{"id":52120,"date":"2022-07-05T10:39:05","date_gmt":"2022-07-05T08:39:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.szenik.eu\/?p=52120\/"},"modified":"2022-07-05T10:39:07","modified_gmt":"2022-07-05T08:39:07","slug":"jana-guenther-im-gespraech-zu-resonanz-ein-augmented-reality-projekt-des-stuttgarter-kammerorchesters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/jana-guenther-im-gespraech-zu-resonanz-ein-augmented-reality-projekt-des-stuttgarter-kammerorchesters-52120","title":{"rendered":"Jana G\u00fcnther im Gespr\u00e4ch zu &#8222;Resonanz&#8220;, ein Augmented-Reality-Projekt des Stuttgarter Kammerorchesters"},"content":{"rendered":"\n<h2>Zum 60-j\u00e4hrigen Bestehen der St\u00e4dtepartnerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart mit der Europastadt Stra\u00dfburg hat das Stuttgarter Kammerorchester&nbsp;(SKO)&nbsp;ein neues Projekt entwickelt.&nbsp;<strong><em>Resonanz&nbsp;<\/em><\/strong>ist eine einzigartige Installation mit Musik, Kunst und Animation in einer Augmented Reality und stellt einen Ort der Begegnung und interaktiven Erfahrung f\u00fcr alle Menschen dar. Szenik hat sich mit Jana G\u00fcnther, Konzepterin und Regisseurin von&nbsp;<strong><em>Resonanz<\/em><\/strong>, \u00fcber die Entstehung des Projektes, die Verf\u00fcgbarkeit von Kulturprojekten und Digitalisierung im Bereich der klassischen Musik unterhalten.&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-background has-medium-font-size\" style=\"background-color:#d0ebfb\">Vom 7. Juli bis 26. August in Stuttgart (Kleiner Schlossplatz)<br>Vom 24. September bis 31. Oktober in Stra\u00dfburg (Palais de la Justice &#8211; Quai Finkmatt)<br>Zur Website : <strong><em><a href=\"https:\/\/sko-resonanz.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.sko-resonanz.com<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie ist die Idee zum \u201eResonanz\u201c-Projekt entstanden?&nbsp;<\/strong><br><br>Im letzten Winter habe ich das Buch \u201eResonanz &#8211;&nbsp;Eine Soziologie der Weltbeziehung\u201c von Hartmut Rosa in einem Buchladen entdeckt, dessen Titel ich sehr inspirierend fand. Als ich dann an der Kasse stand, sprach mich eine Frau an und fragte, ob wir uns nicht einmal treffen und \u00fcber dieses Werk reden k\u00f6nnten. Das ist mir noch nie bei einem Buch passiert!<br>In dem Werk behandelt Hartmut Rosa das Thema der Resonanz; also Resonanzen in unserem K\u00f6rper, Resonanzen in der Musik, Resonanzen der Gesellschaft&#8230; Auch wenn unser Projekt nicht darauf aufbaut, war es doch eine gute Inspiration f\u00fcr die Anfangsphase.&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kam die Kooperation mit dem Stuttgarter Kammerorchester zustande?&nbsp;<\/strong><br><br>\u201e<em>Resonanz<\/em>\u201c ist mein zweites Projekt mit dem Stuttgarter Kammerorchester. Wir haben uns 2019 kennengelernt und die Zusammenarbeit ist einfach fantastisch! Der Intendant <strong>Markus Korselt<\/strong> ist so begeistert von der Digitalisierung und den Neuen Medien, dass er sehr offen f\u00fcr meine Idee zu einem kostenlosen Musikprojekt im \u00f6ffentlichen Raum war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprechen immer \u00fcber die Ansprache neuer Zielgruppen, aber es geht nicht darum einen Flyer in Neonfarben zu produzieren, sondern um die Mitnahme neuer ZuschauerInnen an dem Ort, an dem sie sich befinden&#8230; und das ist momentan die Digitalisierung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Projekt ist kostenlos und findet im \u00f6ffentlichen Raum statt; es ist zu jeder Uhrzeit begehbar und hat einen Play-Charakter, in dem sieben Personen (oder mehr) aufeinandertreffen. Es gibt eine Fotofunktion; man kann (nach Einschalten der Videofunktion) kleine Videos f\u00fcr Instagram realisieren, sodass \u201e<em>Resonanz<\/em>\u201c nach au\u00dfen transportiert wird. Ich habe die Hoffnung, dass wir mit dem Projekt Menschen auf etwas neugierig machen, mit dem sie vorher noch nicht in Ber\u00fchrung gekommen sind.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"615\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-1024x615.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-52121\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-1024x615.jpg 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-768x461.jpg 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-1536x922.jpg 1536w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-750x450.jpg 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt-1140x685.jpg 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Stuttgarter_Kammerorchester_Foto_Wolfgang_Schmidt.jpg 1985w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Stuttgarter Kammerorchester  I Wolfgang Schmidt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie hat Sie die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Kammerorchester beeinflusst?\u00a0<\/strong><br><strong><br><\/strong>Ich mag klassische Musik; ich habe \u00fcber 15 Jahre lang selbst Klavier gespielt. Ich bin also mit den Standardnamen vertraut (<em>lacht<\/em>). Ich habe Wirtschaftswissenschaften und dann ein Zweitstudium an der Filmakademie Baden-W\u00fcrttemberg, im Bereich Film-und Medienproduktion, absolviert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zusammenarbeit ist nur aufgrund der Aufgeschlossenheit des Stuttgarter Kammerorchesters m\u00f6glich. Die Suche nach unseren Schnittpunkten finde ich dabei das Interessante und Bereichernde. Wir lernen gegenseitig sehr viel bei dieser Kooperation. Unser running gag ist meine folgende Bemerkung: \u201e<em>Markus, mach doch mal ein bisschen mehr Carmina Burana<\/em>.\u201c; dann muss er immer lachen.&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie genau wird das \u201eResonanz\u201c-Projekt in der Stuttgarter Innenstadt ablaufen?&nbsp;<\/strong><br><strong><br><\/strong>In der Innenstadt wird ein 140m2 gro\u00dfes Floorgraphic von <strong>Marc Fornes<\/strong> auf dem Boden aufgebracht. Diese Art \u201eSticker\u201c hat zwei Funktionen: Zum einen ist es ein visueller Anker f\u00fcr die PassantInnen, zum anderen verbindet es die analoge mit der digitalen Ebene. Die sieben Arme dieses dargestellten Sterns sind Markerpunkte und repr\u00e4sentieren die sieben Instrumente. Nach dem Herunterladen der App kann man das Handy auf einen Marker halten, um somit die Stimme des jeweiligen Instrumentes zu starten. Dazu korrespondierend gibt es eine Animation. Erst wenn ein\/e zweite\/r PassantIn zum Floor hinzukommt, startet das zweite Instrument und beide TeilnehmerInnen sehen zwei Animationen. Es braucht also sieben Personen, um schlussendlich das ganze Konzert zu h\u00f6ren. Jede\/r TeilnehmerIn ist ein Instrument, eine Stimme. Die Musik und ihr Klang ver\u00e4ndern sich mit den Bewegungen der TeilnehmerInnen. Zudem ver\u00e4ndert sich die Animation mit dem Einloggen jeder weiteren Person, d.h. sie haben in gewisser Weise die Funktion eines Ausl\u00f6sers.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Projekt unterstreichen wir die Wichtigkeit einer Gemeinschaft: Erst wenn wir alle gemeinsam spielen, kann etwas Wunderbares und Neues entstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"717\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-1024x717.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-52123\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-1024x717.png 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-300x210.png 300w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-768x538.png 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-1536x1076.png 1536w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-750x525.png 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01-1140x798.png 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/SKO_Resonanz_Floorgraphic_01.png 1998w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>SKO_Resonanz_Floorgraphic <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Geht es bei diesem Projekt um eine Erfahrung oder die Entdeckung einer Komposition?\u00a0<\/strong><br><br>Das Projekt hat mehrere Ebenen, die es meiner Meinung nach so spannend machen. Wenn ich mir eine Animation ansehe, dann sehe ich nur die Animation. Gehe ich in ein Konzert, h\u00f6re ich nur die Musik. Wenn ich Menschen sehen will, dann gehe ich in ein Caf\u00e9. Diese drei Komponenten Kunst &#8211; digitale Kunst \u2013 Musik \u2013 Begegnung &#8211; kommen in \u201e<em>Resonanz<\/em>\u201c zusammen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mag interdisziplin\u00e4re Projekte. Es erm\u00f6glicht den ExpertInnen und Kreativschaffenden \u00fcber den Tellerrand zu blicken und verschiedene Welten aufeinandertreffen zu lassen. \u201e<em>Resonanz<\/em>\u201c ist nicht nur eine Chance f\u00fcr die Musikvermittlung, sondern eine M\u00f6glichkeit j\u00fcngere Zielgruppen zu erreichen.&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das \u201eResonanz\u201c-Projekt startet am 7. Juli in Stuttgart und geht danach auf Reisen (Stra\u00dfburg, Saarbr\u00fccken). Welche St\u00e4dte sind geplant?&nbsp;<\/strong><br><strong><br><\/strong>Stuttgart feiert seine 60-j\u00e4hrige St\u00e4dtepartnerschaft mit Stra\u00dfburg. Da unser Projekt von Anfang an einen verbindenden Charakter hatte, f\u00fcgt es sich gut in diese Festlichkeiten ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig war uns ein internationaler Austausch sehr wichtig. Das<a href=\"https:\/\/www.institutfrancais.de\/fr\/stuttgart\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> Institut Fran\u00e7ais Stuttgart<\/a> konnte einen Kontakt zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.m-ea.eu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Maison europ\u00e9enne de l\u2019Architecture&nbsp;\u2013 Rhin sup\u00e9rieur <\/a>herstellen, sodass das Projekt auch in Stra\u00dfburg gezeigt werden kann. Allerdings geht es uns dabei nicht nur um die Musikvermittlung zwischen deutschen und franz\u00f6sischen Sch\u00fclerInnen; wir wollen auch Erwachsene erreichen. So haben wir ein Rahmenprogramm an F\u00fchrungen, Events und Treffen eingerichtet, um weitere Begegnungsm\u00f6glichkeiten zu schaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dass das Projekt nach Saarbr\u00fccken kommt, liegt an meiner pers\u00f6nlichen Beziehung zum Saarland. Ich bin dort aufgewachsen und finde die Stadt einfach toll. Zudem f\u00fchren wir Gespr\u00e4che mit anderen L\u00e4ndern, wie zum Beispiel der Schweiz, Luxemburg und Lichtenstein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits setzen wir uns mit diesem Tournee-Wunsch auch mit der Frage nach den Open Sources des Kulturbetriebes auseinander. Oftmals finanzieren sich Projekte durch F\u00f6rderungen, d.h. durch Steuergelder (bis auf private Sponsoren oder Stiftungen). Da es dennoch h\u00e4ufig an den ausreichenden Finanzmitteln fehlt, finde ich die Verf\u00fcgbarkeit von Projekten wichtig. Kulturinstitutionen sollten erarbeitete Materialen\/Programme miteinander teilen um aus dem begrenzten Budget, welches sie haben, mehr Fokus auf die Kreativit\u00e4t legen zu k\u00f6nnen. <br>Wir stellen \u201e<em>Resonanz<\/em>\u201c jeder Stadt oder jedem Land zum Selbstkostenpreis zur Verf\u00fcgung, wobei es da vor allem um die Druckkosten des Floorgraphic und die Verl\u00e4ngerung (oder Anpassung) einiger Rechte f\u00fcr das jeweilige Land geht. <br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben es bereits angesprochen: Ein reichhaltiges Rahmenprogramm an Begegnungen, Gespr\u00e4chen, Veranstaltungen ist in den kommenden Wochen in Stuttgart geplant&#8230;<\/strong><br><br>Dieses Rahmenprogramm ist uns sehr wichtig. Es bringt nichts, wenn wir \u00fcbereinander reden; wir m\u00fcssen miteinander kommunizieren. Mit \u201e<em>Resonanz<\/em>\u201c wollen wir einen Ort der Begegnung schaffen, daher laden wir jede\/n B\u00fcrgerIn, jeden Verein, jede Institution zur Teilnahme ein, um mitten in der Stadt eine Begegnungsst\u00e4tte f\u00fcr Austausch zu schaffen.<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Herausforderungen sehen sich Orchester ausgesetzt, wenn sie im digitalen Bereich arbeiten m\u00f6chten? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht?\u00a0<\/strong><br><br>Zum einen sind es immer die Kosten, zum zweiten ist es die Machbarkeit. Zum dritten ist es immer zielgruppenspezifisch. Allerdings l\u00e4sst sich feststellen, dass Theater und Museen im Bereich der Digitalisierung den Orchestern etwas voraus sind (siehe <a href=\"https:\/\/kreativ.mfg.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Museum 4.0 der MFG Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>). Wir hoffen nat\u00fcrlich, dass unsere Kooperation mit dem Stuttgarter Kammerorchester auch andere Orchester mehr f\u00fcr digitale Projekte sensibilisiert.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Hindernis scheint mir die begrenzte F\u00f6rderung in diesem Bereich zu sein. Theater und Museen k\u00f6nnen mittlerweile von finanziellen Unterst\u00fctzungen f\u00fcr digitale Projekte profitieren; bei Orchestern ist dies immer noch schwierig. Musik ist per se auditiv und nicht visuell. Eine Br\u00fccke zwischen Musik und audiovisueller Arbeit zu schlagen, ist daher nicht einfach und stellt eine innovative Herausforderung f\u00fcr die kommenden Jahre dar.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Punkt sind die Kosten der technischen Mittel. Ein Orchester spielt ein Konzertprogramm oftmals nur ein oder zwei Mal. Ich habe bereits mit der Idee eines Konzertes in Augmented-Reality-Form gespielt. Allerdings kostet eine Brille schon 500\u20ac. Bei zweitausend BesucherInnen kommen wir da auf einen Gesamtpreis von 100.000\u20ac. Dazu kommen die Animationskosten, die Produktionskosten, etc&#8230; Niemand kann 300.000\u20ac f\u00fcr einen Abend ausgeben!\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch ist F\u00f6rderung im Bereich der klassischen Musik sehr wichtig, denn Neue Medien sind mittlerweile zu einem wichtigen Aspekt bei der Ansprache eines j\u00fcngeren Publikums geworden. Da lohnt es sich, meiner Meinung nach, langfristig und mehr mit Open Source sowie Open Codes zu arbeiten. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:12px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59-1024x575.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-52125\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59-1024x575.png 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59-300x168.png 300w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59-768x431.png 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59-750x421.png 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59-1140x640.png 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Capture-decran-2022-07-05-a-09.15.59.png 1247w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>SKO I Bildschirmfoto<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>\u201eResonanz\u201c startet in ein paar Tagen. Was w\u00fcnschen Sie sich f\u00fcr die Umsetzung und die Zukunft dieses Projektes?&nbsp;<\/strong><br><strong><br><\/strong>Ich w\u00fcrde gerne sehen, wie ganz unterschiedliche Menschen an diesem Projekt Spa\u00df haben. Gerade dieser Moment, in dem fremde Personen aufeinandertreffen, sich in die App einloggen und daran teilnehmen, wird sehr spannend. Ich w\u00fcnsche mir, dass dabei Verbindungen entstehen, die TeilnehmerInnen zusammen lachen und S\u00e4tze zu h\u00f6ren sein werden, wie: \u201eHallo, ich bin die Geige. Bist du der Bass?\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Verein, jede Institution kann sich melden und eine Veranstaltung oder ein Gespr\u00e4chsthema vorschlagen. Wir haben eine Website eingerichtet, die alle Veranstaltungen erfasst und ver\u00f6ffentlicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde mich freuen, wenn unser Projekt durch die Welt wandert. Was passiert, wenn ein solches Kunstwerk durch verschiedene L\u00e4nder zieht und an diversen Orten Platz nimmt? Ich kann mir das Unvorstellbare vorstellen \u2013 und darauf freue ich mich.&nbsp;Es soll, wie ein Lebewesen, organisch wachsen. Was uns Menschen ausmacht, sind unsere Erfahrungen und Erinnerungen. Je mehr Veranstaltungen mit Menschen und durch Menschen an diesen Orten stattfinden, umso gr\u00f6\u00dfer wird die M\u00f6glichkeit der Verkn\u00fcpfung unter-und miteinander. Das Beste ist, sich zu unterhalten, zu reisen und zuzuh\u00f6ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>\u00dcber das <a href=\"https:\/\/stuttgarter-kammerorchester.com\/index-en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stuttgarter Kammerorchester<\/a><\/strong><br>77 Jahre nach seiner Gr\u00fcndung sieht sich das Stuttgarter Kammerorchester (SKO) \u2013 mit seinem musikalischen F\u00fchrungsduo Thomas Zehetmair und J\u00f6rg Widmann sowie unter der Leitung seines Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden und K\u00fcnstlerischen Intendanten Markus Korselt \u2013 als kulturelle Instanz mit Verantwortung in einer Doppelrolle. Die Tradition bewahren und gleichzeitig klangliche und programmatische Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr die Zukunft setzen: Daraus sch\u00f6pft das SKO seine kreativen Ideen. Ein reiches Repertoire vom Barock bis hin zu Urauff\u00fchrungen, die Zusammenarbeit mit international bekannten Solist*innen und das selbstbewusste \u00dcberschreiten von Genregrenzen mit herausragenden K\u00fcnstler*innen aus Jazz und Elektronischer Musik in publikumsnahen Formaten machen es zu einem der vielseitigsten Ensembles der Gegenwart mit weltweiter Konzertt\u00e4tigkeit. Einen besonderen Schwerpunkt legt das SKO auf die Digitalisierung, mit der in schneller Taktung neue Projekte und Visionen entstehen, um Menschen \u00fcber alle Grenzen hinweg im Hier und Jetzt zu erreichen. Im M\u00e4rz 2022 erreichte das SKO als erstes Orchester in Deutschland die Klimaneutralit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>\u00dcber Jana G\u00fcnther und Tobias Scherer, Medienkonzeption<\/strong><br>Mit 15 Jahren Erfahrung in der Film-und Medienbranche konzipieren, produzieren und beraten Jana G\u00fcnther und Tobias Scherer internationale Kulturbetriebe und Unternehmen im Bereich neue Medien f\u00fcr digitale Projekte. Sie arbeiten projektbezogen mit renommierten K\u00fcnstler*innen und Spezialist*innen zusammen, um immersive Erlebnisse im Zeitalter der Digitalisierung zu kreieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>\u00dcber <a href=\"https:\/\/theverymany.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Marc Fornes<\/a>, den K\u00fcnstler des&nbsp;<em>Resonanz<\/em>-Floors&nbsp;<\/strong><br>Marc Fornes ist ein Architekt DPLG, der sich auf Computational Design und Digital Fabrication spezialisiert hat. Er leitet MARC FORNES \/ THEVERYMANY, ein in Brooklyn ans\u00e4ssiges Studio, das eine prototypische Strategie entwickelt hat, um Oberfl\u00e4che, Struktur und r\u00e4umliche Erfahrung in einem einzigen tektonischen System zu vereinen: durch die Erfindung von Structural Stripes. In den letzten Jahren hat das Studio eine Reihe von d\u00fcnnschaligen Pavillons und Installationen gebaut, die die Grenzen von Form, Struktur und Raum erweitern. Einige davon wurden vom Centre Pompidou (Paris), dem FRAC Centre (Orl\u00e9ans), der Art Basel Miami, dem Guggenheim (New York) und anderen erworben und ausgestellt und bei Philipps De Pury versteigert. Fornes&#8216; mit internationalen Preisen ausgezeichnetes Studio wurde 2012 vom American Institute of Architects als Teil von New Practices New York und von der Architectural League, deren Preis des Jahres 2013 er gewann, anerkannt. Fornes hat seine Forschungsergebnisse als TED Fellow und in Graduate Design Studios an der Columbia GSAPP, in Harvard GSD, der University of California, der University of Michigan und bei Die Angewandte in Wien geteilt. Als Projektarchitekt bei Zaha Hadid Architects leitete er die Forschung f\u00fcr eine experimentelle Mediathek in Pau, Frankreich, und damit die bisher gr\u00f6\u00dfte Schalenstruktur aus Carbonfasern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Interview: j. lippmann<br>Am 23. Juni 2022<br>Foto: SKO<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 60-j\u00e4hrigen Bestehen der St\u00e4dtepartnerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart mit der Europastadt Stra\u00dfburg hat das Stuttgarter Kammerorchester&nbsp;(SKO)&nbsp;ein neues Projekt entwickelt.&nbsp;Resonanz&nbsp;ist eine einzigartige Installation mit Musik, Kunst und Animation in einer Augmented Reality und stellt einen Ort der Begegnung und interaktiven Erfahrung f\u00fcr alle Menschen dar. 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