Temporärer Open-Air-Club mitten im Festival / Âme-Live-Act Frank Wiedemann kehrt musikalisch zu seinen Wurzeln zurück / NEU bei DAS FEST: Begleitservice für Menschen mit Behinderung
Wenn über der Günther-Klotz-Anlage langsam die Nacht hereinbricht, die Bässe zwischen Europabad und Europahalle pulsieren und sich der Sommerabend in einen offenen Dancefloor unter freiem Himmel verwandelt, dann ist wieder FEST-Floor-Zeit bei DAS FEST Karlsruhe. Seit dem Jahr 2000 gehört die Bühne für elektronische Musik fest zum Festivalprogramm – und macht auch 2026 wieder sichtbar, was die Karlsruher Clubkultur seit Jahrzehnten prägt: musikalische Vielfalt, kreative Netzwerke und eine Szene, die weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt.
Der FEST-Floor ist dabei weit mehr als nur eine Bühne für elektronische Musik. Für drei Abende entsteht mitten im Festival ein temporärer Open-Air-Club – ein Treffpunkt für elektronische Musik, urbane Kultur und sommerliche Nächte.
Während auf der Hauptbühne die großen Konzerte gefeiert werden, pulsiert hier ein anderer wichtiger Teil von DAS FEST: die oft unsichtbare Clubkultur der Stadt.
„Worauf wir wirklich stolz sein können, ist die Möglichkeit, diese Szene Jahr für Jahr sichtbar zu machen“, sagt FEST-Floor-Booker Thomas Brand, der gemeinsam mit Tom di Stefano und Meike Eisenmenger das Programm kuratiert. „Es braucht keine Superstar-DJs, um anspruchsvolle elektronische Musik zu präsentieren. Seit über 20 Jahren entdecken wir gemeinsam mit unserem Publikum neue spannende Künstlerinnen und Künstler und zeigen, wie lebendig und vielfältig elektronische Musik aus Karlsruhe und der Region ist.“
Dass diese Szene längst internationale Verbindungen geschaffen hat, zeigt ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Programms: Frank Wiedemann kehrt mit Âme live zurück nach Karlsruhe. Gemeinsam mit Kristian Beyer gründete er das weltweit renommierte Projekt Âme sowie das einflussreiche Label Innervisions.
Heute lebt Wiedemann in Berlin und zählt zu den international gefragtesten Produzenten und Live-Acts der elektronischen Musikszene. Seine ersten musikalischen Schritte machte er allerdings in Karlsruhe – in den Clubs und auf den Tanzflächen der Stadt. Nun kehrt er am Samstagabend mit seinem Live-Act musikalisch zurück zu seinen Wurzeln.
Überhaupt lebt der FEST-Floor 2026 von seiner besonderen Mischung aus etablierten lokalen Größen, jungen DJs und unterschiedlichen Facetten elektronischer Musik. Von Disco und House bis hin zu hypnotischem Techno und euphorischen Trance-Sounds spannt sich das musikalische Spektrum über drei Abende hinweg.
Mit dabei sind unter anderem Adrian Wack von der Karlsruher BeatBetont-Crew, deren Veranstaltungsreihe im Erdbeermund seit Jahren zur festen Größe der lokalen Underground-Szene zählt. Josia Schlakker begeistert insbesondere ein junges Publikum mit seinem energiegeladenen „Groovetrance“-Sound zwischen Trance, Hard House und Breakbeats. Kapunkt verbindet Italo Disco, Synthwave und treibenden Techno zu euphorischen Nachtfahrten voller Neon-Vibes, während Jovanni Cimino als Mitbegründer des Karl Kinski die Karlsruher Clublandschaft seit Jahren mitprägt.
Auch am Samstag und Sonntag zeigt sich die Vielfalt der Szene: Camill Lo & Flu Ze bringen tanzbaren Deep- und Tech-House auf den FEST-Floor, DJ RhøE verbindet 90er-House mit euphorischen Trance-Momenten und Ceasul erschafft verspielte Klanglandschaften zwischen Dub, Ambient und zeitloser Clubmusik. Der Sonntag gehört unter anderem Fruchtsecco, dessen Disco- und House-Sound längst weit über Karlsruhe hinaus bekannt ist, sowie EИО, der mit hypnotischen Grooves und minimalistischen Sounds regelmäßig Nächte im Gotec Club oder C2OST prägt.
Der FEST-Floor zeigt damit eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig elektronische Clubkultur in Karlsruhe gelebt wird – offen, kreativ und generationenübergreifend. Und wenn am Freitag und Samstag um Mitternacht beziehungsweise am Sonntag um 23 Uhr auf dem FEST-Floor langsam die letzten Tracks laufen, endet die Nacht für viele noch lange nicht. Dann zieht die elektronische Musik weiter durch die Clubs der Stadt.
Wie große Teile von DAS FEST Karlsruhe ist auch der FEST-Floor kostenfrei zugänglich. Rund 70 Prozent des gesamten Festivalprogramms können ohne Ticket erlebt werden – darunter die Kulturbühne, die Feldbühne, DAS FEST AM SEE, der Sparda-Sportpark sowie der Kinder- und Kulturbereich.
Tickets benötigt man lediglich für die Hauptbühne am Mount Klotz. Dort sorgen bei DAS FEST Karlsruhe 2026 unter anderem Nico Santos, die Beatsteaks, Zartmann sowie Max Herre & Joy Denalane für musikalische Höhepunkte. Karten gibt es weiterhin unter www.dasfest.de/tickets.
Neu: Begleitservice für Menschen mit Behinderung
DAS FEST baut seine barrierefreien Angebote weiter aus und startet 2026 erstmals einen Begleitservice für Menschen mit Behinderung. Im Rahmen eines Pilotprojekts können Besucherinnen und Besucher Unterstützung durch geschulte
Volunteers erhalten, um das Festivalgelände selbstbestimmt und möglichst unkompliziert erleben zu können.
Die Begleitpersonen helfen beispielsweise bei der Orientierung auf dem Gelände, beim Auffinden barrierefreier Angebote, bei der Navigation durch Menschenmengen oder bei der Teilnahme an Aktionen und Programmpunkten. Das Angebot richtet sich an Menschen, für die ein Festivalbesuch mit zusätzlicher Unterstützung angenehmer oder überhaupt erst möglich wird.
„DAS FEST lebt von gemeinsamen Erlebnissen. Mit dem neuen Begleitservice möchten wir dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen diese besonderen Tage in der Günther-Klotz-Anlage selbstbestimmt und gemeinsam mit anderen erleben können“, sagt Martin Wacker, Geschäftsführer der veranstaltenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH. Der Begleitservice steht während der DAS FEST-Tage vom 23. bis 26. Juli 2026 zur Verfügung. Interessierte können sich bis zum 30. Juni 2026 per E-Mail an awareness@dasfest.de anmelden. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und zum Ablauf des Angebots gibt es unter www.dasfest.de.

































