Kamera aus, Leben an.
Alina Schömburg präsentiert auf ihrem Youtube-Kanal Schönheitstipps und postet jede Minute ihres ach so tollen Lebens auf Instagram. Aber was passiert, wenn die Kamera aus ist? Oder ist sie dies nie? Marie Bues präsentiert Kat Kaufmanns komisch kritischen Monolog. 1, 2, 3, wir sind live auf Facebook…
Das Internet ist voll von jungen Frauen, die Do-It-Yourself-Projekte vorstellen, filmen, was sie den ganzen Tag essen und wie sie auf ökologisch vertretbare Weise ihre Haare waschen. Alina Schömburg ist eine von ihnen. Mit ihrem Blog Wie halte ich meine Haut jung ohne Skalpell gibt sie ihren unsichtbaren Zuschauern einen direkten Einblick in ihr Leben. Doch, wie sieht es denn aus, dieses Leben, wenn die Kamera einmal aus ist? Haben die Anrufe der Eltern dieselbe Wichtigkeit wie die Anzahl der Zuschauer des Live-Videos? Und, wie ist es von zuhause aus zu arbeiten, ohne Austausch während der Mittagspause? Wie ist es, wenn das eigene Leben, jeder Kauf, jeder Gefühlsmoment zu einem medialen Event wird?
Viele Fragen, die immer mehr junge Menschen beschäftigen. Wird es Zeit dem Internet und den sozialen Netzwerken die Stirn zu bieten? Oder sind wir es, die sich in mediale Monster mit gepflegten Haaren und schnieken selbstgemachten Lampenschirmen verwandeln?
Rachel Behringer interpretiert die Rolle der Alina, unter der Leitung der Intendantin des Theater Rampe und Regisseurin Marie Bues, und zeigt, wie so manch einer die Fäden des eigenen Daseins aus der Hand gibt. Und dies freiwillig.
Mit
Rachel Behringer
Foto: Kerstin Schomburg































