„Herr Puntila und sein Knecht Matti“ von Bertolt Brecht in der Badischen Landesbühne
Nüchtern ist der Gutsbesitzer Puntila ein eiskalter Kapitalist. Rücksichtslos beutet er seine Angestellten aus. Selbst die Verlobung seiner Tochter Eva mit dem Aristokraten Eino arrangiert er mit Kalkül. Doch mit steigendem Alkoholpegel wandelt sich der Tyrann zum Wohltäter. Als großzügiger Lebemann stößt er mit seinen Untergebenen auf die von ihm ersehnte Freundschaft an und schenkt Fremden Arbeit.
Mit gelockerter Zunge gesteht er seinem Chauffeur Matti, dass ihm der Attaché als Schwiegersohn zuwider ist. Stattdessen soll er der Auserwählte sein. Eva ist begeistert. Doch Matti hat die Kluft zwischen den sozialen Klassen stets vor Augen. Er glaubt nicht an deren Überwindung und hat die unberechenbaren Launen Puntilas satt. Ist eine Freundschaft oder gar eine Beziehung zwischen Herrschenden und Untergebenen stets ein Fass mit doppeltem Boden?































