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Maurice Ravel (1875–1937) »Pavane pour une infante défunte«
Jacques Ibert (1890–1962) Konzert für Flöte und Orchester
Sergej Prokofjew (1891–1953) »Romeo und Julia«, Suite Nr. 2 op. 64b

Noch zu seinen Studienzeiten schrieb Maurice Ravel ein aufgrund seiner Kürze eher unspektakuläres Klavierstück in Form einer Pavane – eines langsamen Tanzes, der im Spanien und Italien des Barocks in Mode war. Laut Ravel schwebte ihm »eine Vorstellung von einer Pavane, wie sie vielleicht von so einer kleinen Prinzessin in einem Gemälde von Velázquez getanzt wurde«, vor. Doch die intendierte naive Einfachheit steht in großem Kontrast zu der komplexen harmonischen Begleitung. So wurde diese kleine spanische Maskerade zu einem der bekanntesten Stücke des Impressionismus.

Eine Generation später schrieb Jacques Ibert mit seinem Flötenkonzert ein Instrumentalkonzert für das seit Debussys »Prélude à l’après-midi d’un faune« vielleicht wichtigste Instrument des Impressionismus. Genauso nahm Ibert aber auch Einflüsse der 20er Jahre in Paris auf, etwa der frechen, an Unterhaltungsmusik orientierten Groupe des Six. Einen ähnlichen Neoklassizismus verfolgte zur selben Zeit auch Sergej Prokofjew u. a. in seiner berühmten Ballettmusik zu »Romeo und Julia«. Die 2. Orchestersuite verbindet Höhepunkte des Balletts über das ewig unglückliche Liebespaar, unter denen natürlich auch der berühmte »Tanz der Ritter« nicht fehlen darf.

Musikalische Leitung

Sébastien Rouland

Saarländisches Staatsorchester


www.staatstheater.saarland


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