{"id":58214,"date":"2023-05-02T11:33:16","date_gmt":"2023-05-02T09:33:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.szenik.eu\/?p=58214\/"},"modified":"2023-05-25T16:27:19","modified_gmt":"2023-05-25T14:27:19","slug":"die-entzauberung-der-lunearen-seele-gespraech-zu-neuro-moon-manage-your-memories-im-theater-freiburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/die-entzauberung-der-lunearen-seele-gespraech-zu-neuro-moon-manage-your-memories-im-theater-freiburg-58214","title":{"rendered":"Die Entzauberung der lunearen Seele: Gespr\u00e4ch zu &#8222;Neuro-Moon. Manage your memories&#8220; im Theater Freiburg"},"content":{"rendered":"\n<p>Sara Glojnari\u0107 (Komponistin), Miriam G\u00f6tz (Regisseurin), Robert L\u00e4\u00dfig (Video), Sarah Mittenb\u00fchler (B\u00fchne &amp; Kost\u00fcm), Friederike Scheunchen (Musikalische Leitung) und Heiko Voss (Dramaturg) im Gespr\u00e4ch \u00fcber die Musiktheater-Urauff\u00fchrung <em>NEURO-MOON. MANAGE YOUR MEMORIES.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heiko Voss : Mit dem Erinnern ist es so eine Sache: Einerseits erfreuen wir uns alle an sch\u00f6nen Erinnerungen, die wir keinesfalls missen m\u00f6chten, und andererseits haben wir auch schreckliche Erinnerungen, die wir f\u00fcr immer loshaben wollen. Mit NEURO-MOON gibt es jetzt eine App, die die unliebsamen Erinnerungen umwandeln kann: Gib die st\u00f6rende Erinnerung einfach ins Textfeld ein, und die K\u00fcnstliche Intelligenz der App generiert Dir in voller Kenntnis und vollem Zugriff auf Deine Pers\u00f6nlichkeit und Dein (Erinnerungs-)Leben eine neue Erinnerung ganz nach Deinem Geschmack \u2013 eine tolle Aussicht auf ein besseres, gl\u00fccklicheres Leben, ein Paukenschlag in der Entwicklung der menschlichen Spezies. Und was f\u00fcr ein Start-Up: eine App mit Beichtstuhl-Funktion und bleibender Abgabe bzw. Auslagerung von qu\u00e4lenden Gedanken auf Giga-Servern fern unseres Erdendaseins mit automatischem Erinnerungs- Erlass bei neurologisch eingepflanzter Neuerfahrung. \u201eNEURO-MOON ist aufgegangen\u201c, singt Selina: \u201eDie App ist der Hit.\u201c Und Fenja propagiert: \u201eVergessen ist ein Menschenrecht. Manage your memories. F\u00fcr weniger Schmerz auf dieser Welt.\u201c NEURO-MOON ver\u00e4ndert die Welt. Wer ist Selina, wer Fenja? Wer sind die Erfinder hinter der Application? Und wer sind die Menschen, die sie ansprechen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Miriam G\u00f6tz<\/strong> : Wir haben erstmal Selina und Tilman, ein junges, dynamisches Paar, Anfang drei\u00dfig. Sie haben ein paar Jahre Berufserfahrung hinter sich und tragen beide Erinnerungen mit sich herum, die ihre gegenw\u00e4rtige Beziehung beeinflussen. Dies f\u00fchrt immer wieder zum Konflikt. Deshalb kommen sie auf die Idee, diese App zu programmieren, die alte Erinnerungen austauschen und mit neuem Erinnerungswert aufwiegen kann. Fenja ist die Schwester von Tilman, aber auch eine sehr enge Freundin von Selina und komplettiert unser Start-Up-Unternehmer-Dreieck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV : Eine gro\u00dfe Frage im Verlauf des St\u00fccks ist, was eigentlich mit den aussortierten Erinnerungen passiert. Wer meldet Anspr\u00fcche an, wer f\u00fchlt sich bem\u00fc\u00dfigt, Regeln aufzustellen oder einzurei\u00dfen bzw. sie zu umgehen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong> : Die erste Meldung kommt von MEMORY WATCH. Und dann meldet sich auch schon die Regierung, die sagt: Naja, so leicht k\u00f6nnen wir es uns mit dem L\u00f6schen nicht machen, man muss die Erinnerungen doch irgendwie verwahren. Auch die abgegebenen Beichten werden ja nicht gel\u00f6scht, sondern nur verschwiegen. Das hat nat\u00fcrlich mit dem Wunsch nach Kontrolle zu tun, aber auch mit einem gewissen Machtanspruch. Denn diese Institutionen bestimmen damit, was Kulturgut ist und gesichert werden muss. Und dann kommen Sumi und Aslan ins Spiel, die Global Player, die sich die App unter den Nagel rei\u00dfen. Sie wollen ihren pers\u00f6nlichen Profit daraus ziehen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58297\" width=\"480\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-750x1125.jpg 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067-1140x1710.jpg 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl067.jpg 1667w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Laura Nickel<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>HV : Damit sind wir mitten im St\u00fcck, das das Theater Freiburg gemeinsam mit dem Ensemble Recherche bei Dir, Sara, in Auftrag gegeben hat. Als Librettistin haben wir Emma Braslavsky ins Team geholt, deren Texte immer wieder um das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz und um Zukunftsvisionen kreisen. Allein die Lekt\u00fcre ihres Romans DIE NACHT WAR BLEICH, DIE LICHTER BLINKTEN hat uns alle umgehend \u00fcberzeugt: In der Welt des Romans hat sich eine Robotik-Industrie entwickelt. Sie stellt k\u00fcnstliche Partner_innen her, die von realen Menschen nicht zu unterscheiden sind \u2013 wunsch- und ma\u00dfangefertigte Partner_innen und Partner, die allen nur denkbaren Beziehungsanforderungen gerecht werden. Doch die Zahl der Selbstt\u00f6tungen hat sich verzehnfacht. Emma kreiert immer wieder Szenarien, die in der Zukunft liegen \u2013 allerdings in der allern\u00e4chsten Zukunft, kaum eine Handbreit von unserer Lebenswirklichkeit entfernt. Vielleicht leben wir gar \u2013 ohne es zu wissen \u2013 bereits in der Testphase dieser M\u00f6glichkeiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sara Glojnari\u0107: <\/strong>&nbsp;Emma und ich, wir haben uns viel ausgetauscht, auch \u00fcber ihre Roman-Setzungen. All das hat mit einem tollen Treffen in Berlin angefangen, bei dem wir uns von Beginn an umwerfend gut verstanden haben. Wir haben sofort gemerkt, dass wir uns f\u00fcr dieselben Themen und k\u00fcnstlerischen Fragestellungen interessieren, auch in Bezug auf das Theater-Erlebnis des 21. Jahrhunderts. Im Laufe des Prozesses haben wir uns gegenseitig sehr viel Material zur Inspiration geschickt, vor allem auch \u00fcber die Frage von Erinnern und Vergessen und zu den Feldern der Ged\u00e4chtnisarbeit. Dabei verlief unsere Arbeit nie linear. Und doch hat sich nach einigen Monaten eine gro\u00dfe Konzentration und Fokussierung ergeben, aus der heraus die Fassungen des Librettos entstanden sind. Parallel dazu habe ich angefangen, das musikalische Material zu kreieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong>: Der individual-psychologische und der gesellschaftlich-kulturelle Bereich der Ged\u00e4chtnisarbeit haben mich besonders interessiert. Mit Tilman ist ja quasi die gesamte Hirnforschung in unserem St\u00fcck verankert. Auf diesem Feld gab es einen Paradigmenwechsel: Das menschliche Gehirn wird nicht mehr als eine Art Festplatte begriffen, auf der alles fix gespeichert ist und seinen gesicherten Platz hat, sondern als Ort, der einem permanenten Prozess unterworfen ist. Jedes Aufrufen einer Erinnerung ver\u00e4ndert die Erinnerung. Wir glauben, etwas fest zu besitzen, aber es ist uns alles andere als sicher. Nur weil wir meinen, dass etwas so war, muss es nicht faktisch so gewesen sein. Es gibt zu viele externe und interne Einfl\u00fcsse auf die Erinnerung, als dass diese dagegen bestehen k\u00f6nnte \u2013 allein die Motivation im Moment des Erinnerns ist bereits entscheidend. Im Moment des Erz\u00e4hlens l\u00e4sst man dann weg usf. All das formt neu und ver\u00e4ndert. Das hei\u00dft aber auch, dass man mit Erinnerungen umgehen kann, dass man sie weiterdenken, sie \u00fcberschreiben und neu kodieren kann. Das andere weite Feld ist das kulturwissenschaftliche, dessen Grenzen zur Philosophie flie\u00dfend sind: Was ist \u00fcberhaupt das Ged\u00e4chtnis und wo sitzt es? Nat\u00fcrlich gibt es auch eine politische Dimension, zumal in Deutschland, wo die Erinnerungskultur besonders gepflegt wird. Wir leben derzeit in einer Dekade, in der die letzten Zeitzeugen sterben, die den 2. Weltkrieg bewusst miterlebt haben. Damit stirbt das Erfahrungsged\u00e4chtnis einer ganzen Generation. Es stellt sich die Frage, wie wir weiter damit umgehen. Worauf st\u00fctzen wir uns, wenn die Erinnerungen schon bei den Zeitzeugen wandelbar waren? Die Ged\u00e4chtnisforschung ist ein riesiges Feld.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Robert L\u00e4\u00dfig<\/strong> : \u00dcber diesen Aspekt der Erinnerungs-Verwahrung geht ja MEMORY WATCH weit hinaus. Da w\u00e4ren die Erinnerungen beispielsweise der Holocaust\u00fcberlebenden nicht verloren, sondern f\u00fcr immer gespeichert, vielleicht sogar in ihrer origin\u00e4ren Reinform, was auch immer das dann hei\u00dfen mag. Theoretisch k\u00f6nnte man dann jederzeit auf alles zugreifen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58287\" width=\"510\" height=\"765\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-750x1125.jpg 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038-1140x1710.jpg 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoon038.jpg 1667w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Laura Nickel<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>HV: Bei den herk\u00f6mmlichen Archiven ist immer die Frage, wer denn \u00fcberhaupt bestimmt, was \u00fcberdauernswert ist, was also eingespeist und abgelegt wird. Das ist auch immer eine Frage von Macht. Wie konstituiert sich das allgemeine politische und kulturelle Ged\u00e4chtnis? Wenn wir von dieser Frage aus weitergehen und wirklich alles vorhanden und abrufbar w\u00e4re, stehen wir auch gleichzeitig wieder am Nullpunkt. Wenn alles unstrukturiert abrufbar ist, steht man vor einem riesigen Konvolut an Bits und Bytes wie vor einer unl\u00f6sbaren Aufgabe. An was soll man sich halten? Was soll man herausziehen? Wir erkennen an dieser Fragestellung, wie politisch und gesellschaftsbildend unser kulturelles Ged\u00e4chtnis wirklich ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>RL<\/strong> : Das ist dieselbe Frage, die auch das Thema KI aufruft: Es ist ja alles in irgendeiner Form im Internet vorhanden und abrufbar, aber wie filterst Du das? Nach welchen Algorithmen gehst Du vor? Und welche Unendlichkeit geht dabei verloren?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong> : Ja, wie kuratiert man das? Und an die Frage nach der Macht schlie\u00dft sich auch die Frage an, wer \u00fcberhaupt Zugang zu den digitalen Speichern hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV: Wir haben mit unserem MUSEUM DER UNLIEBSAMEN ERINNERUNGEN auch eine Art Archiv geschaffen. Den gro\u00dfen Komplex der Ged\u00e4chtnisarbeit \u00fcberf\u00fchren wir von der Theaterb\u00fchne auch ins Museum als einem Aufbewahrungsort, den wir in der Kammerb\u00fchne installiert und mit realen Erinnerungen bef\u00fcllt haben \u2013 mit Objekten, die mit Erinnerungen verbunden sind sowie mit Erinnerungs-Niederschriften.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong> : Es war aufregend, von Beginn an \u00fcber die eigentliche B\u00fchnensituation hinauszudenken und eine Installation zu erfinden, in der man sozusagen den Zustand der App sehen kann, den Serverraum, in dem die schweren Erinnerungen abgespeichert werden. Er ist bewusst analog gehalten, weil wir eine haptische Ann\u00e4herung an die Lebenswirklichkeit der Menschen haben wollten, nachdem deren Erinnerungen zun\u00e4chst im digitalen Niemandsland verschollen sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah Mittenb\u00fchler<\/strong>: Weil das Video auf der B\u00fchne einen gro\u00dfen Raum einnimmt, sollte die Ausstellung der Erinnerungen einen Gegenpol setzen: Hier haben wir konkrete Objekte, die f\u00fcr das Unfassbare vieler Einzel-Erinnerungen stehen. Wir haben \u00fcberlegt, in welcher Form wir die Erinnerungen ausstellen k\u00f6nnten, und sind auf Gl\u00e4ser gekommen, in denen die Objekte konserviert werden. Dann haben wir Erinnerungen gesammelt, die die Menschen loswerden wollten. Es ist tats\u00e4chlich sehr spannend sich selbst einmal mit der Frage zu konfrontieren, welche Erinnerungen man eigentlich loswerden m\u00f6chte \u2013 will ich schlechte Erinnerungen wirklich vollst\u00e4ndig verlieren? Wir haben sehr spannende Erinnerungstexte bekommen, auch einige Objekte \u2013 und das alles ist jetzt in unserer Ausstellung zum Musiktheater einsehbar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong>: &#8230; mitsamt einer Soundcollage, die Sara f\u00fcr unser Museum komponiert hat. Denn es gibt auch eine musikalische Ged\u00e4chtnisarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV: Die leistet Sara, wenn sie sich auf die musikalische Geschichte des Mondes bezieht und zugleich popkulturelle Anspielungen macht \u2013 der Song von R.E.M. SHINY HAPPY PEOPLE ist nur die offenkundigste. Dazu gibt es zahlreiche musikalische Bezugnahmen auf die Tradition der Klassischen Musik, die das Wesen und den Klang des Mondes reflektieren: das Lied an den Mond aus Dvo\u0159\u00e1ks RUSALKA, die MONDNACHT von Robert Schumann, Debussys CLAIRE DE LUNE usf. \u2013 und zahlreiche eingespielte Samples sowie Live-Elektronik.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Friederike Scheunchen<\/strong> : Dass all das zusammenkommen kann, m\u00fcssen wir das Verh\u00e4ltnis der Elemente ganz genau ausloten und mit der Klangregie in Beziehung setzen. Alle S\u00e4nger_innen sind verst\u00e4rkt, auch die Schauspielerin und die Instrumente, dazu liegen unterschiedliche Effekte auf den Stimmen. Damit mussten wir erst einmal umgehen lernen und herausfinden, wie der jeweilige Effekt am besten zum Klingen gebracht wird. Es gibt zum Beispiel Szenen, in denen ein ASMR-Effekt verwendet wird, der sehr intim ist und geradezu kitzelnd direkt ins Ohr geht. Damit wird der Inhalt der S\u00e4tze musikalisch noch einmal auf eine eigene Art transportiert und transformiert. Es gibt verst\u00e4rkte Momente, es gibt Hall-Effekte, die Stimmen kommen zuweilen von \u00fcberall. Wir haben Samples, die von der B\u00fchne aus gesteuert werden, und welche, die von der Klangregie getriggert werden. Es gibt ein Keyboard, das auf ganz unterschiedliche Weisen erklingt, und ein Drumset, das wiederum auf die Popkultur zielt. Aus all dem ergeben sich verschiedene Layer, die in den Szenen unterschiedlich \u00fcbereinandergelegt werden und jeweils eine ganz eigene musikalische Charakteristik, mal melancholisch und vertr\u00e4umt, mal rockig \u2013 kraftvoll f\u00fcr die Szenen erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG : <\/strong>Ich habe in den letzten Jahren viel zum Thema Nostalgie gearbeitet, habe mich und meine Arbeit dazu kritisch in Beziehung gesetzt. Es ging mir um die Frage, wie wir uns erinnern. Was passiert mit Geschichten, die aufgenommen und wiedererz\u00e4hlt werden? Vielleicht liegt diese Affinit\u00e4t in meiner Biographie. Ich bin in Jugoslawien geboren, aber in Kroatien aufgewachsen. Die Geschichte dieser L\u00e4nder ist beladen von komplexen Themen, die bis heute in den Erz\u00e4hlungen der Menschen verarbeitet werden. Auch meine starke Besch\u00e4ftigung mit der Popkultur lebt von diesem Drang zur Durchdringung und Aufarbeitung. Die Nostalgie ist ja auch ein Teil ihrer Identit\u00e4t und St\u00e4rke. Deshalb ist sie immer ein gro\u00dfer Bezugspunkt meiner kompositorischen Arbeit. Es ist eine bewusste Entscheidung, diese Richtung einzuschlagen \u2013 und bei diesem Theaterprojekt war es f\u00fcr mich ein absolut logischer Schritt: Auch die Musik ist Erinnerungskultur. Meine Musik f\u00fcr NEURO-MOON ist zuweilen fast tonal, weil ich mich permanent mit dem musikalischen Erinnerungs-Kanon auseinandergesetzt habe \u2013 dem der Klassischen Musik und dem der Popmusik. Dadurch, dass das die Ausgangsfrage war, schien es mir falsch, davor wegzurennen. Ich musste die \u00c4sthetik einfach annehmen und verarbeiten, sie quasi rekonstruieren wie das mit jeder Erinnerung passiert: abrufen f\u00fchrt zur Ver\u00e4nderung, immer und immer wieder, bis die urspr\u00fcngliche Erinnerung vielleicht gar nicht mehr zu erkennen ist. F\u00fcr mich ergab das auch deshalb Sinn, weil ich das St\u00fcck selbst als Erinnerung sehe: Die Musik muss das widerspiegeln. Die Musik kann den Zustand zwischen Realit\u00e4t und Nicht-Realit\u00e4t, zwischen Erinnern und Vergessen vermitteln. Nicht immer kommuniziert Musik so viel, wie wenn sie \u00fcber ihren eigenen Realit\u00e4tsgehalt reflektiert. Und weil das in diesem Fall auf einer B\u00fchne geschieht und an die Geschichte(n) der Figuren angebunden ist, gewinnt das Vorhaben eine Klarheit, die \u00fcber die absolut-musikalische Arbeit weit hinausreicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>RL<\/strong>: War das auch der konkrete Auftrag an Dich und Emma? Was war der Startpunkt, von dem aus Ihr losgelegt habt, Euch \u00fcber das alles Gedanken zu machen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>: Ich glaube, bei einem solchen Projekt gibt es viele Anf\u00e4nge. Mit Heiko und Clemens Thomas, dem damaligen K\u00fcnstlerischen Leiter des Ensemble Recherche, haben wir uns ein halbes Jahr nur \u00fcber Ideen und M\u00f6glichkeiten ausgetauscht. Was w\u00e4re interessant f\u00fcr mich, was ist relevant f\u00fcr unsere Zeit, f\u00fcr das musikalische Theater? Wir hatten dann ein riesiges Reservoir an Themen und Herangehensweisen, unz\u00e4hlige Fragen, von denen wir die meisten unbeantwortet stehen lie\u00dfen. Und trotzdem haben wir unser Themenfeld mehr und mehr eingekreist: Und pl\u00f6tzlich hatte ich diese Idee vom Mond, der eigentlich nur ein Server ist und die Erinnerungen der Menschen in sich tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich erinnere mich noch genau an diesen Moment und die Verwunderung von Clemens und Heiko im Sinne von: Hey, wir hatten doch gerade \u00fcber etwas ganz anderes geredet?! Aber die Idee hat uns alle sofort gecatcht und wir haben uns dann sehr schnell f\u00fcr Emma entschieden, weil diese Idee exakt aus ihrem schriftstellerischen Kosmos entstammen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong> : Als ich mich f\u00fcr diese Urauff\u00fchrung mit der ersten Landung auf dem Mond besch\u00e4ftigt habe, bin ich auf die Aussage eines Wissenschaftlers gesto\u00dfen, der damals gesagt hat: Auf der Erde, da besch\u00e4ftigen wir uns mit der Gegenwart, aber auf dem Mond k\u00f6nnen wir in die Vergangenheit sehen. Soviel zum Mond als Server f\u00fcr unser Erinnerungsgut. Er hat das rein geologisch auf die Gesteinsproben der Mondlandschaft bezogen und sagte, hier k\u00f6nne der Mensch eine Million Jahre zur\u00fcckblicken, was die Sonne gemacht hat. Das ist genau unser Thema \u2013 nur eben in einer analogen Ausformung der 1960\/70er Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>: Als ich das St\u00fcck konzipierte, habe ich dar\u00fcber nachgedacht, ob es auch im Instrumentarium nostalgische Klagerzeuger geben k\u00f6nnte. Und dann fand ich diese Musikboxen, die wie Spieluhren mit gestanzten Papierstreifen zum Klingen gebracht werden. Man muss vorab stanzen und dann selber kurbeln f\u00fcr ein Retro-Klangresultat, das wir alle sofort wiedererkennen und das Erinnerungen in uns ausl\u00f6st. Alle Musiker_innen haben solche Musikboxen. Mit ihnen begeben wir uns ins St\u00fcck, in die Welt der App: Viele Spieluhren spielen gleichzeitig. Das kann man nicht steuern, das ist jedes Mal ein bisschen anders. \u00dcber die Vorstellungen werden sich die Erinnerungskl\u00e4nge ver\u00e4ndern. Damit ist die Nostalgie auch an eine gewisse Unberechenbarkeit gekoppelt. Die musikalische Textur hat etwas von einer Collage.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SM<\/strong>: Die l\u00e4nglichen Papierstreifen der Musikboxen finden sich auch in der Struktur des B\u00fchnenbilds wieder. Ich habe mir immer einen abstrakten, vieldeutig erfahrbaren Raum vorgestellt, der sehr konkrete Szenen fassen, aber auch das Innere eines App-Betriebes veranschaulichen kann, denn zuweilen befinden wir uns ja mitten in der App. Auf der B\u00fchne gibt es neuronale Bahnen, Verkn\u00fcpfungen, Ged\u00e4chtnisstr\u00e4nge, die wiederum gleichzeitig an die Papierstreifen der Musikboxen erinnern. Wir haben aber auch einen ganz konkreten Wohnraum, der allerdings nur teilweise echt ist. Zum anderen Teil besteht er aus Projektionen durch Roberts Video. Das Video ist ein elementarer Bestandteil. Alles auf der B\u00fchne dient auch gleichzeitig als Leinwand, auf die wir Erinnerungen schie\u00dfen k\u00f6nnen. Wir haben also eine Vielzahl an R\u00e4umen, angef\u00fcllt mit dem Erinnerungsgut aus unz\u00e4hligen Leben. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen wir verschiedene Tiefenwirkung herstellen, wir k\u00f6nnen heranzoomen und uns distanzieren. Auch die Position der Zuschauer_innen wird dadurch immer wieder in Frage gestellt. Es gibt einen Steg im Publikum, auf dem agiert wird. Das Publikum findet sich auf diese Weise selbst inmitten der App wieder. Das f\u00fchrt nat\u00fcrlich zu einer besonderen Klangerfahrung: Die Konzeption des Raumes erm\u00f6glicht eine andere \u00e4sthetische Erfahrung, weil wir die traditionelle B\u00fchnensituation aufgel\u00f6st haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58295\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-750x500.jpg 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/NeuroMoonAuswahl063-1140x760.jpg 1140w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Laura Nickel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>HV: Das entspricht auch Deinem gro\u00dfen Bed\u00fcrfnis nach einem Surround-Klang. Es war von Anfang an klar, dass Du ein performatives und installatives Musiktheater machen m\u00f6chtest. Tats\u00e4chlich ist eine Art Moon-Show entstanden. Das St\u00fcck setzt eben nicht nur auf reine Narration, sondern auch auf Performativit\u00e4t, d.h. es wird auch au\u00dferhalb der eigentlichen Rollen agiert. Die Akteure wechseln zwischen privaten Momenten, \u00f6ffentlichen Auftritten und fungieren auch als Ged\u00e4chtnis-Arbeiter_innen der App. Zudem gibt es zeitliche Spr\u00fcnge.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>: Diese Herangehensweise entspricht der Musik, weil auch sie nicht ausschlie\u00dflich auf einer linearen Ebene funktioniert. Zudem findet Entkoppelung statt. Dadurch ergeben sich Zwischenr\u00e4ume, in denen man gegen das Narrativ arbeiten kann. Hieraus entspringt eine neue, lebendigere und aussagekr\u00e4ftigere Klangqualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SM<\/strong>: Auch die Musiker_innen des Ensemble Recherche sind Teil des B\u00fchnengeschehens und tragen ein Kost\u00fcm. Es war sehr reizvoll, sich auch f\u00fcr sie einen ganz eigenen Kost\u00fcm-Kosmos ausdenken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>; Das Ensemble Recherche ist wirklich sehr besonders. Wir kennen uns gut und haben eine lange k\u00fcnstlerische Arbeitsbeziehung. Es ist schon fantastisch, dass dieses Ensemble auch nach 35 Jahren noch die Offenheit hat, verr\u00fcckte Dinge auszuprobieren, die vielleicht weit entfernt sind von dem, was sie bisher gemacht haben. Das inspiriert mich. Und das fasziniert mich. Sie haben einfach immer Lust, sich offen zu zeigen gegen\u00fcber dem, was kommt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FS<\/strong>: Sie kennen sich auch untereinander sehr gut und verstehen sich blind. Und ihre gro\u00dfartige Offenheit ist kombiniert mit einem riesigen Erfahrungsschatz, auf den man jederzeit zur\u00fcckgreifen kann. Dazu gibt es eine gro\u00dfe Leidenschaft, auch szenisch aktiv zu sein, sodass wir sie als Performer_innen f\u00fcr das Mond-Ged\u00e4chtnis in den App-Betrieb integrieren konnten. Licht und Video dazu \u2013 und die App l\u00e4uft, oder?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>RL<\/strong>: Auf jeden Fall. Raumgreifend. Wir bieten zum Beispiel Laser-Effekte. Das Video schwappt zudem ins Publikum hinein und verwischt die Grenzen. Die App vereinnahmt eben nicht nur die Performer_innen, sondern auch die Zuschauer_innen. Am Ende sind auch sie Teil einer affirmativen, erlebnishaften B\u00fchnen- Show \u2013 und m\u00fcssen sich gerade deshalb die Frage stellen, wie sie zu diesem App-Betrieb eigentlich stehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV: Sara hat eine Partitur f\u00fcr vier S\u00e4nger_innen, eine Schauspielerin, f\u00fcnf Instrumente, Live-Elektronik und Video geschrieben \u2013 das Video ist explizit unter die Hauptbestandteile gesetzt. Emma und Sara haben da sehr genaue Angaben gemacht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>RL<\/strong>: Ehrlich gesagt, ich wei\u00df gar nicht, Sara, wie viele von Euren Vorschl\u00e4gen \u00fcberhaupt noch in Reinform auf der B\u00fchne zu sehen sind bzw. wie konsequent wir ignoriert haben, was da angegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>: Ich finde es vollkommen okay, dass Du das ignoriert hast. Musiktheater ist Teamarbeit, und die Frage der Autorschaft wirklich sehr komplex. Was auf der B\u00fchne stattfindet ist letztlich ein irres Zusammenspiel von unz\u00e4hligen Entscheidungen. Der Input muss von allen Seiten kommen. Und es muss Momente geben, in denen der Input ignoriert wird. Weil dadurch etwas entstehen kann, das besser ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FS<\/strong>: Es gibt auch einige Szenen, die uns Interpretierenden viel Freiraum lassen, was die rhythmische Organisation angeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>: Absolut. Ich habe in vorherigen Projekten die Erfahrung gemacht, dass man auf Basis dieser Freiheit trotzdem noch \u00c4nderungen vornehmen kann, wenn es wirklich notwendig ist. Und oft ist es notwendig, denn wir arbeiten alle mit Annahmen und Spekulationen. Komponieren ist eigentlich Spekulieren. Und erst wenn man wirklich zusammenkommt, in einem Raum sitzt, gemeinsam sieht, h\u00f6rt und sp\u00fcrt wie die Menschen agieren, erst dann beginnt die eigentliche Arbeit. So ist das immer im Theater.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"jeg_video_container jeg_video_content\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Neuro Moon \u00a9Theater Freiburg\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/v7mHzmanvIw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Neuro Moon \u00a9Theater Freiburg<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>HV: Literarisch gesehen gibt es keinen Himmelsk\u00f6rper, der gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf die Erde aus\u00fcbt wie der Mond: ein bleicher Kreis als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr Sehns\u00fcchte, Vorstellungen und Traumgebilde. Was ist das Potenzial des Mondes in Bezug auf Musik und Szene? Ist der Mond nurmehr noch ein Zitat aus der Kulturgeschichte? Nur noch romantische Kulisse, vielleicht gar nur noch ironisch lesbar? Und das winzige menschliche Gegen\u00fcber zersplittert in die Einzel-Bestandteile seiner einstmaligen Projektionen, in Brocken aus Mondgestein, zusammengesetzt aus Nostalgie, Entdeckungsfieber, Technikbesessenheit, Domestizierungswahn, Wettbewerb \u2013 und dem Wunsch nach Schwerelosigkeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong>: Er ist ein Meta-Kommentar auf unserer Zeit. Allein w\u00e4hrend unserer Proben- und Vorbereitungszeit ist das Thema KI noch einmal durch die Decke geschossen. Wir haben uns t\u00e4glich die Links hin- und hergeschickt \u2013 und jetzt fordern gar die gro\u00dfen Tech-Unternehmen ein Moratorium. Die Diskussion ist allgegenw\u00e4rtig. Das h\u00e4ngt f\u00fcr mich auch mit dem Mond zusammen. Der Weltraumtourismus wird bef\u00f6rdert, die reichsten Menschen der Erde streiten \u00fcber Vor- und Anteile \u2013 der Mond wird kolonialistisch vereinnahmt. Der Mensch versucht abzugreifen, was er bekommen kann. Daf\u00fcr stehen in NEURO-MOON Sumi und Aslan, die einfach nur ihre eigenen kapitalistischen Interessen vertreten. Wenn die Spezies Mensch auf der Erde nicht mehr leben kann, gehen wir eben auf den Mars, der Mond ist ein lehrreicher Zwischenstopp in dieser Entwicklungsgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FS<\/strong>: Es ist der gro\u00dfe Reiz am zeitgen\u00f6ssischen Musiktheater, das hier die Themen unserer Zeit verhandelt werden. Ich hatte in den letzten Wochen sehr sch\u00f6ne Begegnungen beispielsweise mit einer Frau, die im Zug neben mir sa\u00df, und der ich von NEURO-MOON erz\u00e4hlt habe. Sie war Psychologin und fand die Fragestellungen extrem spannend. Und letzte Woche bin ich mit einem Neurologen dar\u00fcber ins Gespr\u00e4ch gekommen \u2013 das ist das gro\u00dfe Plus des zeitgen\u00f6ssischen Musiktheaters: Es geht uns alle unmittelbar an. Und bei unserer Herangehensweise vor allem auch die j\u00fcngeren Generationen, die vielleicht eine gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zur Technologie und K\u00fcnstlichen Intelligenz aufweisen. Mit NEURO-MOON haben wir die Chance, die Menschen ins Musiktheater zu holen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV: Dein gro\u00dfes Anliegen, ist es, Sara, das Musiktheater offener zu denken, performativer, zug\u00e4nglicher \u2013 und mit einer expliziten Einladung an die j\u00fcngere Generation, der Du ja auch selber angeh\u00f6rst. Wie muss Musiktheater heute und in der Zukunft beschaffen sein, dass es den Anspr\u00fcchen der Zeit und der Kunstform gen\u00fcgen kann?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>SG<\/strong>: Ich glaube, ich habe mir einfach erlaubt, das zum Klingen zu bringen, was ich als Zuschauerin gerne h\u00f6ren w\u00fcrde. Ich frage mich immer: F\u00fcr wen ist das? F\u00fcr wen machen wir diese Projekte, an denen wir drei Jahre lang arbeiten. Um \u00fcberhaupt solch ein Projekt zu starten, muss ich das Gef\u00fchl haben, dass gerade dieses St\u00fcck auch Menschen begeistern k\u00f6nnte, die nie im Theater sind, die vielleicht noch nie in ihrem Leben neue Musik geh\u00f6rt haben \u2013 und die trotzdem einen Zugang zu diesem St\u00fcck finden sollen. Das w\u00e4re ein riesiger Erfolg. NEURO-MOON ist mein Versuch, diese Vorstellung ein bisschen zu tr\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV: Nach dem Crash von NEURO-MOON ist die L\u00f6sung von Sumi eine gigantische PR-Aktion f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit der App. Sumi: \u201eWir brauchen Gef\u00fchle gegen diese Gef\u00fchle.\u201c Alle gehen auf den Mond und machen gute Miene zum b\u00f6sen Spiel. Und da Gef\u00fchle das sind, was das Musiktheater besonders gut kann, werden wir eingelullt\u2026 oder etwa nicht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>MG<\/strong>: Sumi m\u00f6chte mit dem Ausstellen der Gef\u00fchle zeigen: Bei uns ist alles sicher, vertrauen Sie weiter unseren Mond-Servern, so wie wir das tun. Deshalb fliegen wir hin und demonstrieren Ihnen das. Die echten Gef\u00fchle unseres Startup-Trios sind aber nicht so eindeutig und vor allem sehr unterschiedlich. Tilman ist ja schon vorher derjenige, der am meisten mit der Situation hadert, in der er sich nach der Erfindung von NEURO-MOON wiederfindet. Er hat Angst, dass sein Mond-Trip etwas von der Magie des Mondes nimmt. Selina und Fenja versuchen dagegen, die Aktion einfach bis zum Ende durchzuziehen. Und trotzdem haben auch sie viel mitgemacht. Die Situation wird br\u00fcchiger, je n\u00e4her sie sich dem Mond ann\u00e4hern, mit jedem Kilometer haben sie ein paar Fragen mehr. Am Anfang stand die Begeisterung, die schlechten Erinnerungen des Lebens einfach hinter sich zu lassen \u2013 und jetzt finden sie sich \u00fcbermannt und geschluckt von einem riesigen Tech-Unternehmen, stehen auf dem Mond und sehen auf diese winzige Erde, die ihr Zuhause ist. Sara und Emma setzen der Storyline nicht einfach ein Ende, sondern leuchten nochmal tief in die Figuren hinein und stellen Fragen, anstatt am Ende die Antworten zu liefern. Es war uns allen wichtig, dass das Ende offen bleiben soll und nicht durch Antworten zugekleistert wird. Wie ist der Standpunkt, auf dem wir jetzt gelandet sind, und wie geht es von hier aus weiter?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>HV: In Georg B\u00fcchners Erz\u00e4hlung LENZ gibt es einen sch\u00f6nen Satz: \u201e\u2026 der Himmel war ein dummes blaues Aug, und der Mond stand ganz l\u00e4cherlich darin, einf\u00e4ltig.\u201c Der Mond wei\u00df auch nicht, was er mit unseren Erinnerungen anfangen soll. Mit seiner kolonialistischen Vereinnahmung zerst\u00f6ren wir \u00fcberdies sein utopisches Potenzial. Um mit Tilman zu sprechen: \u201eIch wollte nie auf den Mond, mein Fu\u00dfabdruck k\u00f6nnte diese magische Lampe ausknipsen.\u201c Was Tilman meint und sp\u00e4ter auch formuliert: Wir betreiben heute \u201eDie Entzauberung der lunaren Seele\u201c. Die Hochtechnifizierung entwertet den Sehnsuchts-Satelliten, den sich der Mensch \u00fcber Jahrhunderte als imagin\u00e4ren Zufluchtsort erschaffen hat. Selina h\u00e4lt dagegen: Es gibt so viele Monde wie es Phantasien gibt. Wir m\u00fcssen sie nur gestalten. Und den Rest einfach wegsperren im Hochsicherheitstrakt unseres MUSEUMS DER UNLIEBSAMEN ERINNERUNGEN.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Das Gespr\u00e4ch wurde vom Dramaturgen <\/strong><strong>Heiko Voss mit dem Neuro Moon-Team f\u00fcr das Programmheft des Theaters Freiburg gef\u00fchrt und Szenik vom Theater Freiburg zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>N\u00e4chste Vorstellungen: 07.05., 14.05., 18.05.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/theater.freiburg.de\/de_DE\/spielplan\/neuro-moon-manage-your-memories.17398757\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">theater.freiburg.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sara Glojnari\u0107 (Komponistin), Miriam G\u00f6tz (Regisseurin), Robert L\u00e4\u00dfig (Video), Sarah Mittenb\u00fchler (B\u00fchne &amp; Kost\u00fcm), Friederike Scheunchen (Musikalische Leitung) und Heiko Voss (Dramaturg) im Gespr\u00e4ch \u00fcber die Musiktheater-Urauff\u00fchrung NEURO-MOON. 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