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Reims, kurzlebige Hauptstadt Europas

Sind Sie für eine Reise durch Europa in 12 Tagen mit den aufregendsten Entdeckungen, doch ohne sich dabei großartig vom Fleck zu bewegen, bereit? Dann auf nach Reims zu Scènes d’Europe, einem Festival, das Sie über den ganzen Kontinent mittels zeitgenössischer Kreationen führt.

 

Theater, Tanz, Musik, Oper, Performance-Kunst, Kino, Veranstaltungen für Kinder – das umfangreiche Programm des Festivals Scènes d’Europe liefert mit zahlreichen internationalen Kompanien ihre Sichtweise auf unser heutiges Europa. 

Ohne Umschweife und mit aller Fahrt voraus geht es mit dem atemberaubenden De la démocratie en Amérique (Von der Demokratie in Amerika) von Tocqueville, welches Romeo Castellucci auf seine einzigartige, visuelle und prächtige Weise analysiert. Zudem wird über Ökologie (Arctique präsentiert von Anne-Cécile Vandalem), Kriege (Encyclopédie des guerres von Jean Yves Jouannais), Anthropozäne (Atelier de la Comédie), dem Ende Europas (Fin de l’Europe von Rafael Spregelburd) und ja sogar von… Pommes (Peut-on frire de tout? von Luc-Jérôme Bailleul) gesprochen. 

Das junge Publikum – die Zukunft Europas wohlgemerkt – wurde mit vier Spektakeln auch nicht vergessen. Darunter befindet sich Woodpecker, eine Veranstaltung für Kleinkinder. Eine ganze Reihe an Konferenzen und Gesprächen komplettieren dieses europäische Panorama und verleihen ihm eine interaktive Note. Und, um nicht zu vergessen die After-Partys an der Bar der Comédie de Reims, um sich nach einem Streitgespräch wieder zu versöhnen. Sieben Einrichtungen der Stadt vereinen für dieses Festival ihre Kräfte; eine französische Rarität. Das Festival Scènes d’Europe stellt die Kultur in den Mittelpunkt Europas und sieht es als Antriebskraft. Also ja, zwei Wochen lang wird Reims zur (kurzlebigen) Hauptstadt unseres Kontinents!

Ein Bericht über Exartikulations bei Culturebox (FR)


La sélection Szenik :

  • Aman' Aman'

    Aman' Aman'

    Cécile Chevalier, Franck Fedele, am 10.02 um18H, am 11.02 um 15H, am 12.02 10H und 14H30 Nova Villa - Cellier  In einem musikalischen Abenteuer aus volkstümlichen Liedern nehmen uns die Marionetten der Schweizer Kompanie Tête dans le sac bis ans Mittelmeer mit und stellen dabei zahlreiche Fragen über die oft dramatische Realität der Grenzen. Ein bisschen Humor darf allerdings dabei nicht fehlen! Für ein junges Publikum. Hier der Trailer !  Foto: Carole Parodi

  • To da bone

    To da bone

    (La) Horde, am 13.02 um 19H30 und am 14.02 um 21H, Le Manège  Das Trio (La) Horde, bestehend aus ehemaligen Studenten der Straßburger Kunstschule (Marine Brutti und Jonathan Debrouwer), sowie einem jungen Choreografen (Arthur Harel), gründen ihre Werke auf einer Analyse über unsere heutigen kulturellen Praktiken, die, wie selbstverständlich, über das Internet laufen. Sich auf numerische Schriften basierend, kreieren sie Choreografien, die Tanz, visuelle Kunst und Performance mischen. Ein sehr gelungener Mix aus Bewegungen, Bildern und Rhythmen. Videoprojektionen und Jumpstyle stehen an der Tagesordnung. Ein Muss. Hier der Trailer ! Foto: Tom de Peyret

  • Mire

    Mire

    Jasmine Morand, am 16.02 um 21H und am 17.02 um 18H & 21H, Le Manège (im Zirkus)  Die Performance-Installation von Jasmine Morand für 12 Tänzer funktioniert wie ein menschliches Kaleidoskop. Daraus ergibt sich eine wahre, sinnliche Erfahrung für den Zuschauer, der sich im Herzen des Themas wiederfindet. Dank eines Spiegel-Spiels kann sich der Zuschauer auf den Boden legen und somit die lebendige Freske aus unbekleideten Tänzern beobachten. Allerdings kann er auch durch so manche Spalten sehen und somit einen zersplitterten Einblick auf die Körper bekommen. Was für ein tolles Projekt! Hier der Trailer ! Foto: Céline Michel 

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