Eine Siesta wird zur Fiesta
Wie schön ist es am Nachmittag einmal die Augen zu schließen und sich hinweg zu träumen! Hätte man danach nicht nur ein schlechtes Gewissen! Die Dominicains de Haute-Alsace machen aus der Mittags-Schlummerstunde ein Konzertvergnügen. An jedem Sonntag im Monat Juli treten einzigartige Gruppen auf, um uns mit barocken Klängen in ein fernes Traumland zu tragen. Mit dabei der Harfenspieler Sasha Boldachev, das Ensemble Kapsber’Girls, A bocca chicesa, der Langspil-Musiker Eyjólfur Eyjólfsson
und der Drehorgel-Spieler Alexis Paul (SaudaáGroup). Nach dieser Siesta werden Sie garantiert kein schlechtes Gewissen haben!
Edith Piaf, so heißt es in einem ihrer Lieder, war keine Freundin des Sonntags. Hätte sie ihre Meinung geändert, wenn sie von der Sieste musicale in den Dominicains de Haute-Alsace gewusst hätte? Bestimmt! Währenddessen die ehrwürdigen Klostermauern von der Sonne aufgewärmt werden und Vögel zwitschern, kommen an jedem Sonntag im Monat Juli Ensembles zusammen, um sich mit uns in der Musik zu laben.
Den Start macht der Harfenspieler Sasha Boldachev. Geboren in Sankt Petersburg, lernte er in Zürich und, unter anderem, bei legendären Harfenspielern, wie Xavier de Maistre. Selbst Komponist, wird er an diesem ersten Sonntag Werke von Strawinsky, Chopin bishin zu den Red Hot Chili Peppers und Nirvana vortragen.
Am darauffolgenden Sonntag beehren uns die Kapsber’Girls. Das Quartett aus Lyon spielt Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert, und wurde bereits auf das allerherzlichste in Großbritannien empfangen. Mit viel Enthusiasmus legen sie ihre Muse in die Interpretation der Werke des Komponisten und Lautenisten Johann Hieronymus Kapsberger.
Die dritte Juliwoche endet mit dem Ensemble A bocca chicesa. Die A-Cappella-Gruppe setzt sich aus Freunden zusammen, die Renaissance-Musik und wahre Ohrwürmer des klassischen Repertoires vor einem begeisterten Publikum vortragen (und den ein oder anderen Zuschauer zum Mitsingen animieren). Selbst die künstlerischen Leiter ihres Ensembles dürfen wir uns hier auf Melodien freuen, die aus dem Herzen kommen.
Daraufhin reisen wir mit dem Langspil-Musiker Eyjólfur Eyjólfsson nach Island. Aus Reykjavik stammend, widmet sich der Künstler ethnologischen Recherchen und untersucht die Geschichte des Langspils. Ein Konzert aus Folklore und Tradition, dessen einzigartige Musik mit uns durch die Zeit reist.
Den Abschluss dieser musikalischen Siesta macht die Saudaá Group. 2014 von Alexis Paul gegründet, handelt es sich hier um die tiefgründigen, in Transe versetzenden Klänge einer Drehorgel. Zusammen mit der libanesischen Violinistin Layale Chaker lassen sie diese Siesta auf besonders einzigartige Weise ausklingen.
Ach, könnten wir dies nur jeden Sonntag so haben!































