Das neue Theaterprogramm des Kulturbüros liegt vor: Sechs Schauspielabende und eine abwechslungsreiche Mischung aus Klassikern und aktuellen Stücken versprechen eine Spielzeit voller starker Themen und überraschender Momente. Wer sich gute Plätze und eine Ermäßigung von 40 Prozent gegenüber dem Einzelkartenpreis sichern möchte, sollte jetzt ein Abonnement abschließen. Die Vorstellungen im Großen Saal der Stadthalle Kehl beginnen jeweils um 20 Uhr.
Zum Auftakt ist am Donnerstag, 15. Oktober, erstmals das Theater Lindenhof aus Melchingen zu Gast in Kehl und bringt mit der Komödie „Halbe Hütte“, die auf wahren Begebenheiten beruht, modernes schwäbisches Volkstheater auf die Stadthallenbühne. Am Beispiel einer geerbten Hütte wird mit viel Witz eine aktuelle Geschichte über „land grabbing“ – Landraub – im Kleinen und über einen Kampf gegen die Macht des Geldes, Besitzanspruch, Gesetzgebung und Behördenapparat erzählt.
„Blind“, eine Produktion des Alten Schauspielhauses Stuttgart, ist am Dienstag, 10. November, zu Gast in Kehl. Im Mittelpunkt des Schauspiels von Lot Vekemans steht eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung: Richard und Helen, gespielt von Peter Cremer und Lisa Wildmann, haben sich entfremdet und sind blind für die Perspektive des anderen. Aus einem Konflikt um Zuneigung und Anerkennung entwickelt sich ein aktueller Generationenkonflikt um politische Ansichten und moralische Werte. Das Kammerspiel ist ein kraftvolles Plädoyer für mehr Toleranz und zeigt, wie wichtig es ist, einander zuzuhören.
Der beliebte Schauspieler Torsten Münchow steht am Mittwoch, 27. Januar, als Charlie in der Rolle seines Lebens in „Der Wal“ auf der Bühne. Nach einer persönlichen Tragödie ist Charlie auf einer Couch in Idaho gelandet. Er leidet unter monströsem Übergewicht und himmelhohem Blutdruck. Wie Puzzleteile verbindet der Dramatiker Samuel D. Hunter in Szenen von großer Intensität Charlies gegenwärtigen Zustand mit den zerbrochenen Beziehungen zu Personen aus seiner Vergangenheit.
Mit Shakespeares berühmter Komödie „Viel Lärm um Nichts“ geht es am Mittwoch, 17. Februar, komödiantisch mit zwei turbulenten Liebesgeschichten weiter. Während Hero und Claudio durch Intrigen beinahe auseinandergerissen werden, liefern sich Beatrice und Benedikt scharfzüngige Wortgefechte, bis ihre Freunde sie mit kleinen Täuschungen doch noch zueinander führen. Am Ende fliegen alle Masken auf, Missverständnisse werden aufgeklärt und zwei Hochzeiten gefeiert. Produziert wird das Stück vom ENSEMBLE PERSONA in Kooperation mit dem Stadttheater Schaffhausen.
Mit einer Oscarnominierung und vielen Auszeichnungen wurde der Film „Das Lehrerzimmer“ von İlker Çatak geehrt. Das Münchner Theater a.gon bringt diesen Stoff am Dienstag, 23. März, auf die Stadthallenbühne. Die engagierte Lehrerin Carla gerät beim Versuch, eine mysteriöse Diebstahlserie an ihrer Schule aufzuklären, selbst in den Mittelpunkt eines Skandals. Ihr Wunsch nach Gerechtigkeit löst bei allen Beteiligten eine Spirale aus Misstrauen, Machtkämpfen und moralischen Grauzonen aus.
Zum Abschluss der Theater-Reihe steht am Dienstag, 20. April, eine weitere Produktion des Alten Schauspielhauses Stuttgart auf dem Programm: „Die Optimistinnen“, basierend auf Gün Tanks Roman, rückt die Geschichte der Gastarbeiter aus der bislang kaum beachteten Perspektive eingewanderter Frauen in den Mittelpunkt. Erzählt wird die Geschichte der 22-jährigen Nour aus Istanbul, die gemeinsam mit ihren Freundinnen für die Rechte von Arbeiterinnen kämpft. Regisseur Murat Yeginer gelingt ein energiegeladenes, emotionales Musiktheaterstück.
Das Abomagazin „Theater, Konzerte und mehr“ liegt an den bekannten Stellen in der Innenstadt aus und steht online auf kehl.de/kultur zur Verfügung; dort kann auch auf das Bestellformular zugegriffen werden. Für Rückfragen steht Kulturbüro-Mitarbeiterin Vera Geiger montags bis donnerstags zwischen 9 und 14 Uhr unter der Telefonnummer 07851 88-2603 zur Verfügung. Der Einzelkartenverkauf beginnt am 1. September.

































