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Auf der Suche nach Freiheit mit Faust und seinen Artgenossen

Jedes Jahr befasst sich das KLARAFESTIVAL mit einem aktuellen Thema. In dieser Ausgabe und inspiriert vom Faust-Mythos, setzt das Festival sein Programm auf die Karte der Erlösung und des Kampfes des Guten gegen das Böse. 

 

Im Programm finden sich religiöse und weltliche Werke wieder, die sich mit moralischen Dilemmas und der von der Versuchung verführten Menschen erhofften Vergebung beschäftigen. Das KLARAFESTIVAL 2019 bietet ebenfalls die Möglichkeit diverse musikalische Adaptionen der Faustlegende zu erleben, in denen entweder Erlösung stattfindet oder Faust vom Fluch getroffen wird. 

Wie in jedem Jahr bildet die sinfonische Musik den roten Faden des Festivals. Das Chamber Orchestra of Europe eröffnet die Spiele und wird gleich drei Mal zu sehen sein: im BOZAR, Concertgebouw Bruges und im deSingel. Unter anderem wird es begleitet von Pierre-Laurent Aimard, Vilde Frang und Lawrence Power. Kent Nagano und das Orchestre symphonique de Montréal werden Werke von Strawinsky, Debussy und Wagner, sowie drei Teile der Oper La Damnation de Faust von Berlioz zum Besten geben. Mit der Faust-Symphonie von Liszt fügt sich auch das Belgian National Orchestra in der diesjährigen Ausgabe wieder. Teodor Currentzis wird mit seinem Orchester musicAeterna das beeindruckende Requiem von Verdi wiedergeben. 

Zwei Opern stehen ebenfalls im Programm des KLARAFESTIVAL. In der Oper La Monnaie / De Munt dirigiert Barbara Hannigan das niederländische LUDWIG Orchestra in einer Inszenierung der Oper The Rake’s Progress von Strawinsky. Im BOZAR präsentieren unterdessen Laurence Equilbey und sein Insula Orchestra mit dem Chor Accentus eine konzertante Version Webers Der Freischütz

Mit zwei einzigartigen Projekten bekommen die Streichquartette einen zentralen Platz beim KLARAFESTIVAL 2019. Mit drei an einem Abend gegebenen Konzerten durchzieht das Quatuor Tana die Gender-Evolution im BOZAR. Im Flagey findet stattdessen ein wahrer Streichquartett-Marathon statt: das Quatuor Artemis, das Quatuor Ragazze, das Vision String Quartet, das Quatuor Piatti und das Quatuor Aris spielen vier auf zwei Abende verteilte Konzerte. 

Eine Neuheit in dieser Ausgabe: Homo Deus Frankenstein – ein Spektakel für Kinder. Der Regisseur Johan De Smet und der Komponist Frederik Neyrinck stellen eine neue Musiktheater-Produktion zu Fragen der Identitäten, Kreation und Wünschen in einer digitalen und globalen Welt vor. 

Nach ein paar abwesenden Jahren kehrt der Jazz wieder zum Festival zurück. John Zorn lässt seinem teuflischen Orgelspiel im Salle Henry Le Boeuf freien Lauf, und das Trio von Bam De Looze, Robin Verheyen und Joey Baron kommt ebenfalls auf die Bühne. 

Das KLARAFESTIVAL hat auch ein paar Überraschungen in petto! So zum Beispiel mit der zweiten Ausgabe der Night of the Unexpected, die im KANAL – Centre Pompidou stattfinden wird. Das Ensemble Nadar lädt das Publikum zu einem musikalischen Spaziergang in diesem erstaunlichen Industriegebiet ein. 

Zum Abschluss des Festivals findet ein wahrhaftiges Brexit-Konzert, mit, unter anderem, dem Tenor Ian Bostridge, dem Cellisten Nicolas Altstaedt und dem Schriftsteller Jonathan Coe statt. In der Tat tritt am 29. März 2019 der Brexit in Kraft. Diese Konzert-Lektüre wird allerdings die künstlerischen Verbindungen zwischen den britischen Inseln und dem europäischen Kontinent hervorheben. 

 


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