Kreieren, kreieren und nochmals kreieren
Im belgischen Manège stehen die Flaggen auf Festival und alle Zeichen auf Kreation: Das Festival Via 17 heißt wieder einmal wissbegierige, in die Zukunft schauende Zuschauer mit Romeo Castellucci, Robert Lepage, Peeping Tom oder Miguel Chevalier willkommen.
Was heißt es heutzutage auf der Bühne zu stehen und einen Saal zu unterhalten? Wenn der halbe Raum am liebsten weiterhin im Netz surfen würde und die andere Hälfte gerne etwas frische Luft hätte – wie kann Kunst da noch ihre Neugier wecken? Welche Themen, welcher Veranstaltungsort, welche Mittel braucht es, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen?
Beim Festival Via 17 spielen alle Arten der Kunst, sei es Tanz, Theater oder virtuell, miteinander. Sie wollen aus uns innovative Ideen, Kommentare zur Welt kitzeln und stellen dabei Fragen über die Gesellschaft, in welcher wir leben wollen, die politischen Formen, die für uns gerecht scheinen, zukünftige Kommunikationsmethoden, die für uns effizient wären… Sie wollen uns erstaunen, überraschen, in ihren Denkprozess integrieren und damit zeigen, dass das Wort „Kunst“ zwar gewaltig klingt, aber es keinem Diplom bedarf, um daran teilzuhaben. Schließlich geht es um den Ausdruck unseres Inneren und die Welt, die uns umgibt.
Sie haben Gedanken, die Sie gerne mit kreativen Köpfen teilen wollen? Dann nichts wie in den nächsten Zug und erzählen Sie uns doch bitte, was es mit dieser sogenannten Water Matrix (dreidimensionale Ausstellungsstücke, die durch Wasser produziert werden) auf sich hat!
La sélection Szenik :
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Democracy in America
Romeo Castellucci, am 7. und 8.11 um 20H00 Die Aufzeichnungen Alexis de Tocqueville bezüglich der amerikanischen Demokratie sind für Literaten, Politikwissenschaftler und Neugierige fundamental. In seiner neuen Kreation geht Castellucci bis auf den Boden der Gründung der Demokratie als politische, gesellschaftliche Form, zeigt ihre Stärken und Schwächen, begleitet uns in die griechische Tragödie und sucht nach neuen Formen des Theaters in einer Welt, die aus allen Nähten zu platzen droht. Foto: Guido Mencari
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Vader
Peeping Tom, am 21. und 22.11 um 20H00 Die Hauptfigur ist ein alter Mann, der in einem schlossähnlichen Seniorenheim lebt. Umgeben von anderen Heimbewohnern, hängt er tagein tagaus seinen Erinnerungen nach und grübelt über die verstreichende Zeit und die Besuche seiner Familie nach. Mit viel Humor richtet das Kollektiv einen realistischen und einfühlsamen Blick auf unsere Existenz und streut ganz nach seiner Gewohnheit immer wieder Musik- und Tanzeinlagen ein, die surrealistischen Ausbrüchen gleichen. Foto: Herman Sorgeloos
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Perhaps all the dragons
Collectif Berlin, am 15.11 18H00 / am 16, 17.11 jeweils um 10H00, 14H00, 16H00, 18H00 Hier wird nicht bequem zwei Stunden auf einem Stuhl gesessen. Dies hier ist interaktiv. Ein persönliches Spektakel. Zahlreiche Bildschirme stehen kreisförmig aufgereiht in einem Raum. Jeder Zuschauer wird auf einen Platz verwiesen und beginnt daraufhin einen Parcours. Auf den Bildschirmen sind Menschen diverser Nationalitäten zu sehen, die Ihnen ein Stück aus ihrem Leben erzählen. Speed-Dating im Theater. Eine einmalige Erfahrung! Foto: Marc Domage































