Eine literarisch-musikalische Reise in den Osten, auf der Suche nach den kulturellen Spuren, die Europa geprägt haben. Minsk, Odessa, Istanbul und Sarajevo sind die Koordinaten. Die Route meidet die Hauptstrassen, sie folgt den Saumpfaden und den Schleichwegen. Dort finden sich die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, dort hören wir die Lieder der Nomaden, die Melodien der Witwen und der Waisen, den Gesang der Verfolgten und Vertriebenen. Sie erzählen vom Aufstieg und vom Untergang der Imperien, vom letzten Morgen im alten zuhause, vom ersten Abend in einem fremden Bett, von den Grenzen, die zu überwinden sind, von der geschmuggelten Ware, den verlorenen Kindern und von der wiedergefundenen Liebe. Einer wird ins Haus gelassen, die andere der Tür verwiesen. Jemand findet das Glück, manche nur das alte Elend an einem neuen Ort. Im Wechsel der Akkorde lösen sich die Generationen ab. Sprachen werden verboten und gehen vergessen, Bibliotheken verbrennen, von den Büchern bleibt nur, was jemand auswendig gelernt hat. Geschichten aus alten Zeiten? Es sind die Neuigkeiten des Tages. Damals wie heute entscheidet sich das Schicksal des Kontinents, seine Freiheit, sein Friede, im Osten. Es wird Zeit, dass wir uns auf die Reise machen.
Mitwirkende: Gwendolyn Masin (musikalische Leitung/Violine); Lukas Bärfuss (Text/Präsentation); Origin Ensemble: Jiska Lambrecht (Violine), Karolina Miskowiec (Violine), Martin Moriarty (Viola), Patrick Moriarty (Cello), Lars Schaper (Bass); Milkós Lukás (Zimbal); Söndörgö: Áron Eredics, Benjamin Eredics, Dávid Gergely Eredics, Salamon Eredics, Ábel Dénes
Programm: Werke von Antoine Auberson (*1957), Daniel Schnyder (*1961), Oleg Ponomarev (*1964),
Joseph Horovitz (1926-2022), Béla Bartók (1881-1945), Grigoraș Dinicu (1889-1949),
Ernest Bloch (1880-1959), Raymond Deane (*1953), George Gershwin (1898-1937)































