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Die verschlungenen Pfade der Erinnerung

Der Pianist Tigran Hamasyan ist mit dem Kammerchor von Eriwan auf Tournee: Musikalisch lässt er uns in einen einzigartigen Kosmos eintauchen, der an seine armenischen Wurzeln anknüpft.

Mit einer Musik, die geprägt ist von Rockgrößen wie Led Zeppelin oder The Tools und klassischen Komponisten wie Grieg und Satie, lässt sich Tigran Hamasyan keiner Kategorie zuordnen. Sein neues Projekt Luys i Luso ist eine Bearbeitung armenischer Kirchenmusik und eine Hommage an seine Wurzeln. Es enthält Stücke von sieben unterschiedlichen Komponisten, allesamt für Klavier und Gesang arrangiert. Obwohl das Album erst diesen Herbst erscheint, startete Hamasyan bereits im März mit dem Kammerchor von Eriwan seine Tournee. Die Konzerte finden in Kirchen statt und beschreiben in betörend schönen lyrischen Klängen die Landschaft und Kultur Armeniens. Die musikalische Reise stimmt nachdenklich, ja sogar andächtig – gerade jetzt, wo des Genozids gedacht wird, der vor genau hundert Jahren begann. Sein Konzert in Straßburg bietet die Gelegenheit, in die Mäander der Erinnerungen abzutauchen.  (L.B.)

 


Etiketten:Free Jazz - Klavier

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