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Eine Ode an die Fantasie

In dieser Oper werden der Liebe wieder böse Streiche gespielt. Jedoch sorgt die Inszenierung und Musik für enthusiastische Perlentränen.

Henry Purcells einzige Oper Dido and Aeneas wurde 1689 uraufgeführt. Schon zu Lebzeiten galt der englische Komponist zu den bedeutendsten Musikschreiberlingen seiner Zeit. In diesem Werk der Barockmusik lässt er den Kummer Liebender sich bis in die Unerträglichkeit zerreißen.
Nach dem Ende des trojanischen Krieges flieht Aeneas nach Karthago, zu Dido und, wie es das Opernschicksal so möchte, beide verlieben sich ineinander. Eine Liebe, die wie ein zarter Regen fällt und so lieblich erfreut, wie die ersten Sonnenstrahlen am Morgen. Allerdings hat Dido eine Zauberin als Feindin, die sich zwischen die junge Liebe stellt. Ob Verwünschungen der jungen Verbundenheit etwas anhaben können?
In dieser Inszenierung schwingt die Fantasie den Taktstock. Die Geschichte wird an den Strand Karthagos versetzt. Märchenhaft entsteht ein zauberhaftes Meeresreich aus Meerjungfrauen und mythischen Wesen. Die beiden Regisseure, Cécile Roussat und Julien Lubek, lassen Akrobaten mit den Herzensangelegenheiten der Figuren durch die Lüfte fliegen. Zirkus und Tanz mischen sich mit darunter – eine Welt aus malerischer Schöpferkraft und feinfühliger Musik entsteht in diesem Opernsaal. So einzigartig, dass Sie sie vermutlich nie mehr verlassen wollen. (J.L.)

Mit
Roberta Invernizzi, Benoit Arnould, Katherine Crompton, Carlo Allemano, Jenny Daviet, Caroline Meng, Benedetta Mazzucato

Guy van Waas, musikalische Leitung
Thibaut Lenaerts, Chorleiter 

Orchester « Ensemble Les Agrémens » / Chœur de Chambre de Namur

Foto: Le Shlemil Théâtre


Etiketten:Barock - Oper

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