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Tick, tack

Wir alle laufen heutzutage wie der Hase in Alice im Wunderland durch die Gegend und versuchen der Zeit Sekundenkleber unter die Schuhsohlen zu schmieren, um Stunden zu gewinnen. Beim diesjährigen Musikfestival Bern wird sich genau mit diesem Phänomen, der Zeit, beschäftigt. Und kein Geringerer als der deutsche Komponist Bernd Alois Zimmermann passt besser zu einem solchen Unternehmen! Freuen Sie sich auf Klangexperimente und Konzerte im Glockenturm, in Wohnungen, mit 100 Metronomen und grün leuchtenden Ampeln!

 

Schnell noch dies und jenes erledigen; ach, und dann dies noch und, wenn ich schon einmal dabei bin; nein, einen Moment, so wäre es besser… Eines Tages bekommen wir von all der Planung der Minuten noch einen Knoten in den Beinen! Das Musikfestival Bern präsentiert uns in diesem Jahr Zeit einmal aus einer musikalischen Sichtweise. Da geht es um historische Zeiten, diverse Stile, verschiedene Generationen. Sie alle kommen in den unterschiedlichsten Klangexperimenten und Konzerten zusammen, um sich schichtweise übereinander zu legen und unser Gehör auf die Probe zu stellen. Der deutsche Komponist Bernd Alois Zimmermann, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, war ein Spezialist auf diesem Gebiet. Die Zeit musikalisch unter die Lupe nehmend, schuf er ganz einzigartige Werke, die in diesem Festival zum Klingen gebracht oder von zeitgenössischen Künstlern beantwortet werden. 

Zum Beispiel können wir in eine ganze Klangwelt im ältesten Kirchturm der Stadt Berns eintauchen oder Michael Weltmüllers Antwort auf Bernd Alois Zimmermann Werk „Alles hat seine Zeit“ erleben. Christian Grüny präsentiert uns seine „Minutentheorie“, währenddessen wir in „Out of Space“ einem 48-stündigen Konzert beiwohnen können. In „20mal60auf80beiGrün“ bestimmen Bakterien und Ampeln unser Altwerden; in „rasenstück“ sind es unsere Bewegungen, die den Boden zum Klingen bringen werden. „In der Zeitkugel“ beschäftigt sich das Berner Sinfonieorchester mit dem Unrecht in damaligen und heutigen Zeiten; es gibt Konzerte in Wohnungen; ein Instrument aus vier Querflöten; Musik von Morgen mit den Kompositionsstudenten der Hochschule der Künste Bern, und mit Jürg Kienberger und Jeroen Engelsman eine Burnout-Akrobatik-Nummer zu erleben. 

Hier wird Zeit durch die Instrumentenmangel genommen und in zahlreichen Installationen, Konzerten, Gesprächen und Experimenten zum Künstler gemacht. 

 


Etiketten:Festival - Konzert

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