Fantastische Geschichten
Das diesjährige Kunstenfestivaldesarts reist mit uns um die Welt. Sei es nun durch das Theater, den Tanz oder Performance-Künste, hier entdecken wir fantastische Geschichten, kritische Blicke auf unsere Gesellschaft und zahlreiche Ideen zu unserer Zukunft! Mit Milo Rau, Amir Reza Koohestani, Jorge Leon, Gwendoline Robin und vielen anderen einzigartigen Talenten, welche die Bühne (und die Stadt) zu einem Ort des Miteinander verwandeln.
Ach Mai, du wunderbarer Monat. Du lockst uns aus dem Haus, sorgst für blumige Unterhaltung, schickst unsere Neugier auf Reisen. In den kommenden Wochen sollten wir uns daher alle nach Brüssel zum Kunstenfestivaldesarts, einem Festival der darstellenden und bildenden, digitalen und Performance-Kunst, aufmachen. Das Programm sorgt für Trubel, Heiterkeit, Diskussionsstoff und hat dafür Künstler aus aller Herren Länder eingeladen.
Milo Rau, zum Beispiel, wagt sich in seiner Kreation an die Geschichte des Theaters. Die New Yorker Untergrundlegende Charlemagne Palestine stellt zwei Performances dar. Der französische Schauspieler Jonathan Capdevielle stürzt sich in einen Krimi, währenddessen der österreichische Choreograf Philipp Gehmacher unseren Kommunikationssinn hinterfragt. Amir Reza Koohestani beschäftigt sich mit unseren Zukunftsaussichten und die belgische Künstlerin Gwendoline Robin erforscht das Wasser und Konsequenzen unseres schlechten Handelns auf die Naturelemente.
Jeder dieser Künstler, so auch die anderen eingeladenen Gäste, blickt auf unseren Planeten, in die Augen der Passanten und fragt sich, worauf wir unsere Gesellschaft gebaut haben, wie wir sie alltäglich behandeln und wohin wir gehen werden. Ihre Teilnahme ist zudem in den Spektakeln, Workshops und Gesprächsrunden gefragt!
Nein, hier muss nicht mehr lange überlegt werden! Dieses Festival ist grandios und wie für uns gemacht! Brüssel, wir kommen!
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- Ebenfalls auf szenik: La reprise, histoire(s) du théâtre (1) von Milo Rau
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El Conde de Torrefiel, am 5, 6, 8, 9.05 um 20H30, Kaaitheater Wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Gute Frage. Einerseits scheint sie uns ihr unbekanntes Gesicht Angst zu machen, andererseits sind wir gespannt darauf. Das spanische Duo Tanya Beyeler und Pablo Gisbert beschäftigt sich in dieser Kreation genau mit diesem Thema. Alles beginnt auf einem Platz. Doch nach und nach geraten die physischen Gesetze durcheinander und wir reisen in die Zukunft und können zurückblicken. Ganz klar, diese Herausforderung nehmen wir gerne an! Oder haben Sie Angst? Kreation. Foto: Agnolo Bronzino
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Your Word in my Mouth
A. Rispoli, L. Lindner, T. Steinbrenner, am 5.05 und 26.05 12H & 14H; 6.05 14H & 16H; 7, 8, 15, 16, 17, 18.05 18H30 & 21H, in der Stadt Wir sprechen immer über Respekt, Toleranz, aber wie wäre es einmal über Liebe als gemeinsamen Nenner zu sprechen? Denn, wir alle suchen und brauchen sie! In dieser Performance geben mehrere Personen, zum Beispiel eine jugendliche Fußballspielerin, ein Notar in Ehe-Angelegenheiten ihre Empfindungen zum Thema Liebe preis. Und dies durch Ihre Stimme, denn hier sind es die Zuschauer, welche die Gefühle dieser Menschen zum Ausdruck bringen. In einem Parcours gehen Sie von einem Ort zum nächsten (zum Beispiel einem Friseursalon) und lernen gleichzeitig die intime Seite fremder Personen kennen.
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Mitra
Jorge Leon, am 9 & 11.05 um 20H30, am 10 & 12.05 um 18H00, Halles de Schaerbeek Vor ein paar Jahren wurde die iranische Psychoanalytikerin Mitra Kadivar in eine Nervenheilanstalt gebracht, aufgrund eines Nachbarn, der ein seltsames Verhalten bei ihr bemerkt haben wollte. Eingeschlossen wurde sie medikamentös behandelt. Ein paar Wochen später bekam sie Zugang zu einem Computer und bat einen französischen Kollegen um Hilfe, der sich sofort für sie einsetzte. Der Regisseur Jorge Leon setzt sich in dieser Kreation aus Film, Oper und Performance mit dem Kampf dieser Frau auseinander und setzt sich gleichzeitig für all jene zum Schweigen gebrachten Menschen ein. Kreation.
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Summerless
A. R. Koohestani, Mehr Theatre Group, am 22, 23, 24, 25, 26.05 um 2H30, KVS Box Ein Mann steht vor dem Schultor und wartet auf seine Kinder. Umringt von anderen Eltern, malt er sich die Zukunft seiner Schützlinge aus. Niemand um ihn herum erwidert seine Gedanken. Nach und nach beginnen die wartenden Eltern über ihre eigenen Kindheitsträume und die Realität nachzudenken. Früher malten wir die Welt in bunten Farben; warum haben wir damit aufgeführt? Der iranische Theatermacher begeistert sein Publikum mit seinen feinfühligen Inszenierungen, in denen jeder Zuschauer zu Mitgefühl und Verständnis angeregt wird. Uraufführung.































