Auch in diesem Jahr fördert das Kulturamt den Regio-Orgelzyklus in St. Peter und Paul
Weil am Rhein. Der Regio-Orgelzyklus in der katholischen Kirche St. Peter und Paul wird seit vielen Jahren von der Gemeinde in Kooperation mit dem Kulturamt der 3-Länder-Stadt veranstaltet. Auch für 2023 konnte das Organisationsteam um André Wahl, Eric Kuntzmann und Michael Karolzak wieder ein attraktives Programm mit international renommierten Organisten zusammenstellen.
Jeweils sonntags um 17 Uhr werden am 8. Oktober Prof. Tobias Willi aus der Schweiz, am 15. Oktober der Franzose Prof. Thierry Mechler und am 29. Oktober Prof. Bernhard Marx aus Freiburg an der Metzler-Orgel hörenswerte Werke vortragen.
Tobias Willi lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste und widmet seinen Termin am 8. Oktober einer der bedeutendsten Organistenfamilien Frankreichs des 20. Jahrhunderts. „Une soirée chez la famille Alain…“ lautet der Titel des Konzerts, welches das Publikum in die Klangwelt von Vater Albert sowie seinen Söhnen Olivier und Jehan einführt. Deren Werke zeichnet eine besondere Behandlung bestimmter Register und die Beeinflussung durch neue Harmoniesysteme aus.
Am 15. Oktober wird Thierry Mechler in Weil zu Gast sein. Der gebürtige Elsässer ist Professor in Köln und zugleich Organist der Kölner Philharmonie. Er stellt drei französische Meister des 17. und 18. Jahrhunderts vor, unter anderem den weniger bekannten Musiklehrer der Kinder Ludwigs XV, Pancrace Royer, mit seinem virtuosen „Vertigo“. Darüber hinaus präsentiert er Werke von Nicolas de Grigny und Jean Philippe Rameau und stellt diese einigen Werke von Johann Sebastian Bach gegenüber. Als weiteren Höhepunkt erwartet das Publikum an diesem Termin eine Improvisation Mechlers.
Seinen Abschluss findet der diesjährige Regio-Orgelzyklus am 29. Oktober mit Bernhard Marx. Die geglückte Revision der Metzler-Orgel in der Kirche St. Peter und Paul Ende 2021 ist nicht zuletzt seinem Einsatz als erzbischöflicher Orgelinspektor zu verdanken. Mit „Deutsch-französischen Dialogen“ bietet er eine vielseitige, ernste bis heitere Zusammenstellung von französischen und deutschen Meisterwerken barocker Klassiker von Joseph Haydn und Johann Sebastian Bach bis zu Alexandre Guilmant und Claude Bénigne Balbastre. Auch der eindrucksvolle Schlusssatz der Ersten Symphonie von Louis Vierne ist Teil seines Repertoires.
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