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Beim diesjährigen Festival Les Vagamondes dreht sich die Bühne zum Iran, nach Ägypten, Tunesien und Syrien. Künstler kommen in und um Mulhouse zusammen, um über die aktuelle Lage, die Geschichte ihres Landes, ja über Millionen Menschen, zu sprechen und einen Dialog zu schaffen. Mit Romeo Castellucci, Serge Aimé Coulibaly, Ramzi Choukair, Emel Mathlouthi, Ahmed El Attar und vielen anderen wird daraus ein politischer Gipfel der darstellenden Kunst.

 

Jeden Tag strömen Pressemitteilungen, Twitter-Benachrichtigungen, verstörende Fotos auf uns ein. Sie alle haben eine geographische Quelle: Iran, Irak, Syrien, Ägypten, Afrika, ja auch Griechenland. Revolutionen fanden vor ein paar Jahren statt, gefolgt von schweren politischen und sozialen Krisen. Wirtschaftlicher Einsturz. Krieg. Wie damit umgehen? Mit wem einen Dialog beginnen? Wie ausdrücken, was vor der eigenen Haustür passiert? 

Das Festival Les Vagamondes widmet sich in dieser 6. Ausgabe genau diesen Ländern und gibt Künstlern den Schlüssel zu ihrer Bühne, um sich Gehör zu verschaffen. Ein vielfältiges Programm bestehend aus Theaterstücken, Konferenzen, Ausstellungen und Konzerten erwartet die Zuschauer und Neugierigen. 

Azam Ali präsentiert, in Zusammenarbeit mit den Dominicains de Haute-Alsace, eine spektakuläre Lichtershow mit tanzenden Derwischs und einer sensationellen Musik. Romeo Castellucci bringt sein visuell großartiges Gedankenkomplex zu den Wurzeln der Demokratie auf die Bühne und Kamal Hashemi arbeitet mit Film und Theater an dem Verlust eines Familienhauses. Ahmed El Attar kommt auf die Zeit vor der Revolution in Ägypten zu sprechen… Oh, wir könnten jetzt noch lange so weitermachen! Werfen Sie einen Blick ins Programm, knobeln Sie ein paar Veranstaltungen mit Ihrem Kalender aus und nehmen Sie an diesem hoch aktuellen, brisanten und so wichtigen Gespräch teil. Denn dazu ist dieses Festival da! 

 

Für folgende Stücke können die Mitglieder des Club szenik Karten gewinnen:

2147, et si l’Afrique disparaissait ? am 17.1.18 um 20H in der Filature

De la démocratie en Amérique (Von der Demokratie in Amerika) am 26.1.18 um 20H in der Filature

Loin de Damas, am 24.1.18 um 19h in den Dominicains de Haute-Alsace in Guebwiller

Konzert von Emel Mathlouthi an der Gaîté Lyrique auf Culturebox


La sélection Szenik :

  • X-Adra

    X-Adra

    Ramzi Choukair, 10.01 20H00, 11.01 19H00, in der Filature Kreation. Sechs syrische Frauen stehen auf der Bühne. Ihre Gesichter sind gezeichnet. Von Wut, Kritik, Hoffnung. Sie berichten warum sie vom Regime Bachar el-Assads ins Gefängnis gesperrt wurden, wie sie nach Frankreich und Deutschland flohen, wie eine eiserne Hand sie permanent auf den Boden drückte, ihnen jedes Gefühl rauben wollte. Wie konnten diese Frauen solche Grausamkeiten überstehen? Hier stehen wir einem Monster gegenüber, dass Worte bekommt und von uns gefasst werden muss.  Foto: Camille Sauvaire

  • Kalakuta Republik

    Kalakuta Republik

    Serge Aimé Coulibaly, 13.01 20H00, in der Filature Es war eines der Ereignisse beim letzten Festival d’Avignon! Serge Aimé Coulibaly zeichnet das Leben des nigerianischen Saxofonisten und Gründer des Afrobeat Fela Kuti ab und gibt seiner Musik einen tänzerischen Ausdruck. Politische Konflikte treffen auf eine fantastische, kreative Handhabung. Hier schon einmal ein kleiner Einblick, der für grosse Vorfreude sorgt: https://vimeo.com/238060734  Foto: Christophe Raynaud de Lage

  • La divine comédie

    La divine comédie

    Vasistas, am 16 et 17.01 20H00 im Espace 110, Illzach Dantes Göttliche Komödie ist für viele Künstler ein Meisterwerk und Quelle der Inspiration. Der Pfad durch die Hölle ist ein kritisches Abbild der Welt. Die griechische Kompanie Vasistas nimmt es mit diesem Giganten der Literatur auf, untermalt ihn mit einem Streichquartett und analysiert dabei unsere Wahrnehmungen. Schreiten Sie behutsam in dieses Spektakel und seien Sie achtsam. Hier eine visuelle Gaumenfreude: https://www.youtube.com/watch?v=iMcWZOQIE2Y  Foto: Stavros Habakis 

  • Emel Mathlouthi

    Emel Mathlouthi

    am 27.01 21H00, im Noumatrouff Sie gehört zu den Stimmen der tunesischen Revolution. Die Menschenmenge wurde auf sie aufmerksam, ihre Lieder zur Hymne. Im Februar 2017 kam ihr Album Ensen („Mensch“) heraus, auf dem sie elektronische Klänge mit traditionellem Gesang mischt. Und dies auch noch in arabischer Sprache! Mittlerweile in New York lebend, setzt sich aktiv für die Menschenrechte in Tunesien ein, übt Kritik. Doch in ihrem Heimatland stösst sie damit auf so manche Gegner; so werden, zum Beispiel, ihre Konzerte annulliert. Was können wir tun? Zuhören und mit ihr ein Gespräch führen. https://www.youtube.com/watch?v=TXv5ByGSsbA  Foto: Julien Bourgeois

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