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Eine andere Geschichte

Eszter Salamon wendet sich rituellen und folkloristischen Tänzen zu, um die Geschichte des 20. Jahrhunderts neu zu schreiben.

Seit ihren Anfängen im Jahr 2001 zeigt Eszter Salamon ihre innovativen Formen und eine engagierte, choreographische Schreibweise. Seit 2014 arbeitet sie an einer Serie von „Monument-Stücken“, um eine Geschichte der Menschen zu schreiben, die nicht durch die Mär von Nationen und Ideologien verfälscht ist. Erstes Stück dieser Reihe rund um die Geschichte des 20. Jahrhunderts, Monument 0, beobachtet die Welt durch das Prisma volkstümlicher Tänze und Stammestänze der fünf Kontinente. Anstatt in den Geschichtsbüchern zu suchen, schaut Eszter Salamon lieber, was die westliche Epoche verbannt hat. Von Tänzen aus Afrika, dem Mittleren Orient, dem Irak und dem Iran, Tänzen aus Tibet, Bali, den Philippinen und vom karibischem Voudou-Kult inspiriert realisiert sie ein choreographisches Objekt, das gleichzeitig Tanz und Krieg, die Formen der Auswirkungen und der Verdrängung hinterfragt, während sie gleichzeitig jede präzise Referenz ausradiert.
Magisch und schrill spielt dieses dokumentarische Schauspiel mit der Magie des Schwarzen, den Phänomenen des Erscheinens und Auslöschens, den Metamorphosen des Körpers. Solos, Duos, Trios und Gruppentänze evozieren wie in einem Traum verflogene Ängste, exotische Wunschvorstellungen, vergessene Körper. Und sie verfolgen die kollektive Erinnerung und unsere einzelnen Schicksale. An der Schnittstelle von Sinnlichem und Politischem erzeugt das Stück einen ästhetischen und kulturellen Schock.


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