Preiset den Herrn
Die Lebensgeschichte Jesu von der ersten Ankündigung über den Tod bis hin zur glorreichen Auferstehung – ob zu Weihnachten, zu Ostern oder mitten im Sommer, Händels Messiah ist eigentlich immer schön.
Hallelujah – dieses berühmte Stück aus Händels Messiah kennt wohl beinahe jeder. Eine angeblich auf König Georg II. zurückgehende Tradition ist, bei diesem musikalischen Erkennungsmerkmal aufzustehen, denn es ist so ergreifend, dass es einen buchstäblich vom Hocker reißt. Händel zeigt in diesem Oratorium sein ganzes kompositorisches Können: von dramatischen Arien über ruhige Rezitative, von kraftvollen Kommentaren des Chores zu schwungvoll-eleganten Instrumentalpassagen, für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Zu seiner Entstehungszeit sah sich das Stück jedoch schwerwiegenden Vorwürfen gegenüber: Geistliche Musik über das Leben Jesu Christi, die als leichte Abendunterhaltung verwendet werden sollte! Blasphemie! Händel entkräftete diesen Vorwurf, indem er das Stück hauptsächlich in der Fastenzeit vor Ostern und später gelegentlich in der Adventszeit aufs Programm, und damit in einen religiösen Kontext setzte, weswegen wir es heute zumeist mit Weihnachten in Verbindung bringen. Heute freut sich das Werk außerordentlicher Beliebtheit, und das auf der ganzen Welt – egal zu welcher Jahreszeit. (R.S.)
Mit
Mary Bevan, Sopran
Tim Mead, Countertenor
Jeremy Ovenden, Tenor
Neal Davies, Bass
Tölzer Knabenchor
Kammerorchester Basel
Paul Mc Creesh, Leitung
Foto: Mary Bevan © Victoria Cadisch































