Tanz Bildschirm, tanz!
Wir leben in einer Zeit, in der Bildschirme die Welt regieren. Sie scheinen ein elfter Finger an unseren Händen, Briefkasten, Kino, Einkaufskorb, Telefon zugleich zu sein und passen dennoch praktisch in die Jackentasche. Aufgrund ihres Platzes, den sie in unserem alltäglichen Handlungsgeschehen einnehmen, setzen sich auch immer mehr Künstler mit diesem Mittel und Medium auseinander.
Theateraufführungen haben heute oft eine Kamera auf der Bühne stehen. Das 1. International Screendance Festival Freiburg beschäftigt sich nun mit einer interdisziplinären Kunstform, dem Screendance. Diese verbindet Tanz mit Choreografie, Bildender Kunst, Performance, Film und Kino. Daraus entstehen poetische, sinnliche, tiefgründige Filme, die das Wort Spektakel über die Bühne hinaus und auf die Leinwand ziehen, und es somit weiter definieren. Wird die Leinwand hier zum Tänzer?
Eine Jury aus Experten und dem Team der Tanzsparte des Theater Freiburgs stellt in den kommenden Tagen internationale Künstler und ihre Werke vor. Jedes dieser Projekte klingt wie ein kleines Abenteuer! Sei es Goldgelb von Stephan Dorn, Orientation von Sarah Stolar, 4:44 von Lindon Shimizu & Mira Myllys, Bois blessé von Annabelle Chassaing, In Transit von Jacqueline Kooter, This Dance has no end von Fenia Kotsopoulou oder The extraordinary Madness of the Blue-Haired von Stella Koulouvardi. Zudem gibt es Workshops und Lesungen, in denen dieses Kapitel der Tanzgeschichte genau unter die Lupe genommen und selbst versucht werden kann. Die Preisvergabe findet am letzten Tag statt. Ob da zum Schlüsselwort Champagner ein Tanzfilmchen gedreht wird? In Freiburg können Sie dies herausfinden!
Foto: Jacqueline Kooter
Weitere Informationen
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Eine Kooperation zwischen der Tanzsparte des Theater Freiburg unter der Künstlerischen Leitung von Kuratorin Dr. Adriana Almeida Pees als Initiatorin und den beiden Screendancexpert_innen und Begründer_innen des Festival International de Vidéo Danse de Bourgogne Marisa C. Hayes und Franck Boulègue und wird in Partnerschaft mit dem Kommunalen Kino (KoKi) und seinen Leiter_innen Rita Braukowitz und Neriman Bayram ausgerichtet.































