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Die Kaserne Basel lädt am 12., 13. und 14. Juni zum kleinsten Roadtrip der Welt ein. Dieser findet in Waldenburg (BL) statt. Countryside 1 – Waldenburg besteht aus einem theatralen Parcours durch Waldenburg, der von Regisseur Maximilian Hanisch in Zusammenarbeit mit dem Masterstudio Scenography der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel/ FHNW entwickelt wird.

Der Parcours endet in den Räumen der ehemaligen Firmenzentrale der Revue Thommen AG. Die aufgegebene und heute verlassene Uhrenfabrik, für die einst Arbeiter*innen täglich nach Waldenburg pendelten, wird zur Bühne für eine Inszenierung, die nach der Zukunft des ländlichen Raums und von Waldenburg fragt. Auf der Bühne steht eine Performerin, die von ihrer Reise hierher und ihren Begegnungen und Erlebnissen berichtet. Vor den Augen des Publikums verknüpft sie eigene Erlebnisse, Interviewtexte und Videos und versucht, so ein Bild von einer Gemeinde in Veränderung zu zeichnen.

Ein Bustransfer ab Kaserne Basel ist im Ticket inbegriffen. Die Tickets gelten auch für den Parcours. Zudem besteht die Möglichkeit, nur den Parcours inkl. Bustransfer zu buchen.

Countryside 1 – Waldenburg beschäftigt sich mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, mit denen der ländliche Raum in der Schweiz konfrontiert ist.  Aus Basel-Stadt reisen die Zuschauer*innen mit dem Bus ins Waldenburgertal in Baselland. Und aus Waldenburg reisen die Menschen durch ihre eigene Gemeinde. Gemeinsam bewegt ihr euch durch eine Landschaft, die auf den ersten Blick ländlich und idyllisch aussieht: Ein pittoreskes Zentrum, das Stedtli, umgeben von grünen Wiesen, einer Burgruine und dichten Wäldern, die sich an den Ausläufern des Jura hinaufziehen. Je näher ihr herangeht, desto mehr erfahrt ihr über eine komplexe Geschichte, die vom Handel über den Pass des Hauenstein, die Uhrenindustrie und ihren Weggang geprägt ist.

Regisseur Maximilian Hanisch, selbst auf dem Land aufgewachsen, hat die Hälfte seines Lebens in Städten gelebt. Erst als er in die Schweiz zog, wo das Land eine andere Sichtbarkeit und politische Bedeutung hat, fand er einen Grund zurückzukehren. Zusammen mit Menschen aus Waldenburg, der Performerin Jasmin Gloor, seinem Produktionsteam, sechs Studierenden des Masterstudiums Scenography der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel/ FHNW und ihren Dozent*innen lädt er das Publikum zum kleinsten Roadtrip der Welt ein.

Maximilian Hanisch ist Regisseur und Performer. Er studierte Schauspielregie am Thomas Bernhard Institut des Mozarteums Salzburg und Expanded Theatre an der Hochschule der Künste Bern. In seinen Projekten ist er beständig auf der Suche nach inhaltlich und formal neuem Terrain und wählt den Einsatz der Mittel entsprechend dem Thema. Er organisiert Bilder und Texte nach musikalischen Prinzipien und kombiniert dabei Arbeitsweisen aus zeitgenössischem Tanz, dokumentarischem Theater und bildender Kunst. Dazu wählt er Themen mit hoher politischer Relevanz aus und ü bersetzt sie in theatrale Modelle. Thematische Schwerpunkte sind die Verbindung von moderner Überwachungstechnologie und digitaler Intimität, die Übersetzung von Diskursen aus Architektur und Stadtplanung ins Theater und die Nutzung von Filmplots als performative Gerüste. Seine Arbeiten wurden u.a. in der Dampfzentrale Bern, der Kaserne Basel, dem Roxy Birsfelden, dem Theater Neumarkt Zürich, Belluard Festival Fribourg, in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, beim Kunstfest Weimar, dem Gogolfest Kiew und dem Ming Contemporary Art Museum Shanghai gezeigt.

www.kaserne-basel.ch


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