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sowie Werke von Antonio Vivaldi und Giovanni Gabrieli

Der Venezianer Markusdom mit seiner verwickelten Architektur und den verschiedenen im Kirchenraum verteilten Emporen spielte eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Mehrchörigkeit: in die Struktur der Musik eingebaute Stereoeffekte, für die etwa Giovanni Gabrieli mit seinen um 1600 veröffentlichten instrumentalen Canzoni berühmt wurde. Gut ein Jahrhundert später wirkte Antonio Vivaldi in der Lagunenstadt und brachte die Gattung des Instrumentalkonzerts, das ebenfalls von einem akustischen Wechselspiel, nämlich zwischen Solist und Ensemble, lebt, zu einer ersten Blüte.

Im Programm des Kirchenkonzerts treffen Stücke von Gabrieli sowie Cello- und Fagottkonzerte von Vivaldi auf die meditativen wie mystischen Werke des zeitgenössischen estnischen Komponisten Arvo Pärt. Und mehr noch: Sie werden miteinander verschränkt und bieten dabei durch verschiedene Positionen der Ensembles in der Stiftskirche St. Arnual den Zuhörer*innen ungewöhnlichen Raumklang und ein ähnliches Stereoerlebnis wie einst in San Marco.

Saarländisches Staatsorchester

Dirigent

Justus Thorau


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