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Wind der Freiheit

Mit L’après-midi d’un foehn setzt die Compagnie Non Nova ihre Weiterentwicklung der Jonglierkunst fort: Ein Stück, durch die ein Wind der Kreativität bläst.

Phia Ménard ist eine Künstlerin, die sich abseits der Normen bewegt. 1998, als nichts auf eine Bühnenkarriere hindeutet, gründet sie die Compagnie Non Nova (was so viel heißt wie: „wir erfinden nichts“), in dem Bestreben, die Zirkuskunst auf eine andere Art zu begreifen. Natürliche Elemente werden zum Ausgangspunkt einer szenischen wie dramaturgischen Reflexion, die auch wandlungsfähige organische Materialien mit einbezieht. Vor den Augen des Publikums offenbaren hier Stoffe und Dinge, die als „nicht jonglierbar“ gelten, ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten.
In ihren Produktion PPP aus dem Jahr 2008 und Black Monodie aus dem Jahr 2010 hatte sich die Compagnie mit dem Werkstoff Eis beschäftigt. Nun wendet sie sich einem ebenso wenig fassbaren wie sichtbarem Element zu. Der Wind und seine Fähigkeit zur Umformung der Wirklichkeit und Veränderung der Landschaft stehen bei L’Après-midi d’un foehn (dt.: Nachmittag eines Föhns) im Mittelpunkt einer poetischen Reflexion. Das Werk ist für ein junges Publikum bestimmt und stützt sich auf die schöpferische Kraft des Windes.
L’Après-midi d’un foehn ist eine Neuinterpretation des choreografischen Meisterwerks von Nijinsky: ein Ballet aus bunten Plastiktüten, die zu den zarten Melodien von Debussy über die Bühne wirbeln. Ein visuelles Märchen, bei denen sich jeder von den Träumereien des Augenblicks davontragen lässt. (C.T.)


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