Blut an den Händen
Stéphane Braunschweig inszeniert Shakespeares tragisches Meisterwerk Macbeth. Durchtriebene Charaktere, Morde, Tyrannei, Hexenlist vereinen sich auf der Bühne der Comédie de Reims und lassen uns vor Skrupellosigkeit erbleichen.
Der Diener des schottischen Königs Duncan, Macbeth, trifft in einem Wald auf drei Hexen, die ihm den Königsthron voraussagen. Geschwind berichtet er seiner Frau, Lady Macbeth, davon und beide beginnen Mordpläne zu schmieden. Der Wunsch nach Macht und Glorie lässt sie blindlings ins Verderben rennen. Reihum werden ihnen Nahestehende von ihnen ausgelöscht, doch ihr unschuldiges Blut nistet sich in ihre Gedanken ein, lässt sie halluzinieren, den Verstand verlieren und wiederum bei anderen Rachegelüste erwecken.
Shakespeares Stück ist ein Meisterwerk der Arglist und Tyrannei. Zwei Personen entledigen sich jeder Menschlichkeit und werden letztendlich von den Konsequenzen ihrer Taten innerlich zerrissen. Das ist Theater!
Foto: Thierry Depagne
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