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Die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy präsentiert Ithaque (Notre Odyssée 1) im Théâtre National Wallonie-Bruxelles. Homers legendäres Paar ist voneinander getrennt und durchlebt Einsamkeit, sehnt sich nach Liebe. Auf eine ganz besondere Weise macht die Theatermacherin aus diesem Gefühl ein überwältigendes Ganzes und lässt es nach und nach im Ozean der Hoffnungslosigkeit ertrinken. Mit dem fabelhaften Schauspielerinnen-Trio Julia Bernat, Stella Rabello und Isabel Teixeira.

Eine Feier ist zugange, als das Publikum den Saal betritt. Möchte jemand ein Glas Wein? Eine Knabberei? Nein? Seien Sie nicht schüchtern! Penelope muss sich die Zeit vertreiben, schließlich schluchzt ihr Herz vor Einsamkeit und sehnt sich nach Odysseus, der sich auf der Insel Ithaka aufhält. Die ausgelassene Fete schlägt bald um; die Verzweiflung hat sich als Gast eingeschlichen. So verfolgen wir das getrennte Paar (auf eine ganz besondere Weise, die wir geheim halten müssen!) und nehmen Teil an ihrem Schmerz. Wird Odysseus je nach Hause zurückkehren? Ob sich Penelope verändert hat?
Christiane Jatahy ist eine Zauberin. Wer ihre bisherigen Inszenierungen kennt, weiß, dass sich Gefühle in ganzer Pracht auf der Bühne ausleben. Ein winziger Moment, die Interpretation eines kleinen Augenblicks wird zu einem emotional überwältigenden Ganzen. Wie sich die Körper aufeinander zu bewegen oder entfernen; die Blicke, die sie sich entgegenwerfen – die Gestik ist hier der Schlüssel zum Verständnis. Dazu ein Bühnenbild, welches von Wasser buchstäblich überschwemmt wird (ach, und erst die Schlussszene!!). Die drei Schauspielerinnen Julia Bernat, Stella Rabello und Isabel Teixeira (die wir bereits in What if they went to Moscow genießen konnten) sind einmalig – Text, Raum, Zeit – es fließt praktisch durch sie hindurch.
Ja, wir sind Bewunderer, treue Zuschauer und Liebhaber einer solchen Kunst.

 

Nach dem Epos Die Oydssee von Homer

 

Christiane Jatahy, Dramaturgie, Bühne, Regie
Thomas Walgrave, künstl. Mitarbeit, Licht, Bühne
Marcelo Lipiani, Mitarbeit Bühne
Henrique Mariano, künstl. Mitarbeit
Alex Fostier, Ton
Paulo Camacho, Lichtstellender Kameramann, Kamera
Marcus Borja, Regie-Assistent, Übersetzung

 

Mit
Karim Bel Kacem, Julia Bernat, Cédric Eeckhout, Stella Rabello, Matthieu Sampeur, Isabel Teixeira

 

 

Foto: Odéon – Théâtre de l’Europe

 

  • Weitere Informationen auf der Homepage des Théâtre National Wallonie-Bruxelles
  • Dauer: 2 Std. 
  • In französischer und portugiesischer Sprache, mit frz. und engl. Übertiteln
  • Einführung am 13.11.2018 um 19H45

 


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