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Hör zu, das bin ich!

Das Rimini Protokoll gibt Kindern ein Mikrofon in die Hand und lässt sie von ihrem turbulenten Leben erzählen. Die Zuschauer unterdessen hören über Kopfhörer zu und bilden ein Orchester. Bewegend und einmalig.

 

Über Kopfhörer Musik oder eine Geschichte zu hören, ermöglicht es oft, viel tiefer in eine Erzählung oder Melodie hinein zu tauchen. Ein Gefühl des Alleinseins mit dem Erzähler breitet sich aus; jedes Wort dringt direkt und ohne Umwege ins Gedächtnis. Der Zuhörer ist der Handlung ausgeliefert, weiß nicht, wie die anderen darauf reagieren.

Solch interaktives Hörtheater hat das Rimini Protokoll mit dem Onassis Cultural Center in Athen kreiert. Schon vor zwei Jahren entstand das Projekt „Evros Water Walk“, in welchem Kinder und Jugendliche ihre persönlichen Geschichten erzählen. Sie berichten vom Verlust ihrer Eltern, von der Nacht, in der sie versuchten zu fliehen. Währenddessen läuft im Hintergrund John Cages „Water Walk“. Im weiteren Verlauf bitten die unsichtbaren Protagnisten ihre Zuhörer ein vor ihnen liegendes Instrument oder einen bestimmten Gegenstand in die Hand zu nehmen und damit Musik zu machen. Wie Dirigenten führen sie ihre unsicheren, improvisierten Instrumentalisten durch das Konzert.

Nun leben ein paar dieser Kinder in Europa. Wie ist es Ihnen wohl seitdem ergangen? Und was ist aus jenen Zurückgebliebenen geworden? Ein Stück, welches zeigt, wie nah wir uns doch sind… und für die Neugier am gemeinsamen Musikmachen wirbt.

Foto: Daniel Ammann

Die Homepage vom Rimini Protokoll


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