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Tanz: Nomen, maskulin

Lässt sich der zeitgenössische Tanz abgrenzen? Und wie ist seine Darstellung zu begreifen? Freimütig und mit Humor stellen Etienne Fanteguzzi und Damien Briançon in Pour en découdre ihre Auffassungen des choreografischen Schaffensprozesses gegenüber. 

 

Seltsam, seltsam, seltsam. Diese drei Worte könnten den zeitgenössischen Tanz definieren“, ruft Etienne Fanteguzzi in einem Video auf der Bühne aus. In erster Linie bestrebt, beim Publikum auf Zustimmung und Anerkennung zu stoßen, haben zwei Straßburger Tänzer beschlossen, ihre künstlerischen Konzepte einander gegenüberzustellen, um ein buntes Porträt des zeitgenössischen Tanzes zu entwerfen. 
Damien Briançon und Etienne Fanteguzzi, beide noch keine dreißig, erzählen in Pour en découdre, was es heute bedeutet, ein Performancekünstler zu sein und die Bühne als Arbeitsstätte zu haben. Die Ironie ist ihre beste Verbündete, wenn es darum geht, ihre Erfahrungen und ihre Überlegungen zum künstlerischen Schaffensprozess zum Ausdruck zu bringen.  
Ob Hip Hop, klassische Musik oder Rock – alles dient den Künstlern als Inspirationsquelle, die hier ihr erstes gemeinsames Werk auf die Bühne bringen. Einer nach dem anderen ergreift das Wort und beginnt spontan zu tanzen, was fast schon improvisiert wirkt, um so etwas wie eine Antwort auf die umfassende Frage zu liefern: Was ist der zeitgenössische Tanz? In Pour en découdre geht es stark um Selbstreflexion, aber was überwiegt, ist ein tiefes Gefühl der Freude und der Eindruck von Schlichtheit. Jede Vorstellung bietet die Gelegenheit, einem Work in progress beizuwohnen, das den Begriff der Darstellung immer wieder neu hinterfragt. (C.T)

Photo © Naohiro Ninomiya

 


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