{"id":37923,"date":"2021-02-23T12:45:04","date_gmt":"2021-02-23T11:45:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.szenik.eu\/?p=37923\/"},"modified":"2021-03-01T10:27:28","modified_gmt":"2021-03-01T09:27:28","slug":"interview-mit-dem-schauspieler-regisseur-alexander-ourth-wir-kratzen-nur-an-der-spitze-des-digitalen-eisberges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/interview-mit-dem-schauspieler-regisseur-alexander-ourth-wir-kratzen-nur-an-der-spitze-des-digitalen-eisberges-37923","title":{"rendered":"Interview mit dem Schauspieler &#038; Regisseur Alexander Ourth : \u201eWir kratzen nur an der Spitze des digitalen Eisberges.\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h2>szenikmag hat sich mit&nbsp;<strong>Alexander Ourth<\/strong>, Regisseur und Leiter des Trierer Titanic-Projektes, \u00fcber sein Interesse an digitaler Kunst, den Austausch mit dem Publikum und die Arbeit mit neuen Technologien in der Theater-und Kunstwelt unterhalten.&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Unter der Tr\u00e4gerschaft der<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" TUFA Trier (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/tufa-trier.de\" target=\"_blank\"><strong> TUFA Trier<\/strong><\/a> wandeln sechs K\u00fcnstlerInnen aus Trier aktuell die Kom\u00f6die&nbsp;\u201c<em>Der&nbsp;Untergang der Titanic<\/em>\u201d von <strong>Hans Magnus Enzensberger <\/strong>in ein digitales Theater-Projekt um. <\/p>\n\n\n\n<p>In insgesamt 25 Szenen wagen sie sich mit unterschiedlichen Herangehensweisen auf die digitale B\u00fchne und experimentieren dabei auch mit artverwandten Medien: Stop-Motion-Animation, Motion-Capturing, Game Design, Illustration und Klangkunst.&nbsp;Die fragmenthafte Erz\u00e4hlform erm\u00f6glicht es den Beteiligten jede Episode mit unterschiedlichen Ans\u00e4tzen und Vorstellungen davon, wie man digitales Theater macht, anzugehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die bereits w\u00e4hrend des ersten Lockdowns im Fr\u00fchjahr 2020 entstandene Idee befindet sich nun in der Umsetzung und wird in K\u00fcrze auf einer eigenen Website&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/249778.seu2.cleverreach.com\/c\/55620055\/9eaa591749e-qom625\" target=\"_blank\"><strong><em>www.titanic-tufa-trier.de<\/em><\/strong><\/a>&nbsp;zu sehen sein. Gef\u00f6rdert wird das Projekt durch das rheinland-pf\u00e4lzische F\u00f6rderprogramm <em>Fokus Kultu<\/em>r, die <em>Stadt Trier<\/em> und die <em>Kulturstiftung Trier<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:51px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37939\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-750x422.jpg 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier-1140x641.jpg 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Untergang-der-Titanic_10-Gesang_Quelle-Tufa-Trier.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Quelle: TUFA Trier<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:65px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Auf der Website des Titanic-Projekts steht geschrieben: <\/strong><br><strong>\u201cDiese Webseite ist sozusagen der Theaterabend, der kein Theater mehr ist, (\u2026).\u201d<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass die B\u00fchne ein essentieller Ort ist. Dieses gemeinsame Erleben l\u00e4sst sich nun einmal nicht durch den digitalen Raum ersetzen. Und das sage ich wirklich als jemand, der seit seiner Jugend ein gro\u00dfer Fan von digitalen Medien ist. Ich glaube aber, dass wir uns das Theatrale, das Poetische, vielleicht auch das Dramatische, in den digitalen Raum her\u00fcberretten k\u00f6nnen. Das einmal auszuloten und die M\u00f6glichkeiten anzuf\u00fchlen, ist auch der Versuch bei unserem Titanic-Projekt. Es ist interessant zu sehen, wie wir, die Theaterschaffenden, zur Zeit mit unserer Kunst umgehen. Wir sind aktuell des Kernes, also unserer Kunst, beraubt und versuchen unser k\u00fcnstlerisches Denken auf andere Medien zu st\u00fclpen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:52px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Wie ist dieses Projekt entstanden?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das Projekt ist im Februar \/ M\u00e4rz 2020 entstanden, als klar wurde, dass die B\u00fchnen eine Weile geschlossen bleiben w\u00fcrden. So wie viele andere Theaterschaffende und K\u00fcnstlerInnen hatte auch ich den Drang, trotzdem aktiv sein zu wollen. Daraufhin wurde das Internet mit wundersch\u00f6nen Handyvideos geflutet. Allerdings hatte ich das Gef\u00fchl, dass das Medium mehr hergibt, als das, was die B\u00fchnen damit produzierten oder auch das, was ich im ersten Moment versucht war zu realisieren. Gleichzeitig war noch gar nicht klar, wie unsere Branche finanziell unterst\u00fctzt werden w\u00fcrde. Mir war es ein gro\u00dfes Bestreben, m\u00f6glichst viele Personen irgendwie in Arbeit zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<em>Titanic<\/em>&nbsp;hat sich zum Einen angeboten, weil irgendwie eine Art Untergangsstimmung herrschte. Zum Anderen hat der Text aufgrund seiner Form, das hei\u00dft mit 33 Ges\u00e4ngen und Zwischentexten, die M\u00f6glichkeit geboten, viele Menschen auf unterschiedliche Weise an dem Projekt teilnehmen zu lassen. Allerdings gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine F\u00f6rderstrukturen f\u00fcr solche Unternehmen, daher hat alleine die Antragsstellung lange gedauert&#8230; Und wie das so ist mit freien Projekten, denkt man sie immer zuerst sehr gro\u00df und dann werden sie von alleine kleiner (<em>lacht<\/em>).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Daraufhin habe ich mich mit einigen gut bekannten K\u00fcnstlerInnen aus Trier zusammengetan. Wir haben den Text unter uns aufgeteilt und uns wirklich gefragt, wie wir diesen digitalen Raum nutzen k\u00f6nnen. Ich glaube, dass wir bisher nur an der Spitze des Eisbergs der M\u00f6glichkeiten gekratzt haben, aber solche Projekte sind allein schon als Bestandsaufnahme wichtig. Also, zu verstehen, welche Kapazit\u00e4ten notwendig sind, um zum Beispiel ein Theatergame zu schaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:52px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:54px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Die Website l\u00e4sst den ZuschauerInnen die M\u00f6glichkeit, frei zu entscheiden, wie sie in die Umsetzung des Textes eintauchen wollen.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich habe mich intensiv mit der Frage besch\u00e4ftigt, was Theater f\u00fcr mich ausmacht und das ist nat\u00fcrlich die Interaktion. Diese k\u00f6nnte man jetzt nur noch verst\u00e4rken, wenn man eine Art Videokonferenz live schaltet. Das ist aber auf die Dauer nicht haltbar f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse. W\u00e4ren wir ein Stadt-oder Staatstheater h\u00e4tten wir da sicherlich andere M\u00f6glichkeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber dieses interaktive Element fand ich immer schon sehr interessant, vermutlich weil ich selbst sehr viel Improvisationstheater spiele und mir das sehr ans Herz gewachsen ist. In unserem Titanic-Projekt steht die Interaktion dadurch im Vordergrund, dass sich jede.r ZuschauerIn wild durch die Szenen klicken kann und unterschiedliche Formen der Interaktivit\u00e4t geboten werden: Der Prolog ist zum Beispiel ist als Computerspiel gedacht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14-1024x533.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-37928\" srcset=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14-1024x533.png 1024w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14-300x156.png 300w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14-768x399.png 768w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14-750x390.png 750w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14-1140x593.png 1140w, https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.37.14.png 1390w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Also: Einschalten oder Ausschalten, das ist hier die Frage.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das ist eine spannende Frage: Wie k\u00f6nnen wir wissen, was die ZuschauerInnen interessiert und wie lange sie bleiben? Wir haben in diesem Sinne kein Feedback, obwohl es sicherlich technische Analyse-Tools gibt, die solche Einblicke gew\u00e4hrleisten. Aber diese in Stand zu setzen ist viel verlangt f\u00fcr ein Projekt. Wir arbeiten aktuell an einer Kommentarfunktion, damit das Publikum wenigstens schriftlich etwas hinterlassen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich stellt sich auch die Frage, wie man in Zukunft mit solchen digitalen Projekte umgeht und in welcher Art und Weise sie unsere Theaterwelt bereichern k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:56px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Das Titanic-Projekt entstand in Zusammenarbeit mit sechs K\u00fcnstlerInnen aus Trier. Wie lief diese Kooperation ab?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Sehr chaotisch (<em>lacht<\/em>). Im Gegensatz zu meiner sonstigen Art wollte ich dieses Mal sehr frei arbeiten. Zuerst habe ich den Text bearbeitet, meine Gedanken dazu notiert und dann haben wir uns regelm\u00e4\u00dfig in Videokonferenzen getroffen, \u00fcber unsere Ideen gesprochen und die Szenen sehr gener\u00f6s aufgeteilt. Ich halte mich nicht f\u00fcr den gro\u00dfen leitenden Regisseur in dieser Angelegenheit, sondern viel mehr f\u00fcr den Organisator und technischen Coach (zum Beispiel bei Fragen zu Videoaufnahmen, der Bearbeitung von Tondateien, usw.). Das Schwierige oder die Herausforderung dabei war, die Kapazit\u00e4ten aus einem verbal definierten Wunsch heraus zu filtrieren. Wo zum Beispiel einen Synthesizer oder einen arabisch sprechenden S\u00e4nger finden? Normalerweise, wenn man frei arbeitet, laufen diese F\u00e4den alle bei einem selbst zusammen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:57px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Die Website bietet ein Computerspiel, Video-und Audioformate. Warum haben Sie sich f\u00fcr diese unterschiedlichen Formate entschieden?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Zu Anfang war es wirklich viel gr\u00f6\u00dfer gedacht. Urspr\u00fcnglich wollten wir ein Trierer Projekt mit den unterschiedlichsten und hier anzutreffenden K\u00fcnsten auf die Beine stellen und Paarungen mit theaterfremden Menschen schaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film ist f\u00fcr uns Theaterschaffende das n\u00e4chst m\u00f6gliche Medium. Aber es war und ist mein Bestreben, m\u00f6glichst unterschiedliche Formen abzuklopfen, zum Beispiel werden noch ein Gesang als interaktive Website und eine andere Szene in Cartoon-Form gestaltet werden. Diese Diversit\u00e4t war mir sehr wichtig, auch auf Kosten einer Einheitlichkeit. Der Versuch ist aber nicht etwas Einheitliches zu schaffen, sondern Erkenntnis dar\u00fcber zu bekommen, welche Angebote oder Formate funktionieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:58px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Sie haben 2009 in Trier das <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Kulturlabor  (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/kulturlabor-trier.de\" target=\"_blank\">Kulturlabor &#8211; Theater im Jetzt<\/a> gegr\u00fcndet. <\/strong><br><strong>Ist es Ihr Wunsch, viel auszuprobieren und sich stets neu zu erfinden?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust, wie bei den meisten Theaterschaffenden. Das Eine ist ein kompromissloses Ausloten der eigenen Ideen und das Andere ist eine gewisse Wirtschaftlichkeit, der man Sklave ist. Die Pr\u00e4misse unseres <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Kulturlabors (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/kulturlabor-trier.de\" target=\"_blank\">Kulturlabors<\/a><\/strong> ist es, Dinge auszuprobieren. Dennoch muss ich Stoffe w\u00e4hlen, die am Ende finanziert werden. Stets die Balance zwischen der Ideenumsetzung und der Wirtschaftlichkeit eines Projekts zu halten ist aber ein sehr bekanntes Problem in der Theater-und Kunstwelt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:52px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-vimeo aligncenter wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"jeg_video_container jeg_video_content\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Trailer Drau&amp;szlig;en vor der T&amp;uuml;r Wolfgang Borchert\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/392160481?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><figcaption>Trailer &#8222;Drau\u00dfen vor der T\u00fcr&#8220; (2019). Regie: Alexander Ourth<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:49px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Erh\u00f6ht sich der Druck, wenn man freischaffend arbeitet?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Es ist etwas anderes. Ich bin immer mal wieder Gast und war lange selbst fest, und da versp\u00fcre ich den Druck nat\u00fcrlich viel mehr. In meiner Zeit am Stadttheater kam es selten vor, dass ich das Gef\u00fchl hatte etwas zu machen, bei dem ich mir selbst treu war. In der Retrospektive betrachtet oder wie Enzensberger sagt \u201emit dem R\u00fccken zur Zukunft\u201c ist die Gr\u00fcndung des Kulturlabors nur m\u00f6glich gewesen, weil ich mich k\u00fcnstlerisch sehr unterdr\u00fcckt gef\u00fchlt habe. Jetzt genie\u00dfe ich beide Welten: In der freien Szene kann ich Projekte machen, die man so nie am Stadttheater realisieren w\u00fcrde und ich genie\u00dfe es, als Gastschauspieler die Verantwortung abzugeben und zu sagen: \u201eHier bin ich mit meiner Seele. Was soll ich tun?\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:45px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Das klingt ja sehr faustisch&#8230;<\/strong><br><strong>Wann wurde die digitale Kunst f\u00fcr Sie relevant?&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Das war ganz fr\u00fch. Ich bin in einem Freundeskreis aufgewachsen, den man als hochgradig Computer \u201enerdifiziert\u201c bezeichnen m\u00fcsste. Ich selbst empfand mich nie sehr bewandert auf diesem Gebiet, aber meine Freunde haben mir immer viel gezeigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zur digitalen Kunst bin ich dann \u00fcber die Kampfchoreografie gekommen. Noch w\u00e4hrend der Schauspielschule habe ich begonnen, Fechten zu unterrichten und Fechtszenen zu choreografieren. Diese wollte ich aufzeichnen. In den sp\u00e4ten 90ern war das aber mit den Aufzeichnungen aber noch so eine Sache. Alles wurde auf Tapes aufgenommen und war sehr kompliziert. Aber Freunde von mir haben das studiert und mir dabei geholfen, aber in Form von Hilfe zur Selbsthilfe. Dadurch hatte ich von Anfang an weniger Ber\u00fchrungs\u00e4ngste dem Thema gegen\u00fcber.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich dann sp\u00e4ter begonnen habe selbst zu inszenieren, war ich in der Verlegenheit kein Geld f\u00fcr B\u00fchnenbilder zu haben. Da ich aber fr\u00fcher ein fanatischer T\u00e4nzer war und in diesem Bereich Videotechnik bereits zum Einsatz kam, habe ich angefangen, mich damit auseinanderzusetzen. Also R\u00e4ume zu kreieren, zu definieren und diese Projektionsfl\u00e4chen zu nutzen, um andere Welten, innere Welten, Assoziationen zu schaffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Interaktivit\u00e4t der digitalen Kunst ist sehr interessant. Wie k\u00f6nnen Projektionen die seelische Beschaffenheit von Figuren wiedergeben; wie k\u00f6nnen R\u00e4ume zerflie\u00dfen oder auseinanderbrechen? Das finde ich faszinierend! Und da ich anfangs nicht das Geld hatte, jemanden f\u00fcr die Umsetzung zu engagieren, habe ich zum Beispiel lernen m\u00fcssen selbst zu programmieren. Es war mir schnell klar, dass das, was ich wollte, nicht durch ein vorproduziertes Video m\u00f6glich ist. Ich brauchte Sensoren, um die Bewegungen der SchauspielerInnen aufzunehmen; ich brauchte Algorithmen, um diese Daten in Bilder umzubauen. Der Weg war steinig und ist es noch immer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed-vimeo aligncenter wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"jeg_video_container jeg_video_content\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Zugv&amp;ouml;gel\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/286481208?dnt=1&amp;app_id=122963\" width=\"500\" height=\"281\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/div>\n<\/div><figcaption>Tanzst\u00fcck von Hannah Ma. Medienkunst: Alexander Ourth.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:54px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Also interessieren Sie sich f\u00fcr das Video, die digitale Kunst als eine Art zus\u00e4tzlichen Erz\u00e4hlstrang?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ja, das stimmt; es ist ein narratives Element. Allerdings habe ich mich davon in letzter Zeit immer mehr emanzipiert, als ich merkte, dass das als Mittel f\u00fcr mich pl\u00f6tzlich zu un\u00fcberlegt wurde. Wenn ich ein St\u00fcck las, kamen mir sofort zahlreiche Ideen f\u00fcr eine digitale Umsetzung. Aber ich wollte dann eigentlich wieder den Schritt der Einschr\u00e4nkung gehen. Ich glaube, die Einschr\u00e4nkung ist oft ein gro\u00dfer Vorteil. Einfach einmal zu sagen: \u201eNein, dieses Mal arbeite ich nicht mit Video, sondern mit Klangkunst und sehe, was mir damit f\u00fcr Welten er\u00f6ffnet werden.\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Videoprojektionen sind in der Regel sehr bildhaft und dazu tr\u00e4gt auch eine gewisse K\u00f6rperlichkeit der DarstellerInnen bei. Daher sind meine Inszenierungen auch sehr k\u00f6rperlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:58px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-very-light-gray-background-color\"><strong>Haben Sie die Bef\u00fcrchtung, dass die Entwicklung digitaler Projekte eingestellt wird, sobald Theater-und Opernh\u00e4user wieder normal spielen k\u00f6nnen?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Ich glaube schon, dass es in Zukunft weniger digitale Angebote geben wird und ich finde es gut, wenn wir wieder zur\u00fcck auf die B\u00fchnen kommen k\u00f6nnen. Mein Wunsch ist aber, dass wir die erarbeiteten Technologien nicht ganz aufgeben und diesen Weg weitergehen. Allerdings bef\u00fcrchte ich, dass daf\u00fcr die Kapazit\u00e4ten fehlen. Ein Stadttheater, das jetzt diesen digitalen Weg eingeschlagen hat und wieder in sein normales Tagesgesch\u00e4ft zur\u00fcckgeht, m\u00fcsste zus\u00e4tzliche Gelder haben, um noch andere Formate zu entwickeln. Das ist nat\u00fcrlich sehr schade, denn gerade kann ich jeden Abend in ein anderes Theater schauen und digital von Berlin nach Hamburg reisen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Also, es gibt hier klar einen Vorteil, aber ich glaube, dass die \u201eProdukte\u201c besser, spannender oder fesselnder werden m\u00fcssen. Da liegt aber noch sehr viel Arbeit vor uns.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-text-align-center has-medium-font-size has-luminous-vivid-amber-background-color\"><strong><em>Der Untergang der Titanic<\/em><\/strong> <strong><em>&#8211; Digitales Theater<\/em><\/strong><br>*<br>Von und mit<br><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Alexander Ourth (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.alex-ourth.com\" target=\"_blank\">Alexander Ourth<\/a><\/strong>, Projektleitung<br><strong>Elke Reiter<br>Stephan Vanecek<br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Hannah Ma (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.hannahmadance.com\" target=\"_blank\">Hannah Ma<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Judith Kriebel (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.judith-kriebel.de\" target=\"_blank\">Judith Kriebel<\/a><br>Sebastian Gasper<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button aligncenter is-style-outline\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-very-dark-gray-color has-background has-luminous-vivid-amber-background-color no-border-radius\" href=\"http:\/\/titanic-tufa-trier.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur Website von &#8222;Der Untergang der Titanic&#8220;<\/a><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h4>Zu Alexander Ourth<\/h4>\n\n\n\n<p>Alexander Ourth wurde 1978 in Oberndorf bei Salzburg geboren. Sein Vater&nbsp;Georges Ourth&nbsp;(Schauspieler &amp; Regisseur) und seine Mutter&nbsp;Renater Rustler-Ourth (Schauspielerin &amp; Regisseurin und Theaterleiterin) arbeiteten zu dieser Zeit am Salzburger Landestheater und leiteten die Elisabethb\u00fchne, dem heutigen Schauspielhaus Salzburg. Bereits als Kind stand er in verschiedenen Rollen auf der B\u00fchne. In der Kindheit wurzelt auch seine Affinit\u00e4t zu verschiedensten erop\u00e4ischen und fern\u00f6stlichen Kampfk\u00fcnsten, die ihn sp\u00e4ter auch zur Kampfchoreografie f\u00fchrte. Nach der Matura begann er mit der Schauspielausbildung in Salzburg und schloss 2001 mit der B\u00fchnenreifepr\u00fcfung der Parit\u00e4tischen Komission in Wien ab. Parallel zum Engegament am Schauspielhaus Salzburg begann er mit intensivem Tranztraining, K\u00f6rperarbeit und unterrichtete B\u00fchnenkampf und -Fechten. Bis heute ist der k\u00f6rperliche Aspekt der Schauspielkunst f\u00fcr ihn ein wesentlicher Punkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 2001 und 2004 war er am Schauspielhaus Salzburg engagiert, dann wechselte er ans Theater Trier. Seit 2009 lebt er als freier Schauspieler und Regisseur in Trier. <\/p>\n\n\n\n<p>2009 gr\u00fcndete er die freie Gruppe Kulturlabor in Trier, wo er sich vorallem mit der Integration neuer Technologien und Digitaler Kunst in klassische Schauspielproduktionen besch\u00e4ftigt. Dazu erschloss er sich einige theaterun\u00fcblichen F\u00e4higkeiten: Software-Entwicklung und Programmierung, Videografie, Fotografie, Bildbearbeitung und -manipulation. F\u00fcr das noch nicht realisierte Projekt \u201eSandmann\u201c schrieb er eine K\u00fcnstliche Intelligenz, die Texte in der Sprache der Romantiker nachahmt. In vielen seiner Inszenierungen entwickelt er die Projektionen und das Sound-Design selbst, und begleitet die Vorstellung als VJ. Ausserhalb des Theaters entwickelt er Medien-Installationen und Performances, zum Beispiel Fassaden-Projektionen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Foto. A. Ourth<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>szenikmag hat sich mit&nbsp;Alexander Ourth, Regisseur und Leiter des Trierer Titanic-Projektes, \u00fcber sein Interesse an digitaler Kunst, den Austausch mit dem Publikum und die Arbeit mit neuen Technologien in der Theater-und Kunstwelt unterhalten.&nbsp; Unter der Tr\u00e4gerschaft der TUFA Trier wandeln sechs K\u00fcnstlerInnen aus Trier aktuell die Kom\u00f6die&nbsp;\u201cDer&nbsp;Untergang der Titanic\u201d von Hans Magnus Enzensberger in ein [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":37926,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"categories":[73],"tags":[10598,2208,10599,10601],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v20.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Interview mit Alexander Ourth zum Trierer Titanic-Projekt I szenik<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"szenikmag hat sich mit dem Regisseur Alexander Ourth \u00fcber sein Interesse an digitaler Kunst und die Arbeit mit neuen Technologien unterhalten.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/interview-mit-dem-schauspieler-regisseur-alexander-ourth-wir-kratzen-nur-an-der-spitze-des-digitalen-eisberges-37923\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Interview mit Alexander Ourth zum Trierer Titanic-Projekt I szenik\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"szenikmag hat sich mit dem Regisseur Alexander Ourth \u00fcber sein Interesse an digitaler Kunst und die Arbeit mit neuen Technologien unterhalten.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/interview-mit-dem-schauspieler-regisseur-alexander-ourth-wir-kratzen-nur-an-der-spitze-des-digitalen-eisberges-37923\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"szenik\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/szenik.eu\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2021-02-23T11:45:04+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-03-01T09:27:28+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.szenik.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Capture-d\u2019\u00e9cran-2021-02-23-\u00e0-13.24.18.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1078\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"697\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"szenik\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@Szenik\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@Szenik\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"szenik\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/interview-mit-dem-schauspieler-regisseur-alexander-ourth-wir-kratzen-nur-an-der-spitze-des-digitalen-eisberges-37923#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/interview-mit-dem-schauspieler-regisseur-alexander-ourth-wir-kratzen-nur-an-der-spitze-des-digitalen-eisberges-37923\"},\"author\":{\"name\":\"szenik\",\"@id\":\"https:\/\/www.szenik.eu\/de\/#\/schema\/person\/15f73f175b41bad194837490339d48fb\"},\"headline\":\"Interview mit dem Schauspieler &#038; 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