Musik, die aus dem Nichts entsteht, sich am Ende im Nichts verliert und dazwischen in sämtliche Winkel der Seele dringt: Gustav Mahlers 9. Sinfonie ist ein Abbild des menschlichen Lebens. Dieses monumentale Meisterwerk bringt das Bundesjugendorchester am Freitag, 12. Januar, 20 Uhr, auf die Bühne im Burghof Lörrach.
Die Empfindungen eines ganzen Lebens scheint Gustav Mahler vereint zu haben, wobei sich der Komponist in seiner letzten vollendeten Sinfonie besonders den Themen Tod und Vergänglichkeit widmete. Ganz sanft beginnt der erste Satz, bevor das Hauptthema zu Tage tritt. Es folgt ein Scherzo, das an einen Totentanz erinnert, ein Rondo, das die musikalische Hinwendung von der Romantik zur Moderne verstetigt und schließlich ein Adagio, in dem Mahler das Ende des Lebens hörbar gemacht hat. Kein Wunder also, dass die 9. Sinfonie als eines der wichtigsten Werke Mahlers, aber auch der gesamten Musikgeschichte gilt.
Unter ihrem musikalischen Leiter Alexander Shelly nimmt sich das Bundesjugendorchester (Nationales Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland) dieser Komposition an. Das Orchester besticht durch seine jugendliche Spielfreude, den Spaß an der gemeinsamen künstlerischen Kreation und durch die auf der Bühne freigesetzte Energie.
Seit mehr als fünfzig Jahren begeistert der vom Deutschen Musikrat ins Leben gerufene Klangkörper mit grenzüberschreitenden Projekten. Und dabei ist den aufstrebenden Musikerinnen und Musikern keine Herausforderung zu groß.
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