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SOMMER IN STUTTGART. Festival Neuer Musik – vom 16. bis 23. Juli 2022 in Stuttgart

 

 

Acht Konzerte und eine Diskussionsveranstaltung stehen im Silchersaal der Liederhalle und im Theaterhaus Stuttgart auf dem Programm. Neben sehr persönlichen kompositorischen Perspektiven auf existenzielle Fragen stehen Reflexionen auf großen Themen der Gegenwart.



Am Anfang steht die Solitude einer einzelnen Bassklarinette. Aus ihr entspinnen sich in dem Zyklus „Poética del Camino“ von Alberto Posadas (16. Juli) vielfältige polyphone Wege des Klangs. Posadas entfaltet eine Dramaturgie rund um das Phänomen eines zu beschreitenden Weges, das sinnbildlich für viele Konzerte des Festivals steht. Die Musiker:innen aus drei renommierten baden-württembergischen Ensembles (Ensemble Recherche, Neue Vocalsolisten, Ensemble Ascolta) prägen mit eigenen Projekten den weiteren Verlauf des kurzen Sommerfestivals. In ihren Programmen, angesiedelt zwischen kontemplativer Poesie und Experimentierlust, sind Werke von Stuttgart-Debütant:innen vertreten, von jungen und avancierten Komponist:innen.
 
Mit unmittelbarem Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen aufgeladen sind zwei Konzerte ukrainischer Musiker: Maxim Kolomiiets und Dmytro Radzetskyi (22. Juli) laden zu einer Improvisations-Session ein, die als Crossover angelegt ist. Und die Brüder Dmytro und Serhii Radtzeskyi gastieren mit ihrer Fusion-Jazz-Rock-Band RADZ, die sich in der ukrainischen Experimental- und Avantgarde-Szene längst einen Namen gemacht hat (23. Juli).
 
Darüber hinaus findet in diesem Sommerfestival die Erforschung hybrider Formate und digitaler Errungenschaften der jüngsten Vergangenheit durch die Neuen Vocalsolisten ihre Fortsetzung in der Reihe „Magische Räume“. Unter dem Titel „Looking Out Into a Room” hat Ricardo Eizirik mit Werken von Carola Bauckholt, Ricardo Eizirik, Manuel Hidalgo Navas, Mauro Lanza und Jennifer Walshe einen „Magischen Raum“ konzipiert, in dem die Interpret:innen ausgehend von permanent wechselnden Positionen und Perspektiven mit immer neuen Facetten den performativen Raum weiter auffächern (22. und 23. Juli).

Außerdem ist das Publikum eingeladen zu „Young Digital Adventures“ im Abschlusskonzert des Kompositionswettbewerbs „ad libitum“. Drei Komponist:innen-Teams haben Computer und Internet für ihre Werke als musikalische Instrumente eingesetzt. Ausführende sind Schüler:innen aus Stuttgarter Schulen, Jugendmusikschulen aus der Region Stuttgart und Mitglieder des Landesjugendensembles Baden-Württemberg (23. Juli).

Ergänzt werden die Konzerte durch eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Perspektiven. Künstler:innen zwischen Freiheit und postsowjetischem Trauma. Ein Gespräch mit Maxim Kolomiiets (UKR), N.N. (BY) und Sergej Newski (RUS)“.


Weitere Informationen: www.sommer-in-stuttgart.de


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