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Am Theater Trier ist ein selten gespieltes Meisterwerk eines der letzten Romantiker deutscher Komposition zu erleben. Engelbert Humperdincks „Königskinder“ vereint die Musikalität Richard Wagners und die Zugänglichkeit von Volksweisen in einer meisterlich gewirkten Komposition. Am Samstag, 11. April feiert das heimliche Hauptwerk Humperdincks um 19:30 Uhr Premiere in einer halbszenischen Einrichtung, in der die Bilder die Musik wirken lassen.

 

Ein deutsches Kunstmärchen erobert New York. Mit seinen „Königskindern“ ist Engelbert Humperdinck 1910 ein echter Coup gelungen, was vor allem an der genau austarierten Komposition liegt. Das Publikum der New Yorker Met war begeistert, ließ Puccini links liegen und hörte sich lieber das Kunstmärchen eines der letzten deutschen Romantiker an. Der hatte in Bayreuth bei Richard Wagner assistiert und dessen Stil weiterentwickelt und mit volkstümlichen Melodien bereichert. In dieser meisterhaften Mischung entstanden zwei der großartigsten Märchenopern. Die „Königskinder“ waren lange Jahre im Schatten der sehr viel bekannteren Oper „Hänsel und Gretel“ verschwunden – durchaus zu Unrecht. New Yorker Zeitungen schrieben nach der Uraufführung von der „wertvollsten Oper der nachwagnerschen Zeit“. Nun ist Humperdincks heimliches Hauptwerk am Theater Trier vor allem musikalisch wiederzuentdecken.

 

Das Regieduo Eike Ecker und Ulrich Schulz richten die Inszenierung halbszenisch ein und lassen so viel Raum für die Musik, während die ausdrucksstarken Bilder des Abends einen weiteren, ganz eigenen Raum eröffnen. Durch die melodiös gewobenen Bögen leitet GMD Jochem Hochstenbach das Musiktheaterensemble. Humperdinck erzählt in der Oper auf seine ganz eigene, unnachahmliche Weise das Märchen der Gänsemagd und des Königssohns. Sie wird von der Hexe im Bann gehalten, er will Land und Leute kennenlernen. Und natürlich, beide verlieben sich ineinander. Als der König stirbt, weissagt die Hexe, dass am nächsten Tag um 12 Uhr der neue König durch das Stadttor schreitet. Während die Stadtbewohner die geflohene Gänsemagd und den als Knecht verkleideten Königssohn als Hochstapler vertreiben, erkennen alleine die Kinder die Liebenden als neues Königspaar.

 

Humperdinck hat mit den „Königskindern“ ein Meisterwerk geschaffen, das lange Jahre Rarität war. Erst in den vergangenen 30 Jahren taucht es immer häufiger in den Spielplänen auf und lässt die spätromantische Musik humperdinckscher Manier wieder klingen. Ab Samstag, 11. April sind die „Königskinder“ auch am Theater Trier zu erleben.

 

Musikalische Leitung: GMD Jochem Hochstenbach

Halbszenische Einrichtung: Eike Ecker, Ulrich Schulz
Ausstattung und Lichtdesign: Ulrich Schulz
Chordirektion: Martin Folz

Dramaturgie: Malte Kühn

 

Mit: Gustavo Eda, Yuriy Hadzetskyy, Ryosuke Haskell Sato, Taeryul Kim, Vanessa Lisette López-Gallegos, Yusuke Matsumura, Lara Rieken, Derek Rue, Silja Schindler, Karsten Schröter, Janja Vuletic, Danita Weatherstone

 

Opern- und Extrachor des Theaters Trier
Kinder- und Jugendchor des Theater Trier

Philharmonisches Orchester der Stadt Trier

www.theater-trier.de


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