov, der ihn auf die Tournee des Virtuoses von Moskau mitnahm, obwohl er gerade erst 11 Jahre alt war. Heute lebt Romanovsky in Italien, wo er sein Studium abgeschlossen hat und Preisträger des Concours Busoni (Bolzano) wurde. Er spielt auf der ganzen Welt, mit einer Vorliebe für Rachmaninow.

  • Soirée Schönberg / Mozart / Mahler

    Soirée Schönberg / Mozart / Mahler

    Am 10.07. um 21:00 Uhr in der Église Saint Matthieu  Zur Abwechslung eine Reise nach Österreich, mit dem wunderbaren Stück Verklärte Nacht von Schönberg, dem Klavierkonzert in A-Dur Nr. 23 von W.A. Mozart, mit dem talentierten Adam Laloum am Klavier, und der 4. Symphonie von Gustav Mahler, bei der wir die junge, italienische Sopranistin Francesca Sorteni entdecken, die mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der 1. Platz beim Concours international de chant Mario Lanza 2014.

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