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Momentaufnahme

Zwei Körper, ein Seil, ein Raum. Mit Lichtspiel und impressionistischen Videoanimationen erkunden zwei Seiltänzerinnen das subtile Verhältnis zwischen Zerbrechlichkeit und Kontinuität.

Autour du domaine verfolgt die Bewegungen zweier Körper, die versuchen sich im „Domaine“  (Gebiet) zurechtzufinden, ständig auf der Suche nach Stabilität. Reflektionen und Lichtspiele erhellen die schummrige Atmosphäre in der sich die Tänzerinnen bewegen und erschaffen im Zusammenspiel mit Videoanimationen, die den Boden beweglich werden lassen, eine Art Lebensraum ringsum das Seil. Außer dem Stahlseil gibt es eine nicht sofort erkennbare schwarze Kordel, beide zeichnen 2 Spannungen im Raum. Sie tragen und hemmen die Körper, einerseits sind sie Orte der Sicherheit, ein Territorium auf dem die Tänzerinnen sich auskennen, andererseits im Ursprung doch riskant. Seil und Kordel werden in dieser Vorstellung grenzenlos erforscht und keineswegs im klassischen Stil akrobatisch genutzt. Die Körper der beiden Frauen wölben sich langsam um und auf das Seil, aus der Höhe und auch aus der Frontperspektive, sodass sie grenzenlos, ohne Distanz auf einer Ebene sind. Begleitend erzählt eine flüsternde Stimme aus dem Off Textauszüge aus Du Domaine  des Poeten Guillevic, die eintauchen lassen in eine angenehme fast schon hypnotische Stimmung: Das Werk diente als erste Inspiration für diese Kreation. Auch die Geräuschkulisse gibt dem Ganzen eine besondere Note: Vor Ort werden die Vibrationen der Tänzerinnen sowie ihre Bewegungen verstärkt und abgespielt, sodass jedes Zögern, Elan, feine Impulse der Körper, hörbar werden. (C.S)

 


Etiketten:Zirkus

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